Elektrodenpotenzial und elektrochemische Doppelschicht
Das Elektrodenpotenzial ist ein zentrales Konzept in der Elektrochemie und beschreibt das elektrische Potenzial, das sich an der Grenzfläche zwischen einem Metall und seiner Salzlösung ausbildet. Dieses Phänomen ist eng mit der Entstehung der elektrochemischen Doppelschicht verbunden.
An der Phasengrenze zwischen Metall und Elektrolyt bildet sich eine Ladungstrennung aus. Diese elektrochemische Doppelschicht besteht aus einer starren und einer diffusen Schicht. Die starre Schicht liegt direkt an der Metalloberfläche an, während sich die diffuse Schicht in die Lösung erstreckt.
Definition: Elektrochemische Doppelschicht - Eine Anordnung von Ladungen an der Grenzfläche zwischen Elektrode und Elektrolyt, die aus einer starren und einer diffusen Schicht besteht.
Das Elektrodenpotenzial ist entscheidend für die Berechnung von Zellspannungen in galvanischen Zellen. Die Zellspannung ergibt sich aus der Differenz der Elektrodenpotenziale von Kathode und Anode:
U = U₀(Akzeptor) - U₀(Donator)
Example: Für das Daniell-Element mit Kupfer als Kathode und Zink als Anode beträgt die Zellspannung: U = U₀(Cu²⁺/Cu) - U₀(Zn²⁺/Zn) = 0,34V - = 1,1V
Diese Berechnung zeigt, wie die Kenntnis der Elektrodenpotenziale zur Vorhersage der Spannung einer galvanischen Zelle genutzt werden kann.




