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Der Besuch der alten Dame: Zusammenfassung

11.6.2021

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--Informationen zu Güllen und seinen Bürgern-
Güllen
verwahrlost, zerfallen und ruiniert
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war mal eine Kulturstadt (eine der
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--Informationen zu Güllen und seinen Bürgern- Güllen verwahrlost, zerfallen und ruiniert (Seite 13/14) war mal eine Kulturstadt (eine der ersten überhaupt), Göhte übernachtete dort, Expresszüge hielten an (Seite 14) politisch ruiniert, der Pfandbeamte pfändet (Seite 15) pleite, ,,unsere Kassen sind leer" (Seite 16) > ,,Platz-an-der-Sonne-Hotel" geht bankrott (Seite 16) Bewohner Güllens verwahrlost (Seite 13) > arbeitslos & bankrott (Seite 14) > alle schäbig gekleidet", der Bürgermeister, Lehrer, III, Pfarrer (Seite 16) niemand bezahlt Steuern (Seite 16) > niemand hat eine Uhr (Seite 18) nur Claire und III werden bei ihrem Namen genannt, die anderen Charaktere werden durchnummeriert oder bei ihrem Beruf genannt es gibt einen Lehrer, Arzt, Bürgermeister, Bahnhofsvorstand, Pfarrer, Maler, Polizist „leben" von der Arbeitslosenunterstützung (Suppenanstalt - Seite 14) ,,Die Besuchten": Das Personenverzeichnis fasst alle Güllener unter der Kategorie ,,Die Besuchten" (S. 11) zusammen. Ihr gehören Ill mit Frau und Kindern an sowie der Bürgermeister mit seiner Familie, ferner Pfarrer, Lehrer und Polizist. Kleinere Auftritte haben der Arzt ,,Doktor Nüßlin" (S. 30), ein Maler, ein ,,Turner" (S. 40), ein ,,Sigrist" (S. 73) und Fräulein Luise, außerdem zwei Frauen und vier weitere Männer. Sie alle sind zu Beginn ,,aufs unbeschreiblichste verwahrlost" (S. 13), am Ende treten sie ,,in Abendkleidern und Fräcken" (S. 132) auf. Die Güllener als Kollektiv: Zwar stechen die bereits näher charakterisierten Einzelrollen, wie beispielsweise der Bürgermeister und Frau Ill, in einigen Szenen immer wieder als Figuren mit einem gewissen eigenen Charakter heraus. Größtenteils jedoch stellt sich die Güllener Bürgerschaft als ein...

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in sich geschlossenes Kollektiv dar. Dies wird nicht zuletzt daran deutlich, dass sich die Bürger im Laufe des Stückes immer wieder zu Gruppen zusammenfinden: als ,,der gemischte Chor und die Jugendgruppe" (S. 28); beim Empfang für Claire im ,,Goldenen Apostel" (S. 16); wenn sie sich um Ill ,,scharen" (S. 83) und so seine Flucht verhindern; beim ,,Gemeindeanlaß" (S. 119) zu Ills Verurteilung; und als die ,,zwei Chöre" (S. 132) bei Claires Abreise. Alfred Ill > 65 Jahre alt, war mal ein Kerl (Seite 18) > schäbig gekleidet (Seite 16) > führt einen Krämerladen > soll der Nachfolger des Bürgermeisters werden (Seite 20) > war gut mit Claire befreundet - er nennt sie ,,Klara" (Seite 18) > > erzählt nichts über die Liebschaft mit Claire erzählt, dass das Leben sie trennte, erwähnt aber die Schwangerschaft und Liebe nicht (Seite 18) > spricht gut über Claire (Seite 19) > als Geld thematisiert wird spricht er Claire mit ihrem Nachnamen an (unpersönlich, als wenn er Claire ausnutzen wollte) > Soll der Stadt Güllen durch Claire Geld besorgen, weil er sie gut kennt (Seite 19) > Er wandelt sich vom Lügner und Opportunisten zum Helden des Dramas Claire Zachanassian 62 Jahre alt, rothaarig, trägt viel Schmuck > Seit einem Flugzeugabsturz, welchen sie als einzige überlebte, trägt sie mehrere Prothesen > Als Jugendliche trug sie den Namen Klara Wäscher und lebte in Güllen > Sie hat viele reiche Männer geheiratet, welche ihr zu ihrem Reichtum verhalfen Weltweit bekannte Milliardärin Möchte das die Güllener Alfred Ill Töten, bietet den Bürgern dafür 1 Milliarde (nutzt die Armut des Städtchens Güllen aus) Hatte ein Liebesverhältnis mit Alfred Ill, welches zerbrach als Claire herausfand, dass sie schwanger von Ill ist. Dieser stritt seine Vaterschaft ab und bestach Zeugen mit 11 Schnaps (Koby und Loby- die Beiden) um seine Aussage zu bestätigen Das Kind wurde Claire genommen und starb mit wenigen Jahren Sie möchte Gerechtigkeit durch Ills Tod erlangen > Skrupellos und egoistisch > Claires Mutter lief ihrem Vater davon, ihr Vater starb später > Gerechtigkeit liebend Frau Ill: Mathilde Blumhard > Alfred Ill und Mathilde Blumhard haben eine Tochter (Ottilie) und einen Sohn (Karl) Der Bürgermeister: Sie hatte einen Krämerladen, als sie jung war Auf das Angebot für Gerechtigkeit reagiert sie - wie alle anderen Güllener auch schockiert und emotional, doch schließlich beginnt sie wie die anderen Güllener auch neue Klamotten und andere Gegenstände zu kaufen im Verlauf des Dramas schlägt er Ill offen vor Selbstmord zu begehen und fängt an Claires Position zu unterstützen Der Lehrer: steht anfangs zu Alfred Ill und lehnt das Angebot von Claire ab mit der Zeit wandeln sich seine Vorstellungen und die Meinungen der Stadtbewohner und das viele Geld setzt sich gegen seine moralischen Vorstellungen durch > Der Lehrer muss schon etwas älter sein, denn er arbeitet schon seit zwei Jahrzehnten in Güllen als Lehrer bzw. Direktor > > Wie alle Güllener lebt er nicht gerade im Wohlstand, aber es scheint für das Nötigste zu reichen Der Lehrer hat eine gewählte Wortwahl, man merkt, dass er gebildet ist. Teilweise spricht er sehr anspruchsvoll > Es ehrt ihn, dass er schon so lange Lehrer am Güllener Gymnasium ist; sein Beruf ist ihm also recht wichtig Die Freunde des Lehrers sind die bekannten Bürger der Stadt wie der Bürgermeister, der Polizist oder der Pfarrer. Die Gesellschaft bedeutet ihm äußerst viel. > Bei dem Gespräch mit Claire Zachanassian wird deutlich, dass er es abscheulich findet, einen Menschen für Geld und nur der Rache wegen zu töten > Später schwenkt er jedoch auch um und hält sogar eine Rede, in der er sich indirekt, aber eindeutig für die Ermordung Ills einsetzt. Roby & Loby - die Beiden: > Koby heißt mit wirklichem Namen: Jakob Hühnlein Loby heißt mit wirklichem Namen: Ludwig Sparr > Koby und Loby sind ungefähr 60 Jahre alt > Sie ziehen mit Claire Zachanassian durch die Welt und leben dadurch in einem luxuriösen Umfeld Die beiden sind blind, wodurch sie sich auf ihren Gehör- und Geruchssinn konzentrieren. Sie erkennen Güllen an der Güllener Luft und den Polizisten an seinem Tonfall, der bei allen Polizisten, wie sie sagen, der gleiche ist. > Koby und Loby sind alt, klein und dick. Sie haben dunkle Haare und sind sorgfältig gekleidet, außerdem tragen sie aufgrund des fehlenden Augenlichts Sonnenbrillen. > Die beiden treten nur zusammen auf, sprechen gleichzeitig und wiederholen das Gesagte immer noch ein Mal. Sie verfügen über einen äußerst geringen Wortschatz und ihre Sätze sind kurz und knapp. > Die beiden sind in Güllen geboren, bis sie auswanderten: Jakob Hühnlein nach Kanada und Ludwig Sparr nach Australien. Sie gingen fort, nachdem sie im Jahre 1910 von Alfred Ill mit 11 Schnaps bestochen wurden um eine Falschaussage vor Gericht zu machen. Sie schworen mit Klara Wäscher geschlafen zu haben und sorgten auf diese Weise dafür, dass die Vaterschaftsklage gegen Ill aufgehoben wurde. Daraufhin ließ Claire Zachanassian sie suchen, kastrieren und blenden. Trotzdem scheinen sie immer fröhlich zu sein und ohne den anderen nicht auszukommen, sie halten sich immer an den Händen. > Sie leben mit Claire Zachanassian, ihrem Butler Boby, den Gangstern Toby und Roby und Claires jeweiligem Gatten zusammen. Jedoch haben sie keine Bindung zu diesen Personen und vertrauen nur dem anderen Die restliche Umwelt und Gesellschaft scheint sie nicht zu interessieren. > Obwohl Koby und Loby eigentlich fröhlich wirken, haben sie (im 3. Akt) Angst vor den beiden Gangstern Toby und Roby. Der Pfarrer: > Fordert Ill zur Flucht auf (diese scheitert aber) → Insgesamt kann man sagen, dass die Bürger Güllens anfangs sehr stark zu ihrem Freund und Mitbürger Alfred Ill gehalten haben. Doch dann änderten sich ihre Vorstellungen und die Meinungen der Stadtbewohner und das viele Geld setzt sich gegen seine moralischen Vorstellungen durch. Die Bürger hatten auch keine Scheu davor Alfred Ill den Selbstmord vorzuschlagen (Bürgermeister) oder das Volk gegen ihn auszuhetzen (Lehrer, Claire Zachanassian). Fluchtversuch 2. Akt, letzter Auftritt: gescheiterter Fluchtversuch Ill kommt mit einem Koffer zum Bahnhof und will aus Güllen flüchten. Auf dem Weg dahin begegnet er dem Bürgermeister, der ihn grüßt und begleiten will. Dann begleiten ihn plötzlich alle Güllener bis zum Bahnhof und stellen sich dicht um Ill, so dass dieser nicht weitergehen kann. Die Güllener raten Ill, in Güllen zu bleiben, da es dort am sichersten für ihn sei. Ill weist die Bürger auf ihren wachsenden Konsum, den er als Reichtum bezeichnet, hin. Diese gehen jedoch nicht darauf ein und stellen den Bau neuer Häuser und die Werbeplakate als normal dar. Als der Zug kommt, rufen ihm die Güllener zu, er solle doch endlich in den Zug einsteigen, keiner würde ihn daran hindern. Da die Leute jedoch immer noch dicht aneinander um Ill herum stehen, kann dieser gar nicht einsteigen. Das sagt er den Güllenern auch eindringlich und ruft, dass einer ihn beim Einsteigen zurückhalten würde. Die Güllener tun jedoch so, als ob Ill ungehindert in den Zug steigen könnte und rufen ständig, dass er sich jetzt beeilen müsse, da er den Zug sonst verpassen würde. Der Zug fährt schließlich ohne Ill ab und die Güllener verlassen daraufhin den Bahnhof. Ill bleibt zusammengesunken zurück und ruft "Ich bin verloren!". Der Fluchtversuch scheitert, weil die Güllener Ill gar nicht die Möglichkeit gaben, in den Zug zu steigen, indem sie ihn eingekreist haben. Ill hatte außerdem zu große Angst, um sich einen Weg durch die Menschen zu bahnen, da er befürchtete, jemand würde ihn zurückhalten. Das Verhältnis von Wort und Tat ist folgendermaßen einzuschätzen: Die Dialoge der Güllener stehen im direkten Gegensatz zu ihren Handlungen. Sie sprechen zum Schluss die ganze Zeit davon, dass Ill doch einsteigen könne und sie ihn nicht hindern würden. Gleichzeitig jedoch bilden sie einen Kreis um ihn, stellen sich also regungslos um ihn, so dass Ill nicht in den Zug steigen kann. Bei Ill ist das Verhältnis von Wort und Tat anders. Er spricht genau das aus, was er nicht tun kann (nämlich in den Zug einsteigen). Zusätzliche Notizen und Ideen: Bahnhof (vgl. Akt I, 1. Auftritt: Einheit Güllens; jetzt: Das Kollektiv wendet sich von Ill ab.) > Gründe des Scheiterns: > > Ill hat nicht den Mut, in den Zug einzusteigen; glaubt, dass er von den Güllenern zurückgehalten wird Güllener machen Ill seine aussichtslose Lage bewusst (Australien, Post); Güllener stehen als lebendige Mauer um Ill offen bleibt, wie sich die Güllener verhalten hätten, wenn Ill versuchen würde, in den Zug zu steigen Interpretation des Dramas Im Personenverzeichnis werden die Figuren in vier Gruppen aufgeteilt, nämlich in ,,Die Besucher", ,,Die Besuchten", ,,Die Sonstigen" und „Die Lästigen". Daraus ergibt sich eine Aufteilung in zwei Hauptgruppen, denn den Besuchten stehen kontrastiv die Besucher gegenüber, und zwei Nebengruppen. Diese Nebengruppen weisen eine Gemeinsamkeit auf: Sie gehören nicht zur Gemeinde Güllen, wie der Zugführer, der Pfändungsbeamte und die Presseleute. Wenn Dürrenmatt die Presseleute dennoch gesondert als „Lästige" aufführt, kann daraus zugleich seine kritische Haltung gegenüber den Vertretern der Medienwelt abgelesen werden, die sich auch in den ,,Randnotizen" dokumentiert, wo er unter dem Stichwort ,,Reporter" schreibt: ,,Errichten neben der wirklichen Welt eine Phantomwelt. Heute werden die beiden Welten oft verwechselt." (S. 140) Dieser formalen Einteilung steht im Zuge der Konfliktentwicklung allerdings eine andere gegenüber: Claire Zachanassian und Ill rücken als Figuren in den Mittelpunkt, und Ill, der zunächst zur Gruppe der ,,Besuchten" gehört, steht dieser Gruppe, der Gemeinde der Güllener, isoliert gegenüber. Die Gruppe der Besucher" kann noch einmal unterteilt werden. Der ,,Butler" entpuppt sich als ehemaliger Oberrichter Hofer aus Güllen und hat im Jahre 1910 die Vaterschaftsklage Claire Zachanassians gegen Ill behandelt. Aufgrund der Falschaussage der von Ill bestochenen Zeugen Jakob Hühnlein (aus ihm ist Koby geworden) und Ludwig Sparr (Loby) hat er die Klage abgewiesen. Diese drei Figuren sind also direkt an der Vorgeschichte beteiligt. Toby und Roby, die beiden ehemaligen Gangster, sind Werkzeuge Claire Zachanassians (sie haben Koby und Loby kastriert und geblendet), die Ehemänner sind Spielzeuge Claire Zachanassians. Eine Gemeinsamkeit der Männerfiguren besteht in der Anpassung der Namen (z. B. Gatte VIII - Hoby, Gatte VII - Moby), die sich nach dem Namen des Butlers richten (Boby). Zur Begründung führt Claire Zachanassian aus: ,,Komm, Moby, verneig dich. Eigentlich heißt er Pedro, doch macht sich Moby schöner. Es paßt auch besser zu Boby, wie der Kammerdiener heißt. Den hat man schließlich fürs Leben, da müssen sich dann eben die Gatten nach seinem Namen richten." (S. 26) Sind Koby und Loby tatsächlich kastriert, im sexuellen Sinne entmannt (sozusagen bestraft für eine Tat, den Sexualakt mit Claire nämlich, die sie vor Gericht nur behauptet haben; wie sie von Ill bestochen wurden, so wurden ihnen die Augen ausgestochen), so werden die anderen Männer im Gefolge der Zachanassian durch die Veränderung des Namens symbolisch entmannt und verstümmelt. Die Männer im Gefolge der Zachanassian sind alle von ihr gekauft worden, im wörtlichen Sinne, wie ihr erster Ehemann, der alte Zachanassian, ihre Liebesdienste als Bordellhure zunächst erkauft hat. Wie sie diese Männer gekauft hat, so kauft sie auch die Gemeinde Güllen, indem sie zunächst die Fabriken, Gebäude etc. kauft, um sich dann den Mord erkaufen zu können. So werden alle Güllener Werkzeuge Claire Zachanassians; die Mitglieder der Gemeinde werden zum Kollektiv der Täter und Konsumenten, Teil einer entindividualisierten Masse, in der der Einzelne gesichtslos wird. Deshalb können die Bürger auch als ,,Der Erste", ,,Der Zweite" usw. bezeichnet werden, gleichzeitig die Rolle von Naturelementen spielen (Baum) oder zum Bürger ,,Hofbauer" werden, wie ,,Der Erste", der bei Ill ein Schlachtbeil ersteht (vgl. S. 92). Sie sind deshalb nicht als Charaktere ausgeformt, sondern als Träger eines deformierten Bewusstseins. Der Bürgermeister, der Lehrer, der Arzt und der Pfarrer artikulieren dieses Bewusstsein, bringen es zur Sprache. Lediglich diese Artikulation - und nicht eine andere Charakterzeichnung unterscheidet sie vom Rest der Gemeinde. Auch die Güllener werden - im übertragenen Sinne - zu blinden und kastrierten Wesen. Das klassische Drama im Vergleich mit „Der Besuch der alten Dame" Merkmale Aufbau: Exposition (Infos zur Handlung) Steigende Handlung Höhepunkt/Wendepunkt/Pointe fallende Handlung > Meist bestehend aus 5 Akten > Einheit des Ortes > Einheit der Zeit (spielt an einem Ort) > Einheit der Handlung Personen Tragödie -adlig, gehobene Sprache > Personen Komödie -niedriger Stand, Alltags- /Umgangssprache Besuch der alten Dame > Exposition (Akt 1) > Steigende Handlung (Akt 2) > Höhe/Wendepunkt (Ills Fluchtversuch) Fallende Handlung (Akt 3) > Besteht aus 3 Akten Spielt in Güllen an verschiedenen Orten > > > > Längerer Zeitraum Ill Handlung / Panther Handlung = uneinheitlich Sowohl Personen basierend auf den Eigenschaften der Tragödie sowie auch der Komödie: Tragödie: Claire & ihr Gefolge Komödie: Güllener Bürger ➜ Insgesamt ist es sehr schwierig den Besuch der alten Dame eizuordnen. Einerseits enthält Dürrenmatts Buch den klassischen Dramenaufbau, andererseits widerspricht es einigen Merkmalen des klassischen Dramas. Der Besuch der alten Dame ist deshalb eine Tragikomödie / tragische Komödie. Sozusagen eine Mischform zwischen Tragödie und Komödie. Die Stationen im Besuch der alten Dame Der Höhepunkt (Peripetie): Der Höhepunkt der Tragikomödie befindet sich im III-Akt. In einer Gemeindeversammlung wird der Tod des Ill zum Wohle der Gemeinschaft beschlossen und vollzogen. Der Wendepunkt (Pointe): Der eigentliche Wendepunkt kommt eher schleichend, mit dem steigenden Reichtum der Bürger, die alle Schulden machen. Mit den Schulden wächst die Notwendigkeit, ihn zu töten. Zu Anfang haben sie jedoch noch groß getönt, wie werden dieses Angebot der Dame nicht annehmen. Es ist also ein schleichender Wendepunkt. Das Groteske Im Standardwerk ,,Duden". Deutsche Rechtschreibung" (2000) finden sich folgende Einträge: > grotesk: (franz.) wunderlich, überspannt, verzerrt > Groteske, die: fantastisch geformte Tier- und Pflanzenverzierung der Antike und der Renaissance, fantastische Erzählung Im Standardwerk ,,Knaurs Lexikon der sinnverwandten Wörter" (1982) finden sich folgende Einträge: > grotesk: absurd, unsinnig, abstrus, lachhaft, lächerlich, komisch, ridikül, skurril, makaber > unter ,,absurd" findet sich u.a.: unlogisch, abwegig, irrwitzig > > unter ,,abstrus" findet sich u.a.: verworren, unverständlich, abwegig unter ,,ridikül" findet sich: lächerlich unter ,,skurril" findet sich: merkwürdig, komisch unter ,,makaber" findet sich: unheimlich, grotesk Hintergründe Dürrenmatts für das Groteske: > beliebtes Stilmittel Dürrenmatts (Kennzeichnung seines Werkes) > ,,eine fanatische, übersteigerte Erzählung > Dürrenmatt versucht mit Extremen maximale Wirkung zu erzielen übertriebene Darstellung der Personen und ihres Verhaltens Situation Güllens ΑΛΛΛΛ Mittel, das Publikum wach zu rütteln und ihnen die Augen vor der ,,kalten Realität" zu öffnen, sodass sich das Nachdenken über die Wahrheit wie von selbst einstellt - Dürrenmatt als ,,Therapeut der Welt"? Instrumentarium = die Paradoxe, die nicht das Sinnlose, sondern die Wahrheit darstellt - nur durch eine extreme und übertrieben komische, widersprüchliche Art sei die Wahrheit in der heutigen Realität erkennbar... Welt ist chaotisch, nicht durch den Menschen zu beeinflussen > das Eingreifen des Menschen führt zur „schlimmstmöglichen Wendung" des Geschehens V V der Schriftsteller ist Teil der Gesellschaft und kann nicht von außen auf die Welt schauen, die ihn umgibt die formal geschlossene Tragödie ist der Moderne deshalb nicht mehr angemessen, weil sie eine geordnete Gesellschaft voraussetzt, die klare Verantwortlichkeiten kennt > heute sind Verantwortung und Schuld diffus das Tragische ist nur als schrecklicher Moment in der (formal offenen) Komödie denkbar, die der anonymen, technisierten Gesellschaft der Moderne angemessen ist Komödie kann Ausdruck der Verzweiflung sein oder die Analyse eines Missstands zu seiner Bekämpfung Das groteske im Besuch der alten Dame: > Claire scheint unsterblich (hat einen Autounfall und einen Flugzeugabsturz überlebt) > Claire trägt zahlreiche Prothesen > Simulation der Bäume im Konradsweiler Wald durch Güllener Bürger > Namensgebung des Gefolges der Claire (Koby und Loby, Roby und Toby) > das Gefolge selbst (Schwerverbrecher, geblendete/kastrierte Eunuchen) > Aufforderung Claires an ihren Gatten VII, ,,fester" nachzudenken > Wiederholung einer Spielszene, weil eine Kamera ausgefallen ist Dramatische Ironie > eine Aussage erweist sich später als wahr, aber in einem anderen Sinne ,,todsicher" (= Ills Tod wird vorweggenommen) Paradoxien: Widersprüchliches > Multimillardär Zachanassian ehelicht ausgerechnet die Hure Klara (Claire) > die an Güllen vorbeirauschenden Züge halten genau die Uhrzeit ein, aber kein Güllener hat noch eine Uhr die ehemalige Klassenbeste heißt Annettchen Dummermuth Zusammenfassung der Akte »Der Besuch der alten Dame<< ist eine tragische Komödie von Friedrich Dürrenmatt aus dem Jahre 1956. Sie spielt in der Kleinstadt Güllen in der Nähe der deutsch-schweizerischen Grenze. Die Geschichte handelt von der Milliardärin Claire Zachanassian, die nach Güllen zurückkehrt, um Rache an ihrem ehemaligen Geliebten Alfred Ill zu nehmen. In ihrer Jugend wird Klara Wäscher von ihrem damaligen Freund Alfred Ill schwanger. Dieser jedoch leugnet seine Vaterschaft. Einen Prozess gegen ihn gewinnt Ill, indem er Zeugen besticht. Daraufhin verlässt Klara die Kleinstadt Güllen verarmt und entehrt. Durch mehrere Ehen wird Klara sehr vermögend. Die Milliardärin nennt sich nun Claire Zachanassian. Nach über 45 Jahren kehrt die alte Dame in ihren Heimatort zurück. Güllen ist mittlerweile verkommen und schmutzig. Claires ehemaliger Liebhaber Alfred ist inzwischen 70 Jahre alt. Neben ihrem siebten Ehemann und Bediensteten bringt Claire einen Sarg mit sich. Die Bewohner und der Bürgermeister sind sehr aufgeregt. Sie erhoffen sich finanzielle Unterstützung durch den Besuch der Milliardärin. Bei einem Begrüßungsfest verspricht Claire der Stadt und ihren Bewohnern eine Milliarde und verlangt dafür Gerechtigkeit. Sie setzt das Geld auf den Kopf von Alfred Ill aus. Das verlockende Angebot schlägt der Bürgermeister entsetzt aus. Alfred Ill ist davon überzeugt, dass er sich auf seine Mitbürger verlassen kann. Doch mit der Zeit bemerkt Alfred, dass seine Nachbarn und Freunde immer mehr Geld ausgeben. Sie kaufen neue Schuhe und Kleidung. Alfred bekommt es mit der Angst zu tun und geht zur Polizei. Jedoch trägt auch der Polizist neue Schuhe. Gleichzeitig versichert er Alfred, dass dieser in einem Rechtsstaat lebe und nichts zu befürchten habe. Alfreds Angst wächst allerdings. In seiner Verzweiflung wendet er sich an den Bürgermeister. Auch bei diesem bemerkt Alfred neue Schuhe, eine neue Krawatte und eine neue Schreibmaschine. Der Bürgermeister verspricht, dass Alfred nichts passieren wird. Der Pfarrer von Güllen empfiehlt Alfred, die Stadt zu verlassen. Der verängstigte Mann will dem Rat des Geistlichen folgen, jedoch bricht er auf dem Bahnsteig zusammen, bevor er den Zug besteigen kann. So bleibt Alfred in Güllen. Mit der Zeit ändert sich die Stimmung der Bürger und sie fangen an, Alfreds früheres Verhalten zu verurteilen. Alfred verspürt eine immer größere Feindschaft gegen ihn. Eines Tages bringt der Bürgermeister Alfred ein Gewehr mit der Bitte, sich das Leben zu nehmen. Alfred lehnt ab. Auf einer Stadtversammlung beschließen die Bürger einstimmig, Alfred Ill für seine Tat zu bestrafen und ihn umzubringen. Als Alfred bei der Versammlung eintrifft, bilden die Mitbürger eine Gasse für ihn, wobei plötzlich das Licht ausgeht. Als der Raum wieder erleuchtet ist, liegt Alfred tot am Boden. Der Stadtarzt gibt als offizielle Todesursache einen Herzinfarkt an. Claire lässt den toten Alfred in den mitgebrachten Sarg legen und übergibt dem Bürgermeister einen Scheck über eine Milliarde. Daraufhin verlässt die alte Dame die Stadt. >>Der Besuch der alten Dame« ist ein Klassiker. Friedrich Dürrenmatt macht deutlich, dass man für Geld fast alles kaufen kann. Die Tragikomödie schildert, wie sich eine Gruppe von Bürgern von nur einer Person so beeinflussen lässt, dass sie einen Mord begehen. Indem sie Unrecht tun, glauben sie jedoch, Gerechtigkeit zu üben.