Stressreaktion - Nervensystem und Hormone im Team
Bei Stress zeigen Nervensystem und Hormonsystem ihre perfekte Teamarbeit! Innerhalb von Sekunden bis Minuten wird dein Körper auf Höchstleistung getrimmt - ein evolutionärer Überlebensmechanismus, der heute bei Klassenarbeiten genauso abläuft wie früher bei der Flucht vor Raubtieren.
Die neuronale Stressachse reagiert blitzschnell: Der Hypothalamus aktiviert das Nebennierenmark über Nervenbahnen. Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet und sorgen sofort für erhöhte Herzfrequenz, bessere Durchblutung der Muskeln und erhöhten Blutdruck.
Parallel läuft die hormonelle Stressachse: Der Hypothalamus setzt CRH frei, die Hypophyse antwortet mit ACTH, und die Nebennierenrinde produziert Cortisol. Dieses Stresshormon mobilisiert Energiereserven durch Glykogen-, Fett- und Proteinabbau zu Glucose.
Doppelt hält besser: Neuronale Stressachse für sofortige Reaktion, hormonelle für längere Durchhaltefähigkeit!
Dauerstress wird problematisch: Permanent erhöhte Cortisolspiegel unterdrücken das Immunsystem, fördern Herz-Kreislauf-Erkrankungen und können zu Depressionen führen. Die negative Rückkopplung sorgt normalerweise dafür, dass die Stressreaktion wieder abgeschaltet wird - funktioniert sie nicht mehr richtig, wird Stress zur Krankheit.