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Charakterisierung Emilia Galotti

Charakterisierung Emilia Galotti

 Charakterisierung von Figuren im Gespräch – Auszug aus Lessings „Emilia Galotti“
AbiBox S. 114-118, S. 118 Nr. 2a, b, c
Emilia Galotti (177

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-Emilia Galotti

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Charakterisierung von Figuren im Gespräch – Auszug aus Lessings „Emilia Galotti“ AbiBox S. 114-118, S. 118 Nr. 2a, b, c Emilia Galotti (1772)_[Auzug] Von Gotthold Ephraim Lessing 5 15 [...] [...] EMILIA. Eben da! Was ist dem Laster Kirch' und Altar? - Ach, meine Mutter! (Sich ihr in die Arme werfend.) CLAUDIA. Rede, meine Tochter! - Mach meiner Furcht ein Ende. - Was kann dir da, an heiliger Stätte, so Schlimmes begegnet sein? EMILIA. Nie hätte meine Andacht inniger, brünstiger sein sol-zeigt ihre Tugend-kirchliches Gebet einen len als heute: nie ist sie weniger gewesen, was sie sein sollte. Tag vor der Hochzeit 20 2. AUFZUG, 6. AUFTRITT Emilia und Claudia Galotti. EMILIA (stürzet in einer ängstlichen Verwirrung herein). Wohl mir! wohl mir! - Nun bin ich in Sicherheit. Oder ist er mir gar gefolgt? (Indem sie den Schleier zurückwirft und ihre Mutter erblicket.) Ist er, meine Mutter? ist er? Nein, dem Himmel sei Dank! 25 EMILIA. Und sündigen wollen auch sündigen. CLAUDIA. Das hat meine Emilia nicht wollen! 35 40 CLAUDIA. Wir sind Menschen, Emilia. Die Gabe zu beten ist →→ fromm nicht immer in unserer Gewalt. Dem Himmel ist beten wol- len auch beten. • wiederholter Aueruf → fühlt sich zuhause wohl und in Sicherheit • wiederholte Frage →→ Zeigt Angst/Verwirrung • emotional und Ich konnte weder vor noch zur Seite rücken - so gern ich auch wollte; aus Furcht, daß eines andern Andacht mich...

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in meiner stören möchte. - Andacht! das war das Schlimmste, was ich besorgte. – Aber es währte nicht lange, so hört' ich, ganz nah an meinem Ohre - nach einem tiefen Seufzer nicht den Namen einer Heiligen – den Namen – zürnen Sie nicht, meine Mutter - den Namen Ihrer Tochter! - Mei- ● • zeigt ihre Enttäusching/schlechtes Gewissen ● EMILIA. Nein, meine Mutter; so tief ließ mich die Gnade nicht weist Sünden fall sinken. - Aber daß fremdes Laster uns, wider unsern Wil- ugendhafte Scheu und Angst vor Verführung von sich • len, zu Mitschuldigen machen kann! zum Laster 30 CLAUDIA. Fasse dich! - Sammle deine Gedanken, soviel dir möglich. - Sag es mir mit eins, was dir geschehen. EMILIA. Eben hatt' ich mich - weiter von dem Altare, als ich sonst pflege - denn ich kam zu spät-, auf meine Knie ge- lassen. Eben fing ich an, mein Herz zu erheben: als dicht. Metapher hinter mir etwas seinen Platz nahm. So dicht hinter mir! ● Ausruf religiós aufgeladene Begriffe unerfahrenheit und Naivität im Umgang mit männlichem Begehren •zeigt ihre Hitschuld, welche ihr ein schlechtes Gewissen gibt, da es nicht tugend ist eingeschobene Nebensätze dienen aur besseren Vorstellung →genaue Beschreibung des Geschehens nen Namen! - O daß laute Donner mich verhindert hätten, mehr zu hören! - 60 CLAUDIA. Wen, ihn selbst? EMILIA. Den Prinzen. 70 [...] EMILIA. Raten Sie, meine Mutter, raten Sie - Ich glaubte in die traut sich zunächst nicht den Namen auszusprechen Erde zu sinken - Ihn selbst. - Metapher • kurzer Satz 65 CLAUDIA. Wenn du in deiner Verwirrung auch ihn das hättest hören lassen! 75 80 CLAUDIA. Den Prinzen! - O gesegnet sei die Ungeduld deines Vaters, der eben hier war und dich nicht erwarten wollte! EMILIA. Mein Vater hier? - und wollte mich nicht erwarten? 85 EMILIA. Nun, meine Mutter? - Was hätt' er an mir Strafbares von ihrer Unschuld ül finden können? CLAUDIA. Nichts; ebensowenig als an mir. Und doch, doch - Ha, du kennest deinen Vater nicht! In seinem Zorne hätt' er den unschuldigen Gegenstand des Verbrechens mit unschuld dem Verbrecher verwechselt. In seiner Wut hätt' ich ihm geschienen, das veranlaßt zu haben, was ich weder ver- hindern noch vorhersehen können. – Aber weiter, meine Tochter, weiter! Als du den Prinzen erkanntest Ich will hoffen, daß du deiner mächtig genug warest, ihm in einem Blicke alle die Verachtung zu bezeigen, die er verdienst. EMILIA. Das war ich nicht, meine Mutter! Nach dem Blicke, mit dem ich ihn erkannte, hatt' ich nicht das Herz, einen zweiten auf ihn zu richten. Ich floh CLAUDIA. Und der Prinz dir nach - EMILIA. Was ich nicht wußte, bis ich in der Halle mich bei der Hand ergriffen fühlte. Und von ihm! Aus Scham mußt' ich standhalten: mich von ihm loszuwinden würde die Vorbei- gehenden zu aufmerksam auf uns gemacht haben. 105 EMILIA. Aber, nicht, meine Mutter? Der Graf muß das wissen. Ihm muß ich es sagen. [...] [...] [...] EMILIA. Sie wissen, meine Mutter, wie gern ich Ihren bessern Einsichten mich in allem unterwerfe. - Aber, wenn er es 120 ● 125 Emilia stellt viele Fragen → zeigt Verwirrung / Ungewissheit überzeugt • Herz als tugendhaft • beschreibt ihren fehlenden Hut • Sie beenden ihre sabe nicht / ● fallen sich ins work will ihren Verlobten einweihen | Wahrheit er- zählen ehrlich • Sie sagt es mit fester Überzeugung / fostem Willen von einem andern erführe, daß der Prinz mich heute ge- sprochen? Würde mein Verschweigen nicht, früh oder spät, seine Unruhe vermehren? - Ich dächte doch, ich behielte. Plötzlich der Meinung es ihrem Verldoten lieber vor ihm nichts auf dem Herzen. CLAUDIA. Schwachheit! verliebte Schwachheit! - Nein, durch- au verheimlichen aus nicht, meine Tochter! Sag ihm nichts. Laß ihn nichts unter wirft sich willig dem willen ihrer merken! Mutter → zeigt sich als fromme und gehorsame Tochter →→stellt bereitwillig eigene Wünsche in den Hinter- grund 130 135 140 145 ● • hört ledig auf den willen ihrer Mutter •unmündig EMILIA. Nun ja, meine Mutter! Ich habe keinen Willen gegen den Ihrigen. - Aha! (Mit einem tiefen Atemzuge.) Auch wird mir wieder ganz leicht. - Was für ein albernes, furchtsa- mes Ding ich bin! Nicht, meine Mutter?-Ich hätte mich tugendhaft – noch wohl anders dabei nehmen können und würde mir ● zeigt Einsicht ebensowenig vergeben haben. CLAUDIA. Ich wollte dir das nicht sagen, meine Tochter, be- Frage zeigt, dass sie Bestätigung braucht vor dir es dein eigner gesunder Verstand sagte. Und ich sieht ihre Meinung als richtig (11 gesund") ● an wußte, er wurde dir es sagen, sobald du wieder zu dir selbst gekommen. - Der Prinz ist galant. Du bist die unbe- deutende Sprache der Galanterie zu wenig gewohnt. Eine Höflichkeit wird in ihr zur Empfindung, eine Schmeichelei zur Beteurung, ein Einfall zum Wunsche, ein Wunsch zum Vorsatze. Nichts klingt in dieser Sprache wie alles, und alles ist in ihr so viel als nichts. EMILIA. O meine Mutter! - so müßte ich mir mit meiner Furcht vollends lächerlich vorkommen! - Nun soll er gewiß nichts davon erfahren, mein guter Appiani! Er könnte mich leicht für mehr eitel als tugendhaft halten. - Hui! daß er da selbst kömmt! Es ist sein Gang. →→→wusste, dass Emilia bald auch ihre Meinung teilt • Spiegelt willen ihrer Mutter wieder ↳ halt ihn nun für gut und lässt sich leicht überzeugen • ist es wichtig, dass ihr Verlobter Sie far tugendhaft hält Abibox S. 118/2c - Zuerst beunruight, aufgewühlt und muss erst beruhigt werden, damit sie über das Geschehene berichten kann → Opferrolle - Nachdem kennt sie ihre Unschuld an, da sie nichts falsch gemacht hat, ist nicht am Vorfall schuld Unschuldigkeit, tugendhaft · will ihr Gewissen bereinigen, indem sie ihrem Verlobten davon erzählt →gutes Wissen erlangen, Ehrlichkeit - nimmt letzendlich Meinung ihrer Mutter an und verwirft ihre Idee → gehorsame, gute Tochter

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in meiner stören möchte. - Andacht! das war das Schlimmste, was ich besorgte. – Aber es währte nicht lange, so hört' ich, ganz nah an meinem Ohre - nach einem tiefen Seufzer nicht den Namen einer Heiligen – den Namen – zürnen Sie nicht, meine Mutter - den Namen Ihrer Tochter! - Mei- ● • zeigt ihre Enttäusching/schlechtes Gewissen ● EMILIA. Nein, meine Mutter; so tief ließ mich die Gnade nicht weist Sünden fall sinken. - Aber daß fremdes Laster uns, wider unsern Wil- ugendhafte Scheu und Angst vor Verführung von sich • len, zu Mitschuldigen machen kann! zum Laster 30 CLAUDIA. Fasse dich! - Sammle deine Gedanken, soviel dir möglich. - Sag es mir mit eins, was dir geschehen. EMILIA. Eben hatt' ich mich - weiter von dem Altare, als ich sonst pflege - denn ich kam zu spät-, auf meine Knie ge- lassen. Eben fing ich an, mein Herz zu erheben: als dicht. Metapher hinter mir etwas seinen Platz nahm. So dicht hinter mir! ● Ausruf religiós aufgeladene Begriffe unerfahrenheit und Naivität im Umgang mit männlichem Begehren •zeigt ihre Hitschuld, welche ihr ein schlechtes Gewissen gibt, da es nicht tugend ist eingeschobene Nebensätze dienen aur besseren Vorstellung →genaue Beschreibung des Geschehens nen Namen! - O daß laute Donner mich verhindert hätten, mehr zu hören! - 60 CLAUDIA. Wen, ihn selbst? EMILIA. Den Prinzen. 70 [...] EMILIA. Raten Sie, meine Mutter, raten Sie - Ich glaubte in die traut sich zunächst nicht den Namen auszusprechen Erde zu sinken - Ihn selbst. - Metapher • kurzer Satz 65 CLAUDIA. Wenn du in deiner Verwirrung auch ihn das hättest hören lassen! 75 80 CLAUDIA. Den Prinzen! - O gesegnet sei die Ungeduld deines Vaters, der eben hier war und dich nicht erwarten wollte! EMILIA. Mein Vater hier? - und wollte mich nicht erwarten? 85 EMILIA. Nun, meine Mutter? - Was hätt' er an mir Strafbares von ihrer Unschuld ül finden können? CLAUDIA. Nichts; ebensowenig als an mir. Und doch, doch - Ha, du kennest deinen Vater nicht! In seinem Zorne hätt' er den unschuldigen Gegenstand des Verbrechens mit unschuld dem Verbrecher verwechselt. In seiner Wut hätt' ich ihm geschienen, das veranlaßt zu haben, was ich weder ver- hindern noch vorhersehen können. – Aber weiter, meine Tochter, weiter! Als du den Prinzen erkanntest Ich will hoffen, daß du deiner mächtig genug warest, ihm in einem Blicke alle die Verachtung zu bezeigen, die er verdienst. EMILIA. Das war ich nicht, meine Mutter! Nach dem Blicke, mit dem ich ihn erkannte, hatt' ich nicht das Herz, einen zweiten auf ihn zu richten. Ich floh CLAUDIA. Und der Prinz dir nach - EMILIA. Was ich nicht wußte, bis ich in der Halle mich bei der Hand ergriffen fühlte. Und von ihm! Aus Scham mußt' ich standhalten: mich von ihm loszuwinden würde die Vorbei- gehenden zu aufmerksam auf uns gemacht haben. 105 EMILIA. Aber, nicht, meine Mutter? Der Graf muß das wissen. Ihm muß ich es sagen. [...] [...] [...] EMILIA. Sie wissen, meine Mutter, wie gern ich Ihren bessern Einsichten mich in allem unterwerfe. - Aber, wenn er es 120 ● 125 Emilia stellt viele Fragen → zeigt Verwirrung / Ungewissheit überzeugt • Herz als tugendhaft • beschreibt ihren fehlenden Hut • Sie beenden ihre sabe nicht / ● fallen sich ins work will ihren Verlobten einweihen | Wahrheit er- zählen ehrlich • Sie sagt es mit fester Überzeugung / fostem Willen von einem andern erführe, daß der Prinz mich heute ge- sprochen? Würde mein Verschweigen nicht, früh oder spät, seine Unruhe vermehren? - Ich dächte doch, ich behielte. Plötzlich der Meinung es ihrem Verldoten lieber vor ihm nichts auf dem Herzen. CLAUDIA. Schwachheit! verliebte Schwachheit! - Nein, durch- au verheimlichen aus nicht, meine Tochter! Sag ihm nichts. Laß ihn nichts unter wirft sich willig dem willen ihrer merken! Mutter → zeigt sich als fromme und gehorsame Tochter →→stellt bereitwillig eigene Wünsche in den Hinter- grund 130 135 140 145 ● • hört ledig auf den willen ihrer Mutter •unmündig EMILIA. Nun ja, meine Mutter! Ich habe keinen Willen gegen den Ihrigen. - Aha! (Mit einem tiefen Atemzuge.) Auch wird mir wieder ganz leicht. - Was für ein albernes, furchtsa- mes Ding ich bin! Nicht, meine Mutter?-Ich hätte mich tugendhaft – noch wohl anders dabei nehmen können und würde mir ● zeigt Einsicht ebensowenig vergeben haben. CLAUDIA. Ich wollte dir das nicht sagen, meine Tochter, be- Frage zeigt, dass sie Bestätigung braucht vor dir es dein eigner gesunder Verstand sagte. Und ich sieht ihre Meinung als richtig (11 gesund") ● an wußte, er wurde dir es sagen, sobald du wieder zu dir selbst gekommen. - Der Prinz ist galant. Du bist die unbe- deutende Sprache der Galanterie zu wenig gewohnt. Eine Höflichkeit wird in ihr zur Empfindung, eine Schmeichelei zur Beteurung, ein Einfall zum Wunsche, ein Wunsch zum Vorsatze. Nichts klingt in dieser Sprache wie alles, und alles ist in ihr so viel als nichts. EMILIA. O meine Mutter! - so müßte ich mir mit meiner Furcht vollends lächerlich vorkommen! - Nun soll er gewiß nichts davon erfahren, mein guter Appiani! Er könnte mich leicht für mehr eitel als tugendhaft halten. - Hui! daß er da selbst kömmt! Es ist sein Gang. →→→wusste, dass Emilia bald auch ihre Meinung teilt • Spiegelt willen ihrer Mutter wieder ↳ halt ihn nun für gut und lässt sich leicht überzeugen • ist es wichtig, dass ihr Verlobter Sie far tugendhaft hält Abibox S. 118/2c - Zuerst beunruight, aufgewühlt und muss erst beruhigt werden, damit sie über das Geschehene berichten kann → Opferrolle - Nachdem kennt sie ihre Unschuld an, da sie nichts falsch gemacht hat, ist nicht am Vorfall schuld Unschuldigkeit, tugendhaft · will ihr Gewissen bereinigen, indem sie ihrem Verlobten davon erzählt →gutes Wissen erlangen, Ehrlichkeit - nimmt letzendlich Meinung ihrer Mutter an und verwirft ihre Idee → gehorsame, gute Tochter