Die Pyruvatdehydrogenase-Regulation
Die Pyruvatdehydrogenase (PDH) ist das nächste wichtige Regulationsenzym. Sie wandelt Pyruvat in Acetyl-CoA um, das in den Citratzyklus eingeht. Dieses Enzym hat zwei Formen: eine aktive (Dephospho-PDH) und eine inaktive (Phospho-PDH).
Die Regulation läuft über Phosphorylierung: Kinasen schalten das Enzym aus, Phosphatasen schalten es an. Wenn du viel ATP hast, wird die PDH inaktiviert - warum sollte dein Körper mehr Energie produzieren? Bei hohen Calcium- und Magnesiumkonzentrationen (Zellaktivierung) wird sie dagegen aktiviert.
Besonders schlau: Die Endprodukthemmung durch NADH + H+ und Acetyl-CoA. Wenn genug Produkte da sind, bremst sich die Reaktion selbst ab. So vermeidet dein Körper Überproduktion.
Niacin-Präparate (Vitamin B3) sollen angeblich "mehr Energie" bringen, weil sie zu NAD+ werden. Das ist aber Quatsch - mehr NADH führt sogar zur Hemmung des Glucoseabbaus. Marketing schlägt hier leider Biochemie.
Durchblick: Dein Stoffwechsel ist kein Motor, den man einfach "auftanken" kann - er reguliert sich selbst perfekt!