Biblisches Menschenbild im Alten Testament
Das Menschenbild des Alten Testaments basiert auf der Schöpfungsgeschichte und zeigt den Menschen als Abbild Gottes. In Genesis 1,1-2,4a steht: "Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie."
Wichtige Aspekte des alttestamentlichen Menschenbildes:
- Der Mensch wird als Ebenbild Gottes (Gottebenbildlichkeit) geschaffen
- Die "Königsaufgabe" wird demokratisiert - jeder Mensch ist Repräsentant Gottes auf Erden
- Gott haucht dem Menschen den Lebensatem ein (Gen 2,7)
- Der Mensch wird am 6. Tag als Krönung der Schöpfung erschaffen
- Mann und Frau sollen sich lieben und vermehren (Gen 1,28)
Schlüsselkonzept: Der Mensch als Beziehungswesen steht in dreifacher Relation: Beziehung zu Gott, Beziehung zu anderen Menschen und Beziehung zur gesamten Schöpfung.
Im alttestamentlichen Menschenbild erhält der Mensch besondere Aufgaben:
- Er benennt die Tiere (Gen 2,20)
- Er soll die Schöpfung verantwortlich verwalten
- Seine Körperlichkeit ermöglicht Kommunikation und Einbindung in Gemeinschaft
Die Schöpfungsgeschichte zeigt ein paradiesisches, friedliches Weltbild, in dem der Mensch seine Aufgaben fürsorglich erledigt. Das Bild vom Töpfer verdeutlicht die schöpferische Beziehung zwischen Gott und Mensch.





