Zweite Maxime: Intensive Phase der Sozialisation
Die zweite Maxime von Hurrelmann konzentriert sich auf den Prozess der Sozialisation im Jugendalter. Diese Phase wird als besonders intensiv und prägend für den gesamten weiteren Lebenslauf beschrieben.
Definition: Sozialisation nach Hurrelmann ist die dynamische und produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität.
In dieser Phase setzen sich Jugendliche intensiv mit ihrer inneren Realität (körperliche und psychische Grundstrukturen) und der äußeren Realität (soziale und physische Umweltbedingungen) auseinander. Dies geschieht vor dem Hintergrund der vielfältigen Umbrüche, die das Jugendalter kennzeichnen.
Der Sozialisationsprozess beinhaltet eine ständige Beobachtung und Diagnose der eigenen Anlagen und deren Veränderungen. Jugendliche passen ihr Handeln entsprechend an und nehmen dabei eine aktive Rolle ein.
Highlight: Die Entwicklungsaufgaben nach Hurrelmann werden in einem Prozess der Selbstregulierung bearbeitet und formen Muster der Lebensführung.
Diese Maxime unterstreicht die Bedeutung der Jugendphase für die Bildung von Verhaltensmustern und Einstellungen, die oft lebenslang Bestand haben. Sie betont auch die Wichtigkeit der aktiven Auseinandersetzung mit den Herausforderungen dieser Lebensphase.





































