Chemische Synapsen und Signalübertragung
Chemische Synapsen sind die häufigste Art der Nervenverbindung in deinem Körper. Zwischen den Nervenzellen liegt ein winziger synaptischer Spalt von nur 20-40 Nanometern Breite. Die sendende Zelle nennt man präsynaptisch, die empfangende postsynaptisch.
Die Signalübertragung funktioniert wie ein perfekt getakteter Prozess: Wenn ein Aktionspotenzial am Synapsenendköpfchen ankommt, öffnen sich Kalziumkanäle. Diese lassen massenhaft Kalziumionen einströmen - bis zu 500-mal mehr als normal im Zellinneren vorhanden sind.
Diese Kalziumflut ist das Startsignal für die Vesikel (kleine Bläschen voller Neurotransmitter). Je mehr Kalzium einströmt, desto mehr Vesikel verschmelzen mit der Zellmembran und schütten ihren Inhalt aus - zum Beispiel Acetylcholin. Ein einziges Vesikel enthält mehrere tausend Acetylcholin-Moleküle, die blitzschnell in den synaptischen Spalt freigesetzt werden.
Merktipp: Die Kalziumionen sind wie der Dirigent eines Orchesters - sie bestimmen, wie viele "Musikerinstrumente" (Vesikel) gleichzeitig spielen!


































