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Soziale Frage, Lösungsansätze

Soziale Frage, Lösungsansätze

 SOZIALE FRAGE
Auseinandersetzung mit sozialen Problemen infolge der Industrialisierung
(Bevölkerungswachstum, Urbanisierung), ab 1840er Jah

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martha

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Merkmale der Sozialen Frage; Lösungsansätze durch Unternehmer/ Staat/ Kirche/ Gewerkschaften; Marxismus

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SOZIALE FRAGE Auseinandersetzung mit sozialen Problemen infolge der Industrialisierung (Bevölkerungswachstum, Urbanisierung), ab 1840er Jahre Ausbeutung der Arbeiter (Überangebot an Arbeitskräften durch Urbanisierung, Menschen mussten für Hungerlohn arbeiten) –> Pauperismus • schlechte Arbeitsbedingungen: lange Arbeitszeiten, fehlender Arbeitsschutz... • keine sozialen Sicherungssysteme, Arbeiter waren "freiem Markt" schutzlos ausgeliefert -> bei Unfall oder Krankheit enorme Versorgungsprobleme Nahrungsmittelversorgung schwer aufgrund des Bevölkerungswachstums • schlechte Wohnverhältnisse: schlechte Hygiene, kleine und dunkle Wohnungen/Zimmer Lösungsansätze GRUPPE UNTERNEHMER MASSNAHMEN STAAT (Kaiserreich) ● ● betriebliche/betriebseigene... Alters- & Krankenvorsorge (betriebsintern) ▸ Schulen/Kitas ► preisgünstige Wohnungen verbesserter Arbeitsschutz • kürzere Arbeitszeiten • BSP:Alfred Krupp ("Treue für Treue") ● Verbot Kinderarbeit (1904 im Kaiserreich) Fabrikinspektion (Arbeitsschutz) • Sozialgesetze (ab 1883): Kranken-, Unfall-, Invaliden- und MOTIVE moralische Verantwortung für Angestellte • Ökonomisches Kalkül (Eigennutz): Rentenversicherung -> Zwangsversicherungen ● Massnahmen waren betriebsintern geregelt und somit nicht gesetzlich verankert. Sie verbesserten zwar die individuelle Situation der Angestellten, lösten aber nicht das generelle Problem der sozialen Frage. ▸ Motivationssteigerung = Produktionssteigerung ▸ Bindung an Unternehmen Verhinderung Streiks ▶ staatliche Fürsorge • Schwächung Arbeiterbewegung/ Sozialdemokratie • Erhaltung der Gesundheit junger Männer für Militär Die Sozialversicherungen verbesserten die katastrophale Situation vieler Arbeiter. Bismarck legte die Grundlage für unser heutiges Sozialversicherungssystem, auch wenn er bei der Einführung durchaus egoistische Motive verfolgte. GRUPPE KIRCHE + MASSNAHMEN • soziale Hilfseinrichtungen (Suppenküche, Behausung) und Bildungsinitiativen ▸ "Kolpinghäuser" ab 1849 ▸ Caritas • Entwicklung Soziallehre: Enzyklika "Rerum Novarum", Papst Leo XIII. betont Verantwortung des Staates für Sozialreformen SAP 1875 (Zusammenschluss aus kleineren ▶ ARBEITERBEWEGUNG, Zusammenschluss von GEWERKSCHAFTEN Interessenverbänden Gruppen), Umbenennung SPD 1890 vor allem Linderung der sozialen Auswirkungen, konnte dadurch vielen akut gefährdeten Menschen helfen. Bis auf einige Entwürfe einer Soziallehre aber kaum Ursachenbekämpfung (was in Position der Kirchen auch schwierig wäre) Aushandeln Tarifverträge Streiks...

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nach Aufhebung des Koalitionsverbots (1869) MOTIVE Kampf für politische Freiheit (besonders SPD) • Selbsthilfe, z. B. Kreditvergabe, Konsumgenossenschaften christliche Werte (Nächstenliebe, Verantwortung gegenüber den Schwächeren) • Verbesserung der (eigenen) Lebens- & Arbeitsbedingungen, gegenseitige Unterstützung Anerkennung als gleichberechtigte Partner in Tarifverhandlungen ernsthaft interessiert an langfristiger Besserung der Situation der Arbeiter, hatten aber eingeschränkte Machtkompetenzen (v.a. durch Sozialistengesetze) Arbeiterparteien als Grundlage für unsere modernen Parteien MARXISMUS • Gesellschaftslehre von Karl Marx & Friedrich Engels, Kommunistisches Manifest 1848 • Widerspruch: Schaffung des Reichtums durch Proletariat, aber Anhäufung des Reichtums bei Bourgeoise Forderungen: Verstaatlichung der Produktionsmittel: Firmen, Geräte etc. ► Abschaffung der Klassengesellschaft (=Kommunismus, Idealvorstellung) ▸ Revolution, Klassenkampf ("Proletarier aller Länder, vereinigt euch")

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