Einfluss von Bernd und Hilla Becher auf Thomas Struth
Bernd und Hilla Becher, zwei einflussreiche deutsche Fotokünstler, haben Thomas Struths künstlerischen Ansatz maßgeblich geprägt. Ihre systematische Dokumentation deutscher, europäischer und amerikanischer Industriebauten legte den Grundstein für eine eigene Schule zeitgenössischer Fotografie.
Die Bechers waren bekannt für ihre Schwarzweiß-Fotografien, die als visuelle Fallstudien verschwindender architektonischer Relikte dienten. Ihre Motive umfassten Wassertürme, Getreidesilos, Hochöfen, Fabrikhallen und Gasometer.
Vocabulary: Visuelle Fallstudien sind detaillierte fotografische Untersuchungen spezifischer Objekte oder Strukturen, die als repräsentative Beispiele für eine größere Kategorie dienen.
Die Verbindung zwischen den Bechers und Struth zeigt sich besonders in seiner Werkreihe "Straßen und Städte". Struth sieht eine Parallele in der Stille seiner Bilder zu denen der Bechers. Sein Ziel war es, das kollektive Unbewusste des städtischen Raums darzustellen, was seiner Meinung nach nur ohne Menschen möglich ist.
Quote: "Durch die Stille in seinen Werken Straßen und Städte liegt die Konzentration auf der Architektur und Straße."
Sowohl Struth als auch die Bechers arbeiten in einer betont sachlich-nüchternen Bildsprache. Sie lenken die Konzentration auf die Architektur, indem sie keine Menschen in ihren Bildern zeigen. Diese Herangehensweise ermöglicht es dem Betrachter, sich vollständig auf die strukturellen und ästhetischen Aspekte der fotografierten Objekte zu konzentrieren.
Highlight: Die von den Bechers erlernte Konzentration auf gezielte Motive und die charakteristische Stille in den Bildern sind zentrale Elemente in Thomas Struths fotografischem Ansatz.





