Skoliose-Korsettbehandlung: Grundlagen und Therapieoptionen
Die Skoliose ist eine komplexe Wirbelsäulenerkrankung, die besonders bei Heranwachsenden auftritt. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer seitlichen Verbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Rotation der Wirbelkörper. Von einer behandlungsbedürftigen Skoliose spricht man ab einem Krümmungswinkel von 10 Grad nach Cobb.
Definition: Eine Skoliose ist eine dreidimensionale Wirbelsäulendeformität, die sich durch eine seitliche Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule auszeichnet.
Besonders bemerkenswert ist die geschlechtsspezifische Verteilung: Mädchen sind im Verhältnis 4:1 häufiger betroffen als Jungen. Die Erkrankung tritt bei etwa 4-4,5% der Jugendlichen im Alter von 10-14 Jahren auf. Die Skoliose Symptome können vielfältig sein und reichen von sichtbaren Asymmetrien des Rückens bis hin zu funktionellen Einschränkungen.
Die Wirbelsäule als zentrales Achsenorgan besteht aus 24 beweglichen Wirbeln, dem Kreuzbein und dem Steißbein. In der seitlichen Ansicht zeigt sie eine natürliche S-förmige Schwingung mit den charakteristischen Lordose- und Kyphose-Krümmungen. Bei einer Skoliose wird diese natürliche Ausrichtung gestört.



































