Frühe Biologische Evolution
Stell dir vor, eine große Zelle "verschluckt" eine kleinere - und statt sie zu verdauen, leben beide zusammen und helfen sich gegenseitig. Genau das beschreibt die Endosymbiontentheorie, eine der faszinierendsten Erklärungen für die Entstehung unserer heutigen Zellen.
Der Prozess lief so ab: Ein großer Urprokaryot nahm durch Phagozytose kleinere Bakterien auf. Diese kleineren Prokaryoten überlebten aber im Inneren und entwickelten eine Symbiose mit der Wirtszelle - beide profitierten voneinander.
Aus aeroben heterotrophen Prokaryoten entstanden so die Mitochondrien, die heute unsere Kraftwerke sind. Aus fotoautotrophen Prokaryoten entwickelten sich die Plastide (Chloroplasten), die Photosynthese betreiben. Diese Organellen haben deshalb zwei Membranen - eine vom ursprünglichen Prokaryot und eine von der Wirtszelle.
Merktipp: Die doppelte Membran von Mitochondrien und Chloroplasten ist wie ein "Beweisstück" für diese Theorie!
Die Beweise sind ziemlich überzeugend: Beide Organellen haben noch eigenes Erbgut, ihre Proteine ähneln denen von Prokaryoten, und ihre Größe stimmt mit Bakterien überein. Sogar ihre Ribosomen sind praktisch identisch mit denen von Prokaryoten.
Was die Theorie aber nicht erklärt, ist die Entstehung anderer Organellen oder wie die regulierte Mitose und Meiose entstanden sind. Hier gibt es noch viele spannende Rätsel zu lösen!