Die Mendelschen Gesetze sind die Grundregeln der Vererbung, die zeigen,... Mehr anzeigen
Die Mendelschen Gesetze einfach erklärt





1. Mendelsches Gesetz - Uniformitätsregel
Stell dir vor, du kreuzst zwei reinerbige Pflanzen miteinander - das Ergebnis ist immer einheitlich! Das erste Mendelsche Gesetz besagt: Wenn zwei homozygote (reinerbige) Individuen gekreuzt werden, die sich in einem Merkmal unterscheiden, sind alle Nachkommen gleich.
Bei einem dominant-rezessiven Erbgang setzt sich das dominante Merkmal durch. Kreuzst du gelbe Erbsensamen (GG) mit grünen (gg), werden alle Nachkommen gelb (Gg), weil Gelb dominant ist.
Beim intermediären Erbgang entsteht eine Mischung. Kreuzt man weiße Wunderblumen (WW) mit roten (RR), werden alle Nachkommen rosa (WR) - ein Kompromiss zwischen beiden Farben.
Merktipp: In der F1-Generation sehen alle Nachkommen gleich aus, egal welcher Erbgang vorliegt!

2. Mendelsches Gesetz - Spaltungsregel
Jetzt wird's interessant! Wenn du die einheitlichen F1-Nachkommen untereinander kreuzst, kommt die Spaltungsregel zum Tragen. Die ursprünglichen Merkmale der Großeltern tauchen plötzlich wieder auf.
Bei dominant-rezessiven Erbgängen entsteht das berühmte 3:1-Verhältnis im Phänotyp. Von vier Nachkommen zeigen drei das dominante und einer das rezessive Merkmal. Der Genotyp spaltet sich im Verhältnis 1:2:1 auf.
Bei intermediären Erbgängen ist es anders: Hier spalten sich sowohl Phänotyp als auch Genotyp im Verhältnis 1:2:1. Das bedeutet, du bekommst ein Viertel der einen Farbe, die Hälfte gemischt und ein Viertel der anderen Farbe.
Prüfungstipp: Das Punnett-Quadrat hilft dir dabei, die Spaltungsverhältnisse zu berechnen!

3. Mendelsches Gesetz - Unabhängigkeitsregel
Das dritte Gesetz zeigt, wie sich verschiedene Merkmale unabhängig voneinander vererben. Die Unabhängigkeitsregel besagt: Gene für unterschiedliche Merkmale werden getrennt vererbt, wenn sie auf verschiedenen Chromosomenpaaren liegen.
Das funktioniert aber nur, wenn die Gene wirklich auf verschiedenen Chromosomen sitzen. Dann entstehen bei der Geschlechtszellenbildung neue Kombinationen, die es in der Elterngeneration so nicht gab.
Bei der dihybriden Kreuzung (zwei Merkmale gleichzeitig) entstehen 16 verschiedene Kombinationen. Am Beispiel der Erbsenpflanzen siehst du, wie sich Hülsenfarbe und Hülsenform unabhängig voneinander aufteilen.
Wichtig: Diese Regel gilt nur für Gene auf verschiedenen Chromosomen - gekoppelte Gene verhalten sich anders!

Kreuzungsschema der dihybriden Kreuzung
Das Punnett-Quadrat für zwei Merkmale sieht komplizierter aus, funktioniert aber nach dem gleichen Prinzip. Bei der F2-Generation entstehen 16 mögliche Kombinationen aus den Gameten GR, Gr, gR und gr.
Die verschiedenen Genotypkombinationen zeigen, wie sich die Merkmale neu zusammensetzen. Manche Nachkommen haben Eigenschaften, die weder bei den Eltern noch bei den Großeltern in dieser Kombination vorkamen.
Das 9:3:3:1-Verhältnis ist typisch für dihybride Kreuzungen beim dominant-rezessiven Erbgang. Neun Individuen zeigen beide dominanten Merkmale, je drei zeigen ein dominantes und ein rezessives Merkmal, und eines zeigt beide rezessiven Merkmale.
Übungstipp: Zeichne das Punnett-Quadrat Schritt für Schritt auf - so behältst du den Überblick!
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Die Mendelschen Gesetze einfach erklärt
Die Mendelschen Gesetze sind die Grundregeln der Vererbung, die zeigen, wie Eigenschaften von Eltern an ihre Nachkommen weitergegeben werden. Diese drei wichtigen Gesetze helfen dir zu verstehen, warum manche Kinder ihren Eltern ähnlich sehen und andere nicht.

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