DNA vs. RNA - Die wichtigsten Unterschiede
RNA ist der flexible Helfer deiner Zellen. Sie besteht aus nur einem Strang (Einfachhelix) und enthält die Basen Guanin, Cytosin, Adenin und Uracil statt Thymin. Das macht sie kürzer und flexibler als DNA.
Die DNA-Verpackung ist ein echtes Wunderwerk der Natur. Stell dir vor: Deine DNA ist 10.000-mal länger als die Zelle selbst! Sie wickelt sich um Histone (basische Proteine) wie ein Garn um eine Spule. Zwei Umdrehungen bilden ein Nukleosom - die Grundeinheit der DNA-Verpackung.
Bei der DNA-Replikation wird deine genetische Information verdoppelt. Das Enzym Topoisomerase entwindet die Doppelhelix, während Helicase die Stränge trennt. Am Leitstrang läuft alles glatt, aber der Folgestrang muss in kleinen Stücken (Okazaki-Fragmenten) kopiert werden.
Merktipp: DNA = Doppelstrang mit Thymin, RNA = Einzelstrang mit Uracil
Rekombination sorgt für genetische Vielfalt. Intrachromosomale Rekombination (Crossing over) tauscht Chromosomenstücke aus, interchromosomale Rekombination verteilt Chromosomen neu. So entstehen immer neue Genkombinationen.
Gene und Proteine - Vom Code zum Leben
Ein Gen ist ein DNA-Abschnitt, der für ein bestimmtes Genprodukt zuständig ist. Dein Genotyp (alle deine Gene) bestimmt deinen Phänotyp (deine sichtbaren Merkmale). Proteine bestehen aus Aminosäuren - es gibt 20 verschiedene, die wie Bausteine zusammengefügt werden.
Die Ein-Gen-ein-Polypeptid-Hypothese erklärt, dass jedes Gen für ein Polypeptid (Proteinbaustein) codiert. Das ist genauer als die alte "Ein-Gen-ein-Enzym"-Hypothese, weil nicht alle Proteine Enzyme sind.
Proteinbiosynthese läuft in zwei Schritten ab: Transkription (DNA → mRNA im Zellkern) und Translation (mRNA → Protein an den Ribosomen). Bei Eukaryoten gibt's noch einen Zwischenschritt: die Prozessierung der mRNA.
Wichtig für die Klausur: Transkription = Umschreibung, Translation = Übersetzung



