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Einleitung Landschaftsmalerei

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10. Oktober 2021
Einführung in die
Landschaftsmalerei
Der Begriff "Landschaft" leitet sich aus dem Althochdeutschen ab. Er ist seit dem
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10. Oktober 2021 Einführung in die Landschaftsmalerei Der Begriff "Landschaft" leitet sich aus dem Althochdeutschen ab. Er ist seit dem 12. Jahrhundert ein Begriff für alle Bewohner eines Landes und wurde später um eine Landsitzversammlung erweitert. Erst im späten Mittelalter wurde das Wort auf seine rein geographische Bedeutung reduziert und wird bis heute verwendet. Die Landschaftsmalerei umfasst die Darstellung des von Natur und Menschenhand bestimmten Raumteils. Das Motiv des Bildes kann konkrete und idealisierte Naturlandschaften von Bergen bis zu Bergen sein, wie Seestücke, Flüsse, Bergseen und Berggipfelstrukturen oder Muster an der Küste. Ein Beispiel für die Landschaftsmalerei ist Albrecht Altdorfer's Donaulandschaft mit Schloss Wörth. (Siehe Abb. 1). Auch Kulturlandschaften sind gängige Themen - wie Stadtansichten und Architektur- sowie Gartenkunst und Parklandschaften, Industriethemen und Fabriklandschaften. Beweise für die Darstellung von Landschaftsthemen in der Malerei gab es im alten Ägypten, in Mesopotamien und in Europa seit dem antiken Griechenland (Abb. 2). Letztere erreichten uns jedoch nur aus schriftlichen Quellen. Abb. 1 Albrecht Altdorfer: Donaulandschaft mit Schloss Wörth (um 1522) Die Landschaftsmalerei ist ein wichtiger Zweig der bildenden Kunst in China und Japan, während die präkolumbianischen Kulturen Südamerikas mit der Landschaftsmalerei nicht vertraut waren. Es gibt Landschaftsmalerei in der islamischen Kunst als Teil der hochentwickelten Buchmalerei von Persien und Indien. EINFÜHRUNG IN DIE LANDSCHAFTSMALEREI Das Antike Griechenland Frühe Zeugnisse der Landschaftsleistung stammen aus der Kulturregion Kretisch- Mykene. Ein Teil der Wandmalereien ist erhalten...

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Alternativer Bildtext:

geblieben (Abb. 2), neben Pflanzen- und Tiermustern sind auch einige topografische Linien und Räume mit architektonischen Strukturen zu sehen. Es wird vermutet, dass die Landschaft mit mythologischen und historischen Themen in Verbindung steht. Pausanias berichtete von Tafeln und Fresken, in denen der Künstler mit linearer Perspektive und Schattenmalerei die Landschaft abbildete. Abb. 2 Fresko aus Akrotiri (Santorin), Beispiel einer Landschaftsmalerei um 1600 v. Chr. Das Antike Rom Römische Malerei ist uns fast ausschließlich in Form von Wandmalereien überliefert. Insofern befinden sich die meisten Kunstwerke auch heute noch an dem Ort, für den sie einst geschaffen wurden und an dem sie unter oftmals schwierigen Bedingungen konserviert werden. Wichtige Zeugnisse der römischen Malerei sind Dekorationen aus Gräbern und Privathäusern, aus Tempeln und Heiligtümern des gesamten Reiches. Das Mittelalter ECHNY Abb 4 Taufe Christi im Jordan, aus dem St. Ethelwold Gebetbuch, 10. Jahrhundert Abb.3 Villa von Boscotrecase. Pompeji Mit dem Ende des Mittelalters änderte sich das Naturbild des Menschen. Statt einer auf das Typische abzielenden Darstellungsweise in der Malerei strebte man danach, die Dinge der Natur möglichst genau in ihrer Individualität zu erfassen und grafisch darzustellen. Maler orientieren sich nicht mehr an den von Generation zu Generation überlieferten Musterbüchern, sondern versuchen durch sorgfältiges Beobachten die Realität ihrer Zeit und ihrer Welt zu erfassen. EINFÜHRUNG IN DIE LANDSCHAFTSMALEREI 2 Vom Mittelalter zur Renaissance Zeugnisse einer Darstellung von Landschaft als Hintergrund für eine Bilderzählung tauchen seit dem ausgehenden Mittelalter mit dem Übergang zur Renaissance in den Niederlanden auf. In Kalendarien und Stundenbücher gibt es eine große Vielfalt von Landschaftsdarstellungen, sei es auf den Monatsbildern der Kalender oder als Hintergründe biblischer oder historischer Szenen. Hervorragende Beispiele der burgundisch-niederländischen Miniaturmalerei sind die sechs Stundenbücher für den Herzog von Berry, das berühmteste die Très Riches Heures mit den Illustrationen der Gebrüder Limburg. Renaissance اسم Mit dem Beginn der Renaissance und der Erneuerung der Kunst in Italien, kam es zu der folgenreichen Wende in der Geistesgeschichte, die mit dem Aufkommen des Individualismus, einer neuen Aneignung der Antike und einer Hinwendung zur naturwissenschaftlichen Erforschung der Welt verbunden wird. Für die Malerei wurden mit der durch Brunelleschi und andere entdeckten und beschriebenen Linearperspektive auch für die Landschaftsmalerei neue Voraussetzungen geschaffen, den dreidimensionalen Raum einer Landschaft auf einer Bildebene darzustellen. Man setzte technische Apparate ein, wie die Camera obscura oder das velum, ein Hilfsmittel für perspektivische Darstellung. Abb. 6 Leonardo da Vinci: Arno- Landschaft, die erste reine Landschaftszeichnung, 1473 G EINFÜHRUNG IN DIE LANDSCHAFTSMALEREI Abb.5 Très Riches Heures des Duc de Berry: August (1412-16), 3 17. Jahrhundert Gegen Ende des 16. Jahrhunderts kam die Landschaftsmalerei unter anderem in Bologna an. Durch die Carracci unter dem Eindruck der venezianischen Malerei zu einer neuen Grundlage der Landschaftsdarstellung, änderte Annibale Carracci ihren strengen, manieristisch orientierten Malstil und verband ein präzises Naturstudium mit einer venezianischen Farbgebung. 1595 verlegte er sein Atelier nach Rom und 1596 entstand sein Gemälde Fischfang; seine dramatische Beleuchtung, ausdrucksstarke Farben und die Bewegung der Figuren verweisen auf die Barockzeit. Sein Malstil hatte großen Einfluss auf seine römischen Malerkollegen und in Bezug auf die Landschaftsmalerei insbesondere auf Nicolas Poussin und Claude Lorrain. 18. Jahrhundert Mit dem 18. Jahrhundert ließ zwar das Interesse an der Landschaftsmalerei bei Sammlern und Liebhabern nach, es wuchs aber die Nachfrage nach topografisch genauen Darstellungen bestimmter Orte. Zu nennen sind hier die venezianischen Vedutenmaler Bellotto, Canaletto und Guardi und der in Rom tätige Luigi Vanvitelli. Guardi pflegte als Landschaftsmaler das Genre des Capriccios, Landschaften, die aus erfundenen und realen Partien zu einer Idealkomposition zusammengesetzt sind. Charakteristisch für die französische Malerei der Zeit sind die zarten und luftigen Landschaftshintergründe in den Bildern Watteaus und Fragonards. Abb.8 Richard Wilson, Der Mount Snowdon von Llyn Nantll aus gesehen, um 1765, Liverpool, Walker Art Gallery Abb.7 Annibale Carracci, Der Fischfang, 1596 EINFÜHRUNG IN DIE LANDSCHAFTSMALEREI 4 Der englische Landschaftsgarten Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts bildete sich in England in bewusstem Gegensatz zum architektonischen Garten Frankreichs eine neue Gartenkunst aus, deren Architekten sich an Bildern Lorrains und Poussins orientierten und die Grenze zwischen Gartenanlage und freier Landschaft verwischten. An Stelle von Gartenfluchten, Achsen und Symmetrien trat nun der natürliche Baumwuchs und die von der Romantik inspirierte Ruinen-Idylle. Wie es Adrian von Buttlar formuliert, werden ,,Gartenszenen nach den Regeln der Landschaftsmalerei mit Massen, Zwischenräumen, Farbe, Licht und Schatten sowie das Gesamtbild rahmenden Repoussoirs" komponiert. Hauptvertreter dieser Art Landschaftsgarten waren William Kent, Lancelot Brown und William Chambers. 19. Jahrhundert Um die Jahrhundertwende war Turner, C. D. Wie in den Fotografien von Friedrich oder Delacroix zu sehen ist, wurden in der bildenden Kunst sowohl neue Einstellungen zur subjektiven Erfahrung der Welt als auch Veränderungen in der Wahrnehmung von Phänomenen vorhergesagt. Der moderne Paradigmenwechsel zeigt sich insbesondere in der Darstellung von Landschaften. Künstler wie Gustave Courbet lehnten die seit der Renaissance in den Kunstschulen entwickelten traditionellen Malprinzipien und -normen ab und wandten sich neuen Themen aus der bürgerlichen Lebens- und Arbeitswelt zu. Der braune "Academy Tone" auf dem Foto ist obsolet geworden und lehnt sowohl den perspektivischen Ausdruck als auch die Nachahmung der Natur ab. Nicht nur Impressionisten, sondern jetzt habe ich helle und helle Farben gewählt. Das Interesse verlagerte sich von Motiven hin zu Malstilen. Cezanne versteht Malerei im Sinne Albertis nicht mehr als Fenster zur Welt. Auf einer Ebene wird kein 3D-Raum simuliert, und ein Bild ist ein 2D-Feld, in dem Form und Farbreihenfolge zusammenhängen. Das Bild selbst ist eine Realität parallel zur Realität der Welt, kein Abbild derselben. Abb.9 Cézanne, Haus in der Provence EINFÜHRUNG IN DIE LANDSCHAFTSMALEREI 5 Klassismus und Romantik Mit Beginn des 19. Jahrhunderts richtete sich das Interesse des Publikums verstärkt auf die Landschaftsmalerei. Romantische Landschaften zielen auf die Auslösung emotionaler Prozesse, auf eine Bildmagie, die einen inneren Dialog zwischen Betrachter und Bild bewirken soll. Realismus Mit den frühen 30er Jahren des 19. Jahrhunderts zeigte sich bei Malern in England, Deutschland und Frankreich ein verstärktes Interesse an einer realistischen Landschaftsdarstellung. Als Beispiele für England sind hier Richard Parkes Bonington und John Constable mit seinen ländlichen Motiven und seinen Wolkenbildern zu nennen, für die Schweiz Johann Gottfried Steffan und für Deutschland Adolph Menzel, der als einer der ersten Industrielandschaften malte oder Karl Blechen mit seiner Abwendung von romantischen Gefühlsschwelgereien und seiner Vorliebe für grandiose Licht- und Farbeffekte in der Natur. Der in den Niederlanden ansässige Belgier Charles Leickert spezialisierte sich auf Winterlandschaften. Künstler des Biedermeier wie Karl Spitzweg oder gegen Ende des Jahrhunderts Maler wie Hans Thoma, Wilhelm Leibl oder Fritz von Uhde, malten ihre Bilder unter dem Eindruck der französischen Freilichtmalerei. Camille Corot, einer der ersten Plein-air-Maler verfeinerte die Darstellung von Licht und Atmosphäre in seinen Bildern, blieb aber bei der Komposition idealer Landschaften, während der Realismus eines Gustave Courbet Abstoßendes und Hässliches in den Bildern nicht aussparte. Abb.11 Corot, Ville d'Avray (1867), Washington D.C., Abb. 10 Joseph Anton Koch Heorische Landschaft mit dem Regenbogen EINFÜHRUNG IN DIE LANDSCHAFTSMALEREI 6 Impressionismus Im Impressionismus wird die Malerei leicht und luftig, bestimmt von den Spielen des Lichts auf der Natur. Die Farben fließen ineinander. Man malt nun nicht mehr nur im Atelier, sondern geht hinaus ins Freie (Freiluftmalerei, oder auch ,,plenair"-Malerei), um sich beim Malen direkt den Eindrücken der Umgebung auszusetzen. Die Wahrnehmung der Dinge wird wichtiger als ihre Bedeutung. Wohl bekanntester Vertreter dieser Art von Malerei ist Claude Monet. Quellen wikipedia.de Kunstbuch lernhilfer.de singulart.com EINFÜHRUNG IN DIE LANDSCHAFTSMALEREI Abb. 12 Claude Monet, Impression, soleil levant(1872) 7