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Landschaftsmalerei Kurz-Überblick Mittelalter Landschaftsdarstellungen im Mittelalter waren nur auf Randerscheinungen / Einzelteile wie ein Baum, eine Blume, ein Berg o.a. reduziert oder eine flächige Darstellung zur Untermauerung der göttlichen Geschichte. Die Vermittlung der göttlichen Heilslehre standen im Zentrum der Kunst, die Abbildung der natürlichen Wirklichkeit waren kein Thema. Oberrheinischer Meister des Frankfurter Paradiesgärtleins, Maria im umschlossenen Garten, um 1410, Frankfurt. Renaissance Das neue Naturverständnis und die Darstellung der SICHTBAREN WELT steht seit dem 14. Jahrhundert mehr und mehr im Vordergrund. Auch durch Reisen von Künstlern, wie z.B. Dürer, die Eindrücke aus ihren Reiseländern festhalten, rücken die detaillierten Landschaftsdarstellungen als eigene Kunstwerke in den Fokus der Künstler. Dabei wird die Landschaft als ihrer selbst Willen als bildwürdige Schönheit wahrgenommen und abgebildet. Ab sofort gibt es für das künstlerische Auge keinen unwichtigen Gegenstand mehr. Dieses Kunstwerk von Konrad Witz (Der wunderbare Fischzug, 1444, Genf, Musée d'Art et d' Histoire) ist die erste richtige topografische Landschaftsdarstellung der Kunstgeschichte. Hintergründe wie z.B. bei da Vincis „Mona Lisa" oder diesem Kunstwerk von Sandro Botticelli (Die Verkündigung, 1489, Florenz) dienen zum einen zur perspektiven Raumwirkung (RAUMTIEFE), zum anderen auch zur Kennzeichnung eines bestimmten Ortes. Barock In dieser Zeit kommt ein neues Verhältnis der Menschen zum Raum auf, welches sich auch in der Kunst zeigt. Es entstehen WELTLANDSCHAFTEN und sogenannte IDEALLANDSCHAFTEN - mit atmosphärischem Licht, ausgewogener Komposition und einer klaren Bildgliederung mit Figuren als...

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Staffage in der weiten Landschaft, die oft von einem erhöhten Standpunkt aus dargestellt wird. Üppige Wolkenbilder bilden oft die Hintergründe. Claude Lorrain, Landschaft mit der Flucht nach Ägypten, 1647, Dresden, Romantik har 120 Jacob von Ruisdael, Die Mühle von Wijk bei Duurstede, 1670, Amsterdam Zeitgeschichte: 1790 – 1820 in Europa: Französische Revolution, Kriege und wirtschaftliche, geistige Umwälzungen. Dies führte nicht zur ersehnten Befreiung des Einzelnen. Als Ersatz für diese Enttäuschungen wird im Rückblick die Vergangenheit in der mystisch-religiösen Versenkung des Mittelalters verklärt, in das man sich zurückträumt. Man ordneten dieser Zeit eine Lebensordnung mit Werten wir Treue, Herzensgüte und Seelenadel zu und „romantisierte“, dass die Menschen in einem ungestörten Verhältnis zur Natur gelebt hätten. Die Blüte der Landschaftsdarstellungen findet in der Romantik statt. Die Landschaft wird als SPIEGEL DER EMPFINDUNGEN (Übertragung der Stimmungen) genutzt und die Seelennöte der Künstler in die Erscheinungen der Natur projiziert. In die Landschaft werden durch die Künstler subjektive Gefühle, philosophische Ansätze und Irrationales übertragen, welches die Künstler auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und des Ewigen sehen. Einer der Hauptvertreter war C.D. Friedrich. Seine Werke kennzeichnen oftmals Menschen in Betrachtung der Natur und weite Landschaftsausblicke. Vielfach findet man bei allen Werken Bergeshöhen & Täler, Friedhöfe, Ruinen, Kreuze oder ein weiter Blick aufs Meer. Menschen sind einsam und verloren der weiten Natur, sofern sie nicht der Glaube schützt. ÄSTHETISCHE und RELIGIÖSE VERSENKUNG. Durch die mit dem Rücken dem Betrachter zugewandten Personen, wird IHR SEHEN ZU UNSEREM SEHEN! Allgemein kann man sagen, dass durch die ÄUSSERE HALTUNG der Maler uns SEINE INNERE HALTUNG vermittelt. Schlagworte der Romantischen Bilder sind: ERHABENHEIT und UNENDLICHKEIT/ ANDÄCHTIGKEIT. Caspar David Friedrich, Mann und Frau den Mond betrachtend, 1818, Berlin, Gemäldegalerie. Impressionismus Ausgehend von den romantischen Darstellungen wandelt sich der Blick der Künstler, vorangetrieben u.a. durch Farbe in Tuben soweit, dass die Kunstwerke direkt in der Natur „plein air“ entstehen konnten. Die Beobachtung der Natur lenkte die Aufmerksamkeit der Maler auf die wechselnden Phänomene des Lichts und seine Bedeutung für die farbige Erscheinung der Dinge. Derartige künstlerische Interessen traten damals in nahezu allen europäischen Ländern auf. Diese Haltung wurde für den Impressionismus zu einem entscheidenden Motor. Ein wesentlicher Punkt der Malerei ist, dass die Künstler IMMER DEN BETRACHTER DURCH DEN PROZESS DES SEHENS IN IHRE BILDER EINBINDEN! Die Künstler wandten sich unterschiedliche Themen der Landschaftsmalerei zu, die sie in die Moderne überführten. - Carl Carus, Pilger im Felsental, um 1820 Berlin, Alte Nationalgalerie. Emanzipation von realen Vorbildern mit Meeresdarstellungen und Waldwegen In Gartenbildern fanden sie zu einem freien Umgang mit Farbe Winterlandschaften wurden zu Experimentierfeldern der Farbe Weiß. In Landschaften des Südens mit ihren flirrenden Lichteffekten verwoben sie Licht und Luft. In Flusslandschaften widmeten sie sich den reflektierenden Flächen. Vincent van Gogh, Sämann bei untergehender Sonne, 1888, Amsterdam, Rijksmuseum Claude Monet, Steilküste von Aval, 1885, Privatbesitz

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