Erregungsweiterleitung - Wie Nervenzellen Signale transportieren
Stell dir vor, dein Nervensystem ist wie ein riesiges Kommunikationsnetzwerk. Die Erregungsleitung transportiert elektrische Signale entlang von Nervenzellen, damit dein Gehirn mit dem Rest des Körpers "sprechen" kann.
Alles beginnt am Axonhügel eines Neurons, wo die Erregung entsteht. Das elektrische Signal, genannt Aktionspotential, wandert dann das Axon entlang - wie eine Nachricht, die durch ein Kabel geschickt wird. Die Spannung an der Zellmembran ändert sich dabei ständig.
Je nach Nervenzell-Typ gibt es zwei verschiedene Wege: kontinuierliche oder saltatorische Erregungsleitung. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, aber das Ziel ist immer dasselbe - das Signal soll schnell und effizient am Ende der Zelle ankommen.
Wichtig: Am Ende des Neurons wartet die Synapse - hier wird das Signal an die nächste Zelle weitergegeben!
Kontinuierliche Erregungsleitung - Der langsamere Weg
Bei der kontinuierlichen Erregungsleitung ist die Nervenzelle nicht isoliert. Das bedeutet: An jeder Stelle der Axonmembran muss eine Depolarisation stattfinden - das Signal "arbeitet" sich Millimeter für Millimeter voran.
Das ist ziemlich langsam, aber die Natur hat einen Trick: Je dicker das Axon, desto schneller die Leitung! Wie bei einem Wasserschlauch - durch ein dickeres Rohr fließt mehr Wasser in derselben Zeit. Deshalb haben manche Tiere wie Tintenfische Riesenaxone mit bis zu einem Millimeter Durchmesser.
Die Geschwindigkeit erreicht maximal 30 m/s. Das klingt schnell, aber im Vergleich zur anderen Methode ist es ein Schneckentempo. Trotzdem funktioniert es bei wirbellosen Tieren prima!