Herstellung und Verarbeitung von Kevlar
Die Herstellung von Kevlar ist ein komplexer chemischer Prozess, der auf zwei Hauptwegen erfolgen kann:
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Polymerisation von Para-Aminobenzoesäure: Diese Methode führt zu einem besonders kettensteifen Polymer, das sich hervorragend zu Fasern spinnen lässt.
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Copolymerisation von Para-Phenylendiamin und Terephthalsäure: Dies ist die kostengünstigere Variante, die in der Strukturformel auf der vorherigen Seite dargestellt ist. Allerdings erreicht sie nicht ganz die Qualität der Para-Aminobenzoesäure-Variante.
Example: Bei der Copolymerisation von Para-Phenylendiamin und Terephthalsäure entsteht Wasser als Nebenprodukt: n H₂N-C₆H₄-NH₂ + n HOOC-C₆H₄-COOH → [-NH-C₆H₄-NH-CO-C₆H₄-CO-]n + 2n H₂O
Für die Verarbeitung zu Fasern ist der Spinnprozess entscheidend. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn beim Spinnen konzentrierte Schwefelsäure als Lösungsmittel verwendet wird. Dieser Schritt ist kritisch für die Ausbildung der charakteristischen Faserstruktur und damit für die herausragenden Eigenschaften von Kevlar.
Highlight: Die Verwendung von konzentrierter Schwefelsäure als Lösungsmittel beim Spinnen ist ein Schlüsselfaktor für die Qualität der Kevlar-Fasern.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Herstellungsprozess von Kevlar komplex und energieintensiv ist, was sich auf die Produktionskosten auswirkt. Dies erklärt, warum Kevlar im Vergleich zu anderen synthetischen Fasern relativ teuer ist.




