Die Bedeutung der Kunst und des Künstlers im Barock
In der Barock-Epoche spielte die Kunst eine zentrale Rolle als Propagandamittel für Kirche und weltliche Herrscher. Die Glaubensauseinandersetzungen der Zeit hatten weitreichende Folgen für die künstlerische Entwicklung in Europa.
Die katholische Kirche der Gegenreformation nutzte die Kunst gezielt zur Selbstdarstellung und als Mittel der "propaganda fidei". Ziel war es, die Gläubigen sinnlich zu überwältigen und im Glauben zu bestärken oder zurückzugewinnen. Die Kunst dieser Zeit war daher stark emotional geprägt und wandte sich direkt an die Gefühlswelt der Betrachter.
Vocabulary: "Propaganda fidei" bedeutet "Verbreitung des Glaubens" und bezieht sich auf die Nutzung der Kunst als Mittel zur Glaubensverbreitung.
Ähnliches galt für weltliche Herrscher wie Könige und Fürsten, die die Kunst als "theatrum mundi" (Welttheater) nutzten. Der Künstler selbst war in diesem System oft nur Handlanger seiner adligen oder kirchlichen Auftraggeber.
Highlight: Im Barock wurde das Gesamtkunstwerk angestrebt, bei dem Architektur, Skulptur und Malerei zu einer Einheit verschmolzen.










































