Allopatrische Artbildung
Stell dir vor, eine Tierpopulation wird durch einen Fluss oder Gebirgszug getrennt - genau so funktioniert allopatrische Artbildung. Die geografische Isolation spaltet den Genpool auf und startet einen evolutionären Prozess.
In den getrennten Gebieten wirken drei wichtige Evolutionsfaktoren: Die Gendrift sorgt dafür, dass nur zufällige Gene der Ursprungspopulation mitgenommen werden. Mutationen und Rekombination laufen in beiden Gruppen völlig unabhängig ab. Die Selektion wirkt unterschiedlich, da sich die Umweltbedingungen meist stark unterscheiden.
Je länger der Genfluss unterbrochen bleibt, desto größer werden die genetischen Unterschiede. Aus lokalen Unterarten entstehen schließlich komplett neue Arten durch reproduktive Isolation. Manchmal sehen sich die neuen Arten noch sehr ähnlich - dann spricht man von Zwillingsarten.
Merktipp: Solange noch Genfluss zwischen den Populationen stattfindet, können mutierte Gene hin und her wandern - echte Artbildung ist erst bei vollständiger Trennung möglich!































