Kriegsdefinition und neue vs. alte Kriege
Kriege haben sich seit dem Zweiten Weltkrieg drastisch verändert. Nach der AKUF-Definition braucht ein Krieg mindestens zwei bewaffnete Kräfte, eine davon staatlich, plus zentral organisierte Kämpfe über längere Zeit.
Neue Kriege unterscheiden sich komplett von klassischen Staatskriegen. Hier kämpfen oft Warlords und bewaffnete Banden statt regulärer Armeen. Das Ziel ist meist nicht der Sieg, sondern Staatszerfall und Terror - manchmal sogar die Aufrechterhaltung des Krieges für Profite.
Die drei Kernmerkmale sind Privatisierung (private Gewaltakteure), Asymmetrierung (keine Grenzen bei Gewaltanwendung) und Demilitarisierung (Zivilisten werden bewusst angegriffen). Diese Kriege dauern oft jahrzehntelang und finanzieren sich durch Kriminalität statt Steuern.
Merkhilfe: Alte Kriege = Staat vs. Staat mit klarem Ende. Neue Kriege = Chaos ohne Ende mit Zivilisten als Hauptziele.








