Der Fall John - Ein gestörtes Kind
Johns Geschichte beginnt dramatisch: Als Baby bekommt er eine Mundinfektion (Soor) und kann monatelang nicht richtig trinken. Die Eltern geraten in Panik und wechseln ständig die Pflegekräfte - in den ersten sechs Monaten hat John mindestens vier verschiedene Kinderschwestern.
Die orale Phase läuft katastrophal schief. John wird mit der Pipette gefüttert, erbricht ständig und kann nie die normale Nahrungsmenge bei sich behalten. Seine Eltern haben so große Angst vor seinem zerbrechlichen Zustand, dass sie kaum eine stabile Bindung aufbauen können.
Besonders problematisch: Die Sauberkeitserziehung beginnt viel zu früh - schon mit sechs Wochen! Das ist ein klassisches Beispiel für zu strenge Erziehung in der analen Phase. John wird sogar mit Gewalt gefüttert, wenn er das Essen verweigert.
Wichtig: Johns Probleme entstehen nicht durch körperliche Schwäche, sondern durch die ängstliche Reaktion seiner Umgebung!






