Geschichte und Ursachen der Alzheimer-Krankheit
Die Geschichte der Alzheimer-Krankheit reicht über 100 Jahre zurück. Sie wurde erstmals 1906 vom deutschen Psychiater Alois Alzheimer beschrieben, nachdem er bei der Untersuchung seiner Patientin Auguste Deter eine "eigenartige Krankheit der Gehirnrinde" festgestellt hatte. Bei der Obduktion entdeckte er eine geschrumpfte Hirnrinde und Eiweißablagerungen zwischen den Nervenzellen.
Die Alzheimer-Demenz Ursachen sind hauptsächlich auf zwei Veränderungen im Gehirn zurückzuführen:
- Plaques
- Tau-Fibrillen
Diese Veränderungen treten bereits 10-15 Jahre vor den ersten Symptomen auf. Für eine Alzheimer-Diagnose müssen beide Veränderungen vorhanden sein.
Tau-Fibrillen
Tau-Proteine spielen eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Mikrotubuli in den Axonen der Nervenzellen. Bei Alzheimer-Patienten kommt es zu Veränderungen dieser Proteine:
- Normale Funktion: Tau-Proteine binden an Mikrotubuli und unterstützen den Transport von Vesikeln und Mitochondrien zur Synapse.
- Bei Alzheimer: Tau-Proteine binden stattdessen an Lipofuszin, ein Abbaupigment, das sich in alternden Neuronen ansammelt.
Vocabulary: Mikrotubuli sind röhrenförmige Eiweißstrukturen, die das Axon stabilisieren und für den Transport von Zellbestandteilen verantwortlich sind.
Example: Die Veränderung der Tau-Proteine bei Alzheimer kann man sich wie einen Verkehrsstau vorstellen: Statt den Transport zu unterstützen, blockieren die veränderten Proteine die "Straßen" in den Nervenzellen.








































