Deutschland nach der Kapitulation: Leben in den Trümmern
Stell dir vor, deine Stadt wäre zu 90% zerstört, es gäbe kaum Essen und plötzlich müsstest du 14 Millionen Menschen zusätzlich unterbringen. Genau das war 1945 Realität in Deutschland. Die Kapitulation am 8. Mai 1945 beendete zwar den Krieg, aber das eigentliche Drama begann erst.
Die Zahlen sprechen für sich: 2,5 Millionen zerstörte Wohnungen, von 13.000 km Bahnstrecken waren nur noch 1.000 km befahrbar. Dazu kamen 14 Millionen Flüchtlinge aus den Ostgebieten, die irgendwo untergebracht werden mussten. Das sorgte natürlich für heftige Spannungen in der Bevölkerung.
Parallel dazu trafen sich die Siegermächte und planten Deutschlands Zukunft. Bei der Konferenz von Jalta (Februar 1945) beschlossen Stalin, Roosevelt und Churchill die Aufteilung in vier Besatzungszonen. Der berüchtigte Morgenthau-Plan, der Deutschland zu einem reinen Agrarstaat machen wollte, war glücklicherweise schon vom Tisch.
Übrigens: Der Morgenthau-Plan hätte bedeutet, dass Deutschland nie wieder Industrie haben dürfte - ein wirtschaftliches Todesurteil.




































