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Werkbetrachtung "Der Watzmann", Caspar David Friedrich

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 Gymnasium, Bildende Kunst
Werkbetrachtung „Der Watzmann"
Bei dem Ölgemälde ,,Der Watzmann" von Caspar David Friedrich, das zwischen 1824 un

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eine Werkbetrachtung (aus der 11. Klasse) des Gemäldes "Der Watzmann" von C.D. Friedrich - keine Garantie auf Richtigkeit oder Vollständigkeit -

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Gymnasium, Bildende Kunst Werkbetrachtung „Der Watzmann" Bei dem Ölgemälde ,,Der Watzmann" von Caspar David Friedrich, das zwischen 1824 und 1825 angefertigt wurde, handelt es sich um eine typische Landschaftsmalerei aus der Epoche der Romantik. Momentan ist es in der Alten Nationalgalerie in Berlin ausgestellt. Auf dem Gemälde ist eine hügelige, felsige, abweisende Berglandschaft zu sehen, die die Natur erhaben und fast schon göttlich wirken lässt. In der Mitte des Bildes ist eine hochgetürmte, schief stehende Gesteinsformation zu sehen, die ungefähr die Form eines Dreiecks hat. In der unteren Hälfte des Gemäldes, vor der Gesteinsformation, ist eine mit Moos und Gras bewachsene Felsenlandschaft zu sehen. Vereinzelt sind auch Sträucher, Nadel- und Laubbäume zu erkennen. Hinter der Gesteinsformation zieht sich eine Hügellandschaft in die Weite bis hin zu einem Gipfel, der eine auffallende pyramidenartige Form besitzt. Der Gipfel sowie der obere Teil der Berglandschaft liegen so hoch, dass sie schneebedeckt sind. Hinter und über dem Gipfel ist der blaue, wolkenlose Himmel zu erkennen. Die Sonne ist im Bild direkt nicht sichtbar, aber das Licht fällt von oben links auf die Landschaft. Aufgrund dessen, dass keine langen Schatten zu sehen sind, stellt das Bild vermutlich die Lichtstimmung zur Mittagszeit dar. Die auf dem Bild zu sehende Natur wird dem Betrachter somit in der Lokalfarbe präsentiert. Außerdem handelt es sich...

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bei dem Gemälde um eine Schichtenmalerei, die so feinmalerisch, dass selbst einzelne Blätter deutlich werden. Daher ist auch eine hohe Plastizität vorhanden, denn die weich verlaufenden Schatten sind fein ausgearbeitet. Jedoch sind die Konturen einzelner Objekte nicht klar deutlich, daher handelt es sich um einen visuellen Stil. Caspar David Friedrich verwendet verschiedene Farben in unterschiedlichen Bereichen des Bildes. Während im unteren Teil des Bildes dunkle, erdige, schwere Farben wie dunkelgrün oder braun das Farbbild bestimmen, finden sich in der oberen Bildhälfte überwiegend leichte, helle Farben, wie zum Beispiel weiß oder blau. Dadurch entstehen ein Hell-Dunkel- sowie ein Qualitätskontrast und die horizontale Mittelachse wird betont. Sie teilt das Bild klar in Vordergrund und Hintergrund. Das überleitende Objekt zwischen der oberen und der unteren Bildhälfte ist die Gesteinsformation in der Mitte des Bildes, die eine Verbindung zwischen beiden Bildhälften knüpft. Auffällig sind die vielen Dreieckskompositionen, die im Gemälde auffindbar sind. Wie bereits erwähnt ist die Gesteinsformation dreieckförmig und dieselbe Form besitzen auch die Bergspitzen und Gipfel im oberen Teil des Bildes. Das Gemälde entspricht einem typischen romantischen Gemälde. In der Epoche der Romantik waren die Motive oftmals aus der Natur, jedoch nicht ,,klassisch“. Die gewöhnlichen Traditionen wurden gebrochen und es wurde nach neuen, anderen Motiven gesucht. Beim ,,Watzmann“ ist dies auch der Fall: das Bild stellt eine schroffe, unfreundlich wirkende Felsen- und Berglandschaft dar. Caspar David Friedrich hätte ebenso eine südliche, parkähnliche Landschaft malen können, die viele Menschen als schöner befunden hätten, jedoch hat er sich bewusst für dieses Motiv entschieden. Wobei gesagt werden muss, dass die Landschaft, die er hier abbildet, in Wahrheit so gar nicht existiert. Caspar David Friedrich hat sich für den ,,Watzmann" selbst seine eigene Ideallandschaft zusammengebastelt, indem er Gebiete, die er kannte, mit Naturstudien und Aquarellen seiner Kollegen verknüpfte. Für den Betrachter wirken die Gipfel im Hintergrund versperrend, sie nehmen die Sicht in die Bildtiefe und wirken eher störend. Aber in Kombination mit der Gesteinsformation, die deutlich näher am Betrachter ist, zeigt sich hier eine Trennung von Greifbarem und Ungreifbarem auf, was dem Gemälde eine symbolische Tiefe gibt. Denn ein großes Ziel der Romantik war es, das Gymnasium, Bildende Kunst Geheimnisvolle und Ungreifbare darzustellen, um den Mensch mit seinen Emotionen der Natur näherzubringen. Hierbei kann der weiße Berggipfel auch als Gottessymbol gedeutet werden, da er über allem thront und unerreichbar erscheint aber dennoch da ist. Dafür spricht auch die Lichtführung, die dem Betrachter den Weg nach oben weist, wo es heller und freundlicher ist als am Boden. Dies kann ebenso bedeuten, dass man als Mensch nicht nur dem Naheliegenden, was direkt vor einem liegt, Beachtung schenken soll, sondern auch den Blickwinkel ändern und sich vom Alltäglichen abwenden soll. Zudem ist die Größe der Natur auf dem Gemälde beeindruckend und überwältigend. Das kann als eine Art Mahnung gesehen werden, dass der Mensch die Natur nicht unterschätzen soll. Stattdessen sollte der Mensch die Natur achten, respektieren und lernen, mit ihr im Einklang zu leben. Nach dieser Werkbetrachtung lässt sich sagen, dass ,,Der Watzmann" ein Abbild einer auf den ersten Blick abweisenden Natur ist. Nach längerer und eingehender Betrachtung zeigen sich allerdings viele tiefgehende, aus der Romantik stammende Gedankengänge auf, die den Menschen zum Nachdenken anregen sollen. Beispielsweise wird das Verhältnis von der Natur zum Mensch thematisiert, was auch jetzt noch von großer Bedeutung ist. Erst recht in einer Zeit, in der der Klimawandel zum Glück zunehmend ernst genommen wird, und Bewegungen wie ,,Fridays for Future" existieren, sollten die Menschen sich darum bemühen, die Natur besser zu achten. Caspar David Friedrich: ,,Der Watzmann" (Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bc/Caspar David Friedrich 012.jpg (zul. aufgerufen im April 2020)

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Gymnasium, Bildende Kunst Werkbetrachtung „Der Watzmann" Bei dem Ölgemälde ,,Der Watzmann" von Caspar David Friedrich, das zwischen 1824 und 1825 angefertigt wurde, handelt es sich um eine typische Landschaftsmalerei aus der Epoche der Romantik. Momentan ist es in der Alten Nationalgalerie in Berlin ausgestellt. Auf dem Gemälde ist eine hügelige, felsige, abweisende Berglandschaft zu sehen, die die Natur erhaben und fast schon göttlich wirken lässt. In der Mitte des Bildes ist eine hochgetürmte, schief stehende Gesteinsformation zu sehen, die ungefähr die Form eines Dreiecks hat. In der unteren Hälfte des Gemäldes, vor der Gesteinsformation, ist eine mit Moos und Gras bewachsene Felsenlandschaft zu sehen. Vereinzelt sind auch Sträucher, Nadel- und Laubbäume zu erkennen. Hinter der Gesteinsformation zieht sich eine Hügellandschaft in die Weite bis hin zu einem Gipfel, der eine auffallende pyramidenartige Form besitzt. Der Gipfel sowie der obere Teil der Berglandschaft liegen so hoch, dass sie schneebedeckt sind. Hinter und über dem Gipfel ist der blaue, wolkenlose Himmel zu erkennen. Die Sonne ist im Bild direkt nicht sichtbar, aber das Licht fällt von oben links auf die Landschaft. Aufgrund dessen, dass keine langen Schatten zu sehen sind, stellt das Bild vermutlich die Lichtstimmung zur Mittagszeit dar. Die auf dem Bild zu sehende Natur wird dem Betrachter somit in der Lokalfarbe präsentiert. Außerdem handelt es sich...

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