Informationscodierung - Wie dein Gehirn Nachrichten verschlüsselt
Dein Nervensystem ist wie ein Hochleistungscomputer, der ständig zwischen analoger und digitaler Codierung wechselt. An Dendriten und Zellkörper läuft alles analog ab - je stärker der Reiz, desto größere Amplitude, je länger der Reiz, desto länger die Potentialverschiebung.
Im Axon wird's digital! Aktionspotentiale sind reine Alles-oder-Nichts-Signale - alle gleich stark, alle gleich lang. Die Information steckt in der Frequenz: Starke Erregung = viele APs pro Sekunde, schwache Erregung = wenige APs pro Sekunde.
Divergenz bedeutet: Ein Neuron erregt viele andere Info−Verteilung. Konvergenz bedeutet: Viele Neuronen erregen eins Info−Sammlung. Dein Nervensystem nutzt beide Prinzipien geschickt für komplexe Berechnungen.
An der Synapse passiert wieder Umcodierung: Hohe AP-Frequenz → viel Transmitter-Ausschüttung → starkes postsynaptisches Potential. Die Präsynapse ist ein Digital-Analog-Wandler, der Axonhügel ein Analog-Digital-Wandler.
Fun Fact: Dein Gehirn wechselt millionenfach pro Sekunde zwischen analog und digital - besser als jeder Computer!