Aufbau von Röhrenknochen - Dein körpereigenes Bauwerk
Stell dir vor, Ingenieure würden versuchen, einen Röhrenknochen nachzubauen - sie wären von der perfekten Konstruktion begeistert! Jeder Röhrenknochen besteht aus verschiedenen Bereichen, die alle ihre spezielle Aufgabe haben.
Die Diaphyse ist der lange Knochenschaft in der Mitte - sozusagen das Hauptgerüst. An den Enden findest du die Epiphysen (obere und untere), die mit Gelenkknorpel überzogen sind und für reibungslose Bewegungen sorgen. Zwischen diesen Bereichen liegt die Metaphyse, wo früher deine Wachstumsfugen aktiv waren.
Die Apophysen sind kleine Knochenvorsprünge, an denen Muskeln und Bänder ansetzen. Denk daran wie an Anker-Punkte für deine Bewegungsmuskulatur! In den Knochenenden findest du außerdem Spongiosa mit rotem Knochenmark - hier werden deine Blutzellen produziert.
Merktipp: Die Begriffe mit "Epi" (oben drauf), "Meta" (dazwischen) und "Dia" (hindurch) helfen dir, die Bereiche zu unterscheiden!
Feinbau - Die Details machen den Unterschied
Der Feinbau deiner Knochen zeigt, warum sie so unglaublich stabil und trotzdem nicht zu schwer sind. Das Periost (Knochenhaut) umhüllt wie eine Schutzschicht fast den ganzen Knochen - nur die Gelenkflächen bleiben frei.
Die Kompakta bildet die harte Rindenschicht aus dicht gepackten Knochenlamellen. Diese Kollagenfasern verlaufen parallel und geben dem Knochen seine Festigkeit. Darunter liegt die Spongiosa - ein schwammartiges Gewebe aus Knochenbälkchen (Trabekeln), die clever in Richtung der größten Belastung ausgerichtet sind.
Die Markhöhle im Knochenschaft spart Gewicht und enthält Fettmark. Das Periost versorgt den Knochen mit Nerven und Blutgefäßen und enthält wichtige Knochenstammzellen (Osteoblasten) für Reparaturen und Wachstum.
Faszinierend: Die Trabekel in der Spongiosa richten sich automatisch nach der Belastung aus - wie ein selbstoptimierendes Bauwerk!