Die gesellschaftlichen Folgen der Euthanasie-Politik
In seiner Predigt geht Bischof von Galen auch auf die weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen der NS-Euthanasie ein. Er warnt vor einem grundlegenden Vertrauensverlust, der bis in die Familien hineinreichen würde.
Highlight: Von Galen befürchtet eine "Verwilderung der Sitten" und ein allgemeines Misstrauen in der Gesellschaft, wenn die Tötung "unproduktiver" Menschen geduldet wird.
Besonders dramatisch schildert er den möglichen Vertrauensverlust gegenüber Ärzten. Die Angst, als "unproduktiv" gemeldet und getötet zu werden, könnte das Arzt-Patienten-Verhältnis nachhaltig zerstören.
Zitat: "Wer kann noch Vertrauen haben zu einem Arzt? Vielleicht meldet er den Kranken als 'unproduktiv' an und erhält die Anweisung, ihn zu töten."
Der Bischof beruft sich in seiner Argumentation auf das christliche Gebot "Du sollst nicht töten". Er betont, dass dieses Gebot von Gott gegeben wurde und tief im menschlichen Gewissen verankert ist.
Definition: Das Gebot "Du sollst nicht töten" ist eines der Zehn Gebote, die nach christlicher und jüdischer Tradition von Gott offenbart wurden.
Von Galen warnt eindringlich davor, dieses fundamentale Gebot nicht nur zu übertreten, sondern dessen Übertretung sogar zu dulden und ungestraft zuzulassen. Er sieht darin eine ernsthafte Gefahr für das deutsche Volk und die gesamte Menschheit.







