Wirtschaft und Recht6.997Aktualisiert 27. Sept. 20264 Seiten

Inventur, Inventar und Bilanz einfach erklärt — Unterschiede, Arten und Beispiele

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Sophie@sophie.hyh
Wie hängen Bestandsaufnahme, Vermögensliste und die finale Übersicht eines Unternehmens zusammen? Dieser Spickzettel liefert die Antwort und erklärt den Zusammenhang zwischen Inventur, Inventar und Bilanz . Du erfährst alles über die verschiedenen Inventur-Arten, den Aufbau der Bilanz sowie den Unterschied zwischen erfolgsneutralen und erfolgswirksamen Buchungen. Perfekt vorbereitet für die nächste Wirtschaft-Klausur.
Inventur Inventar Bilanz  – Seite 1

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Inventur & Inventar

Inventur: Die Bestandsaufnahme

Die Inventur ist das tatsächliche Zählen und Erfassen aller Vermögenswerte und Schulden.

  • Körperliche Inventur: Erfassung durch Zählen, Wiegen oder Messen von Sachanlagen.
  • Permanente Inventur: Laufende Erfassung im System plus mindestens eine körperliche Prüfung pro Jahr.
  • Stichtagsinventur: Durchführung genau am Bilanzstichtag (meist 31.12.).

Inventar: Das Verzeichnis

Das Inventar ist das detaillierte, in Staffelform tabellarisch dargestellte Ergebnis der Inventur.

  • Aufbau: Vermögen minus Schulden ergibt das Eigenkapital (Reinvermögen).
  • Aufbewahrung: Das Dokument muss gesetzlich 10 Jahre lang aufbewahrt werden.

💡 Tipp: Der Unterschied zwischen Inventur und Inventar ist einfach erklärt: Inventur ist die Tätigkeit (das Zählen), das Inventar ist das fertige Papier (die Liste).

Inventur Inventar Bilanz  – Seite 2

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Bilanz & Wertveränderungen

Bilanz Aufbau

Die Bilanz ist eine Kurzfassung des Inventars in Kontoform mit zwei Seiten.

  • Aktiva (Links): Zeigt das Vermögen und die Mittelverwendung (z. B. Kasse, Forderungen).
  • Passiva (Rechts): Zeigt das Eigenkapital sowie Schulden (Fremdkapital) und die Mittelherkunft.
  • Gleichung: Die Summe der Aktiva entspricht immer exakt der Summe der Passiva.

Die 4 Buchungsfälle

Geschäftsvorfälle verändern die Bilanzwerte auf unterschiedliche Weise.

  • Aktivtausch: Eine Aktivposition steigt, eine andere sinkt. Bilanzsumme bleibt gleich.
  • Aktiv-Passiv-Mehrung: Sowohl eine Aktiv- als auch eine Passivposition steigen. Bilanzsumme wächst.

Beispiel: Kunde zahlt 100100 € bar auf sein Girokonto ein.

  • Buchung: Kasse (+ Aktiva) an Sichtguthaben (+ Passiva)
  • Effekt: Aktiv-Passiv-Mehrung um 100100 €.

💡 Tipp: Merk dir für die 3 Unterschiede zwischen Inventar und Bilanz: Die Bilanz ist kürzer (nur Gruppen), steht in Kontoform und braucht im Gegensatz zum Inventar zwingend eine Unterschrift.

Inventur Inventar Bilanz  – Seite 3

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Buchungstechnik & Konten

Grundbuch und Hauptbuch

Jeder Geschäftsvorfall wird nach dem Prinzip „Keine Buchung ohne Beleg“ zweifach erfasst.

  • Grundbuch: Chronologisches Journal, das Buchungssätze zeitlich sortiert auflistet.
  • Hauptbuch: Sachlich geordnete Konten, aufgeteilt in Soll (links) und Haben (rechts).
  • Regel: Gebucht wird immer im Schema Soll an Haben.

Eröffnungs- und Schlussbilanz (EBK & SBK)

Hilfskonten übertragen die Bestände aus der Bilanz auf die Konten und zurück.

  • EBK (Spiegelbild): Aktivkonten im Soll an EBK im Haben; EBK im Soll an Passivkonten im Haben.
  • SBK (Ebenbild): SBK an Aktivkonten; Passivkonten an SBK.

Beispiel: Eröffnung eines Kassenbestands von 500500 €.

  • Buchungssatz: Kasse an EBK 500500 €

💡 Tipp: Das EBK ist spiegelverkehrt zur Bilanz aufgebaut, das SBK ist das exakte Ebenbild der Bilanz.

Inventur Inventar Bilanz  – Seite 4

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Erfolgskonten & Geschäftsfälle

Erfolgswirksam vs. Erfolgsneutral

Geschäftsfälle verändern das Eigenkapital entweder direkt oder lassen es unberührt.

  • Erfolgsneutral: Betrifft nur Aktiv- oder Passivkonten. Das Eigenkapital bleibt unverändert.
  • Erfolgswirksam: Verändert das Eigenkapital durch Aufwendungen (Minderung) oder Erträge (Mehrung).

Das GuV-Konto

Erfolgskonten haben keine Anfangsbestände und werden über das Gewinn- und Verlustkonto (GuV) abgeschlossen.

  • Aufwendungen: Mindern den Erfolg (z. B. Zinsaufwand, Mietzahlungen), stehen im GuV links (Soll).
  • Erträge: Erhöhen den Erfolg (z. B. Provisionserträge, Zinserträge), stehen im GuV rechts (Haben).
  • Abschluss: Der Saldo des GuV-Kontos wird direkt auf das Eigenkapitalkonto übertragen.

💡 Tipp: Aufwandskonten werden im Soll gebucht (Minderung EK), Ertragskonten immer im Haben (Mehrung EK).

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