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Charakterisierung der Hauptfiguren von Der Trafikant

Charakterisierung der Hauptfiguren von Der Trafikant

 2. Charakterisierung der Hauptfiguren
Franz Huchel
geboren am 7. August 1920 in Nußdorf am Attersee, im österreichischen
Salzkammergut und

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Cedric Wolf

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2. Charakterisierung der Hauptfiguren Franz Huchel geboren am 7. August 1920 in Nußdorf am Attersee, im österreichischen Salzkammergut und ist bei Handlungsbeginn 17 Jahre alt, ein Dorfjunge (»Burschi<<) aus bescheidenen Verhältnissen, als Einzelkind und ohne Vater in einem kleinen Fischerhaus aufgewachsen fröhlicher, herzensguter Junge ● ● ● ● ● ● ● fleißig, zuverlässig innige und wechselseitig vertrauensvolle Beziehung zur Mutter reift in der Großstadt Wien vom Kind zum Mann (Selbstfindungsphase) Lehrling in der Trafik Frau Huchel Mitte vierzig, von harter Arbeit gezeichnet, aber noch immer recht attraktiv Geliebte des reichen Alois Preininger, der für den Unterhalt von Mutter und Sohn sorgt, bis er durch einen Unfall ums Leben kommt schickt ihren Sohn nach Wien, gibt ihm die Chance, erwachsen zu werden, bleibt in engem Kontakt mit ihm; freut sich an seiner Entwicklung, behandelt ihn zunehmend auf Augenhöhe findet in Otto Trsnjek einen Mentor und ein Vorbild in gesellschaftspolitischen Fragen; lernt, sich eine eigene Meinung zu bilden ist beeindruckt vom Psychoanalytiker Freud, zeigt Interesse an dessen Erfindung der Psychoanalyse und lässt sich vom allgemeinen Judenhass nicht in seiner Freundschaft zu Freud verunsichern wünscht sich eine dauerhafte Beziehung zu Anezka, macht immer wieder neue Anläufe, bis er begreift, dass er für sie nur einer unter vielen Liebhabern ist ● zunächst abwartend in ihrer Haltung gegenüber Juden (»Dass er ein Jud ist [...], ist vielleicht nicht angenehm, aber man muss halt schauen.«<), den Nationalsozialisten begegnet sie mit...

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Argwohn hat in der Nacht, als Franz die Hose hisst, eine Ahnung, dass ihr Sohn in Gefahr ist Otto Trsnjek Kriegsinvalide aus dem Ersten Weltkrieg und beinamputiert, läuft mit Hilfe von Achselkrücken ● Hilfsbereit, freundlich, aufgeschlossen, mutig ● Besitzer einer Trafik in Wien, deren Warensortiment er seine Freunde und Familie nennt kritischer Zeitungsleser (»Die Zeitungslektüre nämlich sei das einzig Wichtige [...] am Trafikantendasein.«), stets informiert und politisch gebildet, hat eine eigene Meinung, zu der er steht zeigt Zivilcourage, stellt nach dem ersten Anschlag den Fleischer Roßhuber als Nazi an den Pranger, klagt die schweigende Menge an Sigmund Freud verkauft unter dem Ladentisch »zärtliche Magazine«<, was der Gestapo später einen Vorwand für seine Verhaftung liefert stirbt nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ● ● raucht gerne Zigarren Frau & Tochter Anna Begründer der Psychoanalyse Stammkunde in der Trafik über 80 Jahre alter und kranker Professor ● als Jude durch den zunehmenden Nationalsozialismus bedroht, sieht mit großer Sorge in die Zukunft, ist sich im Gegensatz zu anderen bewusst, dass eine Katastrophe heraufzieht fühlt sich zu Franz hingezogen wegen dessen Offenheit und jugendlicher Unbedarftheit emigriert am 4. Juni 1938 mit seiner Familie über Paris nach London und entkommt so den Nationalsozialisten Anezka zwanzig Jahre alt, blond, mit einem rundlichen Mädchengesicht stammt aus Böhmen, Teil des heutigen Tschechiens, spricht einen unverkennbaren Dialekt unehrlich, egoistisch ● lebt in Wien in ärmlichen Verhältnissen von Gelegenheitsjobs, hat keine Arbeitsgenehmigung ● ist sexuell erfahren und staunt über Franz' Naivität (»Haben wir gesoffen, haben wir getanzt - und was machen wir jetzt?«), für sie ist Franz nur eine Affäre von vielen ist auf ihren Vorteil bedacht: lässt sich von Franz das Essen kaufen, als sie ausgehungert ist, lässt sich von dem Nazi-Kritiker Heinz beschützen, lässt sich mit einem Nazi ein, nachdem Heinz verhaftet worden ist

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