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Analyse von Känsterle

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In der Kurzgeschichte ,,Känsterle", geschrieben von Rainer Brambach geht es um die gestörte
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Deutsch - Analyse In der Kurzgeschichte ,,Känsterle", geschrieben von Rainer Brambach geht es um die gestörte Beziehung zwischen Rosa und ihrem Mann Känsterle. Dieser versucht seine Gefühle zu erklären, doch Rosa unterbricht ihn jedes Mal. Sie ist mit ihm und seinem Verhalten nicht zufrieden und wünschte, sie könnte ihn ändern. Nach Feierabend, sitzt Wallfried Känsterle vor dem Fernseher und möchte sich in Ruhe die Meisterschaft der Gewichtheber anschauen. Seine Frau Rosa redet aber die ganze Zeit und stellt ihm viele Fragen, auf die er nur knapp antwortet. Schließlich möchte sie, dass Känsterle sich für ihre Jungen als Nikolaus verkleidet. Känsterle ist damit nicht einverstanden, verkleidet sich am Ende aber doch. Das Kostüm passte ihm jedoch nicht gut, sodass er die Treppe herunterfällt. Seine Frau fängt an mit ihm zu schimpfen, weshalb er ihr eine Backpfeife verpasst, in die Wohnung stürmt und diese verwüstet. Durch den Krach werden auch andere Nachbarn aufmerksam und laufen zur Wohnung der beiden. Als einer der Nachbarn die Zerstörung sieht, fragt er Känsterle, ob das alles gewesen sei. Im Folgenden wird nun näher auf die Beziehung zwischen Rosa und Känsterle eingegangen. Diese wird schon ganz zu Beginn deutlich. Rosa befiehlt den Känsterle den Ton leiser zu machen, da die Jungen schon schlafen und „Känsterle gehorcht“ (Z.6) (vgl.Z.4-6). Er steht unter Rosa, sie...

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gibt ihm Befehle, wobei der Erzähler durch das Verb gehorchen nochmal die Unterwürfigkeit von Känsterle gegenüber seiner Frau unterstreicht. Känsterle gegenüber seiner Frau, er wird wie ein Hund dargestellt, der den Befehlen ohne Widerstand nachkommt. Diese Unterwürfigkeit kann man auch in den Zeilen 31 - 39 erkennen. Rosa verlangt von ihrem Mann, dass dieser sich für die Jungen als Nikolaus verkleidet. Als Känsterle widerspricht und ihr sagt, dass er zu dieser Aufgabe nicht fähig beschimpft sie ihn und wirft ihm vor, seine Kinder nicht genug zu lieben (vgl. Z. 36-38). Schließlich gibt Känsterle nach und macht sich auf den Weg zum Umziehen. Er gehorcht also schon wieder seiner Frau, obwohl er selbst andere Meinungen vertritt. Die oben beschriebenen Stellungen in der Ehe wird auch an den Redeanteilen deutlich. Während Känsterle nur drei Wortmeldungen hat (vgl. Z. 12/15/31-33), redet Rosa die ganze Zeit. Zudem veranschaulicht der Erzähler die Dominanz von Rosa mit dem Aussehen der Figuren. Känsterle wird als „gedrungen“ (Z.42) beschrieben, als jemand, der das Nikolauskostüm von einem Bekannten nicht ausfüllt und die Stiefel sogar mit mehreren Zeitungen stopfen muss (vgl. Z. 41-46). Währenddessen wird seine Frau als eine strenge Frau mit eng sitzender Frisur beschrieben, die eine solche Kraft und Stärke besitzt, dass sie trotz gewaltigem Kamm "wie ein braunes Gebiss" (Z. 35) ihren Haarknoten beim Schütteln des Kopfes bewegt. Sie ist dominant und herrscht mit ihrer Stärke über dem „hilflosen“ (Z.31) Känsterle. Außerdem möchte sie Känsterle ändern. Sie akzeptiert ihn nicht so wie er ist, stattdessen hält sie ihm erst vor, wie er sich verbessern könnte und vergleicht ihn mit anderen Männern (vgl. Z. 16-18). Schließlich versucht sie ihn in eine ganz neue Rolle zu stecken, eine neue Person aus ihm zu machen. Eine Person, die er eigentlich nicht sein möchte. Sie verlangt von ihm sich als Nikolaus zu verkleiden, sich in eine Person zu verwandeln, die von ihr und Kindern mehr geliebt werden würde (vgl. Z. 35-39). Rosa liebt ihren Mann nämlich nicht mehr richtig, die beiden führen eine gestörte Beziehung. Dies lässt sich mit Zeile 40 belegen: „Eine verstaubte Glühbirne wirft trübes Licht". Die Glühbirne ist in diesem Fall ein Symbol für die Beziehung der beiden, sie ist nicht mehr so klar, nicht ganz durchsichtig bzw. verständlich, aber vor allem ist sie alt. Beide kümmern sich nicht richtig um einander, sodass sie verstauben. Rosa bemängelt zudem die Winterfenster, sie ist der Meinung, man solle sie einmal frisch anstreichen (vgl. Z. 7-8). Die Winterfenster stehen hier wieder für ihre Beziehung. Denn auch diese sollte mal wieder aufgefrischt werden, sie sollten mal wieder richtig miteinander kommunizieren, aufeinander eingehen, sich gut zu hören und sich gegenseitig respektieren. Dies wird jedoch nicht passieren, denn wie mit den Winterfenstern ist keiner der beiden bereit etwas aufzufrischen. Auch erzählt Rosa, wie der alte Weckhammer beim Treppensteigen umgefallen ist (vgl. Z.20). Sie berichtet dies mit wenig Mitgefühl und Empathie und verhält sich genauso gefühlskalt, wenn Känsterle die Treppen herunterfällt (vgl. Z. 52). Sie empfindet also für ihren Mann genauso, wie für irgendeinen Bekannten. Für Rosa ist die Beziehung schon lange gelaufen, sie versucht lediglich den Kindern noch ein schönes Leben mit Vater zu ermöglichen. Känsterle dagegen hält so lange wie möglich an der Beziehung fest. Er versucht es Rosa recht zu machen, um sie nicht zu verlieren (vgl. Z. 6). Als Rosa ihn jedoch beschimpft, nachdem er hingefallen ist, kann er sich nicht mehr beherrschen. Schon lange Zeit wird er von ihr runtergemacht und gedemütigt, diese weitere Demütigung macht ihn rasend. Er verpasst ihr eine Backpfeife und stürmt in die Wohnung (vgl. Z. 54-55). Dort zerstört er alles, was er zu fassen bekommt, aber besonders hat er es auf die Lieblingsvase von Rosa abgesehen, um sie möglichst stark zu verletzen (vgl. Z. 61). Nun hat auch er verstanden, dass ihre Beziehung nicht mehr halten kann. Sein Nachbar hat dies jedoch schon vor ihm begriffen. Nachdem sich Känsterle erschöpft in den Sessel gesetzt hat, fragt er, ob das schon alles war (vgl. Z. 71-72). Er ist der Meinung, dass Rosa noch viel Schlimmeres verdient hätte und wundert sich, dass das das Einzige ist, was Känsterle nach langer Demütigung tut. Insgesamt lässt sich die Interpretationshypothese belegen. Rosa und Känsterle führen eine gestörte Beziehung, Känsterle hält noch an dieser fest und versucht es seiner Frau recht zu machen. Doch Rosa hat die Beziehung schon aufgegeben, probiert deshalb Känsterle so zu ändern, dass sie es noch aushält mit ihm zu wohnen und ihren liebsten Kindern eine sorgenfreie Kindheit mit Vater bescheren kann.

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