Struktur des Romans: Erstes Buch (Frühling bis Herbst)
"Die Leiden des jungen Werther" beginnt im Frühling mit Werthers Ankunft an einem neuen Ort. Der Roman ist in Briefform geschrieben, wodurch wir direkt Einblick in Werthers Gedankenwelt bekommen. In den ersten Briefen vom 4. Mai bis 30. Mai ist Werther noch positiv gestimmt - er freut sich, seinen alten Verhältnissen entkommen zu sein und schwärmt von der Natur, während er eine Erbschaftsangelegenheit für seine Mutter regelt.
Der entscheidende Wendepunkt kommt zwischen dem 16. Juni und 26. Juli, als Werther Lotte auf einem Tanzball kennenlernt und sich sofort in sie verliebt. Er ist völlig fasziniert von ihrer Anmut und ihrem Wesen. In den folgenden Wochen besucht er sie regelmäßig im Jagdhaus ihres Vaters und glaubt, dass sie ähnlich für ihn empfindet. Die Charakterisierung Lottes als vollkommenes Wesen dominiert seine Gedanken.
Achtung: Für eine Briefanalyse in der Klausur sind besonders die emotionalen Ausbrüche Werthers wichtig. Achte auf Sätze wie "Wie froh bin ich, daß ich weg bin" oder "Und doch bin ich nicht im Stande, dir zu sagen, wie sie vollkommen ist" - sie zeigen seine wechselnden Gemütszustände!
Die Erzählperspektive in den Briefen erlaubt uns direkte Einblicke in Werthers Gefühlswelt. Seine anfängliche Begeisterung für die Natur spiegelt seine positive Grundstimmung wider, bevor sein Leben durch die Liebe zu Lotte aus dem Gleichgewicht gerät.






























