Gestaltung einer Spielvorlage und Darstellung von Wut
Dieser Abschnitt konzentriert sich auf zwei Hauptthemen: die Gestaltung einer Spielvorlage für das Darstellende Spiel und die Darstellung von Wut auf der Bühne.
Die Gestaltung einer Spielvorlage wird als wesentliches Element für die schriftliche Fixierung eines dramaturgischen Stückes vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf der reellen Aufführbarkeit.
Highlight: Eine vollständige Spielvorlage besteht aus sieben Elementen:
- Datum
- Name der Mitwirkenden
- (Arbeits-)Titel des Stückes
- Benennung und Zuordnung der Rollen
- Benennung und ggf. Zuordnung der Requisiten, Hilfsmittel, Kostüme
- Spielhandlung mit Haupttext (Dialoge, Monologe) und Nebentext (Regieanweisungen)
- Bühnenraumskizze zum Spielauftakt, ggf. inkl. Laufwege im Neunerfeld
Der zweite Teil des Abschnitts befasst sich mit der Darstellung von Wut, wobei zwischen "kalter" und "warmer" Wut unterschieden wird.
Definition: Kalte Wut zeichnet sich durch extreme Selbstbeherrschung, kontrolliertes, scheinbar emotionsloses Handeln und teils ironische Sprache aus. Sie äußert sich oft in geplanter Rache.
Example: Warme Wut hingegen ist impulsiv und spontan. Die Person ist von Gefühlen überwältigt, spricht unkontrolliert und zeigt extreme Mimik und Gestik.
Für die Figurenentwicklung im Darstellenden Spiel ist es wichtig, diese unterschiedlichen Ausdrucksformen von Wut zu verstehen und umsetzen zu können.
Vocabulary: Nonverbale Ausdrucksformen von Wut können Zittern, hysterisches Lachen oder hohe Körperspannung umfassen.
Das Dokument betont, dass warme Wut oft mit hoher Körperspannung, rotem Kopf, Empathielosigkeit und aggressiver oder vulgärer Wortwahl einhergeht. Diese detaillierten Beschreibungen bieten wertvolle Übungen für das Darstellende Spiel und helfen bei der authentischen Darstellung von Emotionen auf der Bühne.



