Merkmale der Kurzgeschichte "Der Milchmann"
Die Analyse von Peter Bichsels "Der Milchmann" offenbart typische Merkmale einer Kurzgeschichte. Der geringe Umfang von 63 Zeilen ist dabei nur ein Aspekt. Der unvermittelte Beginn, bei dem die Figuren weder vorgestellt noch charakterisiert werden, ist ein weiteres charakteristisches Element.
Die Handlung konzentriert sich auf einen wichtigen Moment für Frau Blum, der nur einen Perspektivwechsel beinhaltet. Die Alltäglichkeit der Thematik und der Sprache, wie die tägliche Milchlieferung und umgangssprachliche Ausdrücke (z.B. "Rappen"), sind weitere typische Merkmale.
Definition: Eine Kurzgeschichte ist eine kurze Prosaerzählung, die sich auf einen bestimmten Moment oder eine einzelne Situation konzentriert und oft mit einem offenen Ende abschließt.
Die Geschichte beschreibt einen aussichtslosen Versuch der Kontaktaufnahme, um von der rein geschäftlichen Beziehung wegzukommen. Frau Blums Wunsch, den Milchmann "eigentlich" kennenzulernen, steht im Kontrast zu ihren Bedenken und Ausreden.
Der Milchmann hingegen glaubt, Frau Blum bereits zu kennen, und zeigt kein Interesse an einer tieferen Beziehung. Dies wird durch seine minimale Kommunikation über Zettel deutlich.
Example: Der Milchmann schreibt nur dann auf die Zettel, wenn es absolut notwendig ist, was sein Desinteresse an persönlichem Kontakt unterstreicht.
Frau Blum macht sich viele Gedanken über die Meinung des Milchmanns und der Nachbarn. Sie kommt zu dem Schluss, dass niemand den Milchmann wirklich kennt, nutzt dies aber als weiteren Grund, ihn nicht zu kontaktieren.




























