Bildbeschreibung und Bildanalyse
Die Bildbeschreibung und Bildanalyse bilden die ersten beiden Schritte in der umfassenden Bildanalyse Kunst. Sie legen den Grundstein für eine fundierte Interpretation des Kunstwerks.
1. Bildbeschreibung
Die Bildbeschreibung beginnt mit dem Ersteindruck und der unmittelbaren Wirkung des Bildes auf den Betrachter. Folgende Aspekte werden berücksichtigt:
- Nennung der Gattung (z.B. Malerei, Zeichnung, Buchmalerei, Mosaik)
- Äußere Informationen (Künstler, Titel, Entstehungszeit, Größe, Material, Aufbewahrungsort)
- Kurzbeschreibung des Gezeigten in 3-4 Sätzen, einschließlich der Lichtgestaltung
Beispiel: Bei einem Gemälde von Rembrandt könnte man die Gattung als Ölmalerei, den Künstler, das Entstehungsjahr und die charakteristische Lichtführung erwähnen.
2. Bildanalyse
Die Bildanalyse geht tiefer und untersucht die Komposition und die bildnerischen Mittel. Sie umfasst:
Bildinhalte
- Analyse der dargestellten Figuren und deren Interaktion
- Analyse des Ortes der Szene
Komposition
- Format (Hochformat, Querformat, Tondo)
- Kompositionsprinzipien (Symmetrie/Asymmetrie, Parallelität, Rhythmus, Dynamik/Stabilität)
- Kompositionslinien und -figuren
Vocabulary: Kompositionsskizze Bildanalyse - Eine schematische Darstellung der Bildkomposition, die die wichtigsten Linien und Formen hervorhebt.
Bildraum
- Räumliche Gliederung der Bildfläche
- Perspektivisches oder aperspektivisches Malkonzept
Bildfarbe
- Farbkonzept und Farbkontraste
- Funktion und Symbolik der Farben
Betrachterbezug
- Rückenfiguren, Blickkontakt, Betrachterstandpunkt
Diese detaillierte Analyse bildet die Grundlage für die nachfolgende Interpretation und ermöglicht ein tiefes Verständnis der Komposition Kunst Wirkung.










