Die Evolutionstheorien von Lamarck und Darwin im Vergleich
Die Evolutionstheorie Lamarck wurde von Jean-Baptiste de Lamarck, einem französischen Naturforscher, im Jahr 1809 in seinem Werk "Philosophie Zoologique" vorgestellt. Seine Theorie basiert auf dem Konzept der aktiven Anpassung von Lebewesen an ihre Umwelt. Lamarck ging davon aus, dass Organismen einen inneren Trieb zur Vervollkommnung besitzen und ihre Organe durch Gebrauch oder Nichtgebrauch verändern können.
Definition: Die Lamarcksche Evolutionstheorie basiert auf zwei Hauptprinzipien: dem Gebrauch und Nichtgebrauch von Organen sowie der Vererbung erworbener Eigenschaften.
Die Evolutionstheorie Darwin hingegen, die Charles Darwin entwickelte, unterscheidet sich fundamental von Lamarcks Ansatz. Darwin führte das Konzept der natürlichen Selektion ein, wonach sich Organismen nicht aktiv anpassen, sondern durch zufällige Variation und Auslese der am besten angepassten Individuen evolieren. Diese passive Anpassung steht im direkten Gegensatz zu Lamarcks Theorie der aktiven Anpassung.
Highlight: Die Unterschiede Lamarck und Darwin zeigen sich besonders in der Frage, ob Evolution aktiv oder passiv stattfindet und ob erworbene Eigenschaften vererbt werden können.