Die Klassik (490 v. Chr. - 336 v. Chr.)
Die Griechische Klassik ist in drei Phasen unterteilt: Frühklassik, Hochklassik und Spätklassik. Diese Epoche zeichnet sich durch eine Weiterentwicklung der Darstellungstechniken und eine Annäherung an natürlichere Formen aus.
In der Frühklassik (auch als strenger Stil bekannt) sehen wir:
- Männliche und weibliche Figurendarstellungen, jung und jugendlich
- Freistehende Einzelfiguren oder Gruppen
- Darstellungen von Figuren im sportlichen Wettkampf
- Gegenüber der Archaik freiere, beweglichere, präzisere und anatomisch genauere Darstellungen
- Figuren, die sich natürlicher im Raum entfalten
Definition: Der strenge Stil bezeichnet die Übergangsphase von der Archaik zur Klassik (ca. 490-450 v. Chr.) und ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Natürlichkeit in der Darstellung.
Die Hochklassik brachte weitere Neuerungen:
- Anwendung genauer Proportionsregeln
- Einführung des Kontrapost für ruhige Bewegung
- Verwendung des Goldenen Schnitts
- Darstellung des Idealbilds von Harmonie, Tugend und Weisheit
Example: Der Doryphoros (Speerträger) von Polyklet gilt als Musterbeispiel für die vollkommenen Proportionen des menschlichen Körpers in der Hochklassik.
In der Spätklassik löste sich die geschlossene Körperform weiter auf:
- Bewegungen wurden natürlicher erfasst, weicher und anmutiger
- Häufig wurden Bronzegüsse verwendet, die später oft eingeschmolzen wurden
- Viele Werke sind nur als römische Marmorkopien erhalten
Highlight: Die griechische Klassik Kunst zeichnet sich durch ihre Suche nach idealen Proportionen und harmonischer Balance aus, was sie zu einem Höhepunkt der antiken Bildhauerei macht.






























