Grundlagen der Sinus-Milieus
Die Sinus-Milieus sind eine bedeutende Gesellschafts- und Zielgruppen-Typologie, die auf sozialen Milieus basiert. Sie machen die Vielfältigkeit der Gesellschaft sichtbar und zeigen feine, aber relevante Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen auf. Das Modell existiert für über 40 Länder und umfasst auch Spezialmodelle für Jugendliche und Menschen mit Migrationshintergrund.
Das Prinzip der Sinus-Milieus ist einfach: Die Bevölkerung wird in Gruppen Gleichgesinnter eingeteilt, basierend auf Alltagsnormen, Befindlichkeiten und Werten. Dabei spielen Lebensstile, Lebensziele und der soziale Hintergrund eine entscheidende Rolle. Durch diese Einteilung kann man in die Lebenswelten der verschiedenen Milieus "eintauchen" und sie besser verstehen.
In Deutschland werden zehn verschiedene Milieus unterschieden, die sich in einem Koordinatensystem anordnen lassen. Die vertikale Achse repräsentiert die soziale Lage (von Unterschicht bis Oberschicht), während die horizontale Achse die Grundorientierung (von traditionell über modern bis neuorientiert) darstellt. Diese Milieus reichen vom konservativ-etablierten Establishment über die bürgerliche Mitte bis hin zum prekären Milieu.
Gut zu wissen: Die Sinus-Milieus werden nicht nur von Unternehmen genutzt, sondern auch von gemeinnützigen Organisationen und Institutionen. Sie dienen zur Platzierung von Markenprodukten, zur Entwicklung von Strategien und zur Erforschung von Wachstumspotentialen.



