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Der Trafikant

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Titel / Untertitel
Autor
DER TRAFIKANT
,,Der Trafikant"
Robert Seethalar
2012
Erscheinungsjahr / Uraufführung
Textgattung
Thema
Adoleszensro
Titel / Untertitel
Autor
DER TRAFIKANT
,,Der Trafikant"
Robert Seethalar
2012
Erscheinungsjahr / Uraufführung
Textgattung
Thema
Adoleszensro
Titel / Untertitel
Autor
DER TRAFIKANT
,,Der Trafikant"
Robert Seethalar
2012
Erscheinungsjahr / Uraufführung
Textgattung
Thema
Adoleszensro
Titel / Untertitel
Autor
DER TRAFIKANT
,,Der Trafikant"
Robert Seethalar
2012
Erscheinungsjahr / Uraufführung
Textgattung
Thema
Adoleszensro
Titel / Untertitel
Autor
DER TRAFIKANT
,,Der Trafikant"
Robert Seethalar
2012
Erscheinungsjahr / Uraufführung
Textgattung
Thema
Adoleszensro

Titel / Untertitel Autor DER TRAFIKANT ,,Der Trafikant" Robert Seethalar 2012 Erscheinungsjahr / Uraufführung Textgattung Thema Adoleszensroman das Erwachsen werden der Hauptfigur Franz Huchel zur Zeit des Nationalsozialismus und dessen pol. Veränderungen Handlungsübersicht 1. Franz Heimat „Nußdorf am Attersee" (S. 7-16) Franz Huchel (17) lebt bei seiner Mutter in Nußdorf am Attersee, einem österreichischen Salzkam- mergut Spätsommer 1937: Alois Preininger (hat ein Verhältnis zu Frau Huchel & leistet finanzielle Unter- stützung) stirbt beim Baden im Attersee während einem Gewitter →vom Blitz erschlagen nach der Beerdigung vom Preininger bricht die finanzielle Unterstützung weg und Franz soll bei einem alten Liebhaber der Mutter Otto Trsnjek in seiner Trafik arbeiten →→ Franz geht dem nach 2. Zugfahrt und Ankunft in Wien (S. 16-22) Franz nimmt am Tag nach der Beerdigung den Zug nach Wien bei der Ankunft führen Gerüche & Geräusche zu Unwohlsein ältere Frau rät ihm nicht in Wien zu bleiben (→→ Vorahnung Katastrophe) 3. Erste Begegnung mit Otto Trsnjek & erste Zeit in der Trafik (S. 22-35) die Trafik befindet sich im 9. Wiener Gemeindebezirk in der Währingerstraße Franz lernt Otto Trsnjek kennen und wird eingearbeitet →→→ bekommt einen Schlafplatz in der Lagerkammer; soll Kunden bedienen/beraten und selber Zeitung lesen erste Zeit (Arbeitsalltag): er ließt die Zeitungen findet nach einer Zeit gefallen daran; es kom- men viele Stammkunden →prägt sich die Bedürfnisse ein; er schreibt seiner Mutter jede Woche eine Postkarte 4. Sigmund...

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Alternativer Bildtext:

Freud (S. 35-45) Anfang Oktober 1937: Freud geht in die Trafik um sich etwas zu Kaufen →→ Erste Begegnung mit Franz Freud hat seinen Hut vergessen; Franz bringt ihm diesen und fragt i etwas über die Arbeit des Professors; Freud gibt Ratschlag über die Liebe 5. Mädchensuche & erstes Kennenlernen mit Böhmin →→ Anezka (S. 45-60) Postkarte: erzählt über Freud; Heimweh Franz geht zum Wiener Prater, um auf Mädchensuche zu gehen; er verliebt sich Kennenlernen zwischen Anzeka und Franz →→ Anezka macht zweideutige Anspielungen, verschwindet zur Toilette und kommt nicht wieder 6. Anschlag auf Trafik (S. 60-64) die Trafik ist mit Hühnerblut beschmiert →„Schleich dich, Judenfreund" Franz wacht durch die Auseinandersetzung zwischen Otto und dem Fleischermeister Roßhuber auf Otto beschuldigt Roßhuber die Tat begangen zu haben und bezeichnet ihn als Nazi 7. Suche nach Anezka (S. 64-87) Winter 1937: Franz hat sich mehrmals auf die Suche nach Anezka begeben hat schlechte Träume und kann nur an sie denken; Otto kann ihm nicht den gewünschten Rat bei der Liebe geben und Franz geht zu Freuds Haus und wartet dort bis Freud raus kommt: Franz soll nicht über Liebe nachdenken, seine Träume aufschreiben und Anezka entweder zurückgewinnen oder vergessen Otto ist über die Weihnachtstage verreist; Paket von Mutter Silvester/1. Tag 1938: Franz feiert im ,,Schweizerhaus" (Wiener Prater); fragt den Kellner nach Informationen über Anezka; bietet ihm Geld → es kommt zur körperlichen Auseinandersetzung; am Ende erfährt er die Adresse (,,gelbes Haus in der Rotensterngasse) 8. Zweites Treffen mit Anezka (S. 87-94) Franz geht zu der genannten Adresse und findet Anzeka dort im 2. Stock (wohnt mit 29 Frauen zusammen) Anezka und Franz machen einen Spaziergang und essen im Wirtshaus; danach intime Übernachtung in der Trafik und anschließende Konfrontation mit der Frage warum sie plötzlich verschwunden war bekommt keine wirkliche Antwort 9. Anzeka und die Grotte (S. 94-114) Franz sucht Anezka immer wieder aber trifft sie in der Wohnung nicht an; Anzeka steht irgendwann Nachts vor der Tür und sie hatten Sex→ am nächsten Tag wieder verschwunden Franz fängt an seine Träume aufzuschreiben (Rat von Freud) Otto gibt ihm wegen angeblichen Rückenschmerzen frei → Franz wartet vor dem Hau von Anezka & verfolgt sie bis in ,,die Grotte" Schauspiel: Kabarett nazi- und hitlerkritisch; Indianerin N'Tschina (Anezka) zieht sich aus → Franz verlässt die Grotte er wartet im Hof auf Anezka und will sie zur Rede stellen; Anezka verlässt mit Heinzi die Grotte → Franz wird von ihm mit einem Messer bedroht Unterhaltung Anezka & Franz →→sie gibt zu verstehen, dass sie in keiner Beziehung ist 10. Zweite Begegnung mit Sigmund Freud (S. 115-143) Beschreibung der Therapiesitzung von Mrs. Buccleton (über 80) bei Freud Freud hat Sorgen wegen der aktuellen politischen Lage; Anna sorgt sich auch um seinen alten Vater (Jude) Franz sitzt vor Freuds Haus; sie gehen in den Volksgarten spazieren; Freud fragt nach dem aktuellen Stand mit Anezka →→→ kann ihm auch nicht helfen; Rückweg & Verabschiedung 11. Rote Egon (S. 143-148) wahre Geschichte: ,,der rote Egon" (Hubert; steht hinter Österreich), hört im Radio wie Schuschnigg seinen Rücktritt bekannt gibt Geschichte aus nationssozialistischer Sicht: nächster Tag: Otto & Franz lesen denn Artikel in der Reichspost über den roten Egon 12. Zweiter Anschlag; Festnahme Otto (S. 149-160) Franz schreibt seinen Traum auf; durch Lärm wird er wach und sieht die Verwüstung in der Trafik → abgehackter Hühnerkopf + Innereien, über der Trafik steht: ,,Hier kauft der Jud" Franz und Otto räumen die Trafik auf und trinken anschließend ein Bier - er geht aufs Dach und rollt ein Plakat aus: ,,Die Freiheit eines Volkes braucht die Freiheit seiner Herzen. Es lebe die Freiheit! Es lebe unser Volk! Es lebe Österreich!" als drei Männer und eine Frau mit einem Hakenkreuz aufs Dach kommen, stürzt der rote Egon sich vom Dach → Selbstmord drei grau gekleidete Männer betreten die Trafik und verhaften Otto Trsnjek (Grund: Besitz und Verbreitung pornografischer Druckerzeugnisse an Juden) Roßhuber beobachtet die Festnahme und amüsiert sich 13. Franz, der Besitzer der Trafik (S. 160-172) Franz renoviert die Trafik →neue Scheiben & gestrichene Wände; immer weniger Juden und immer mehr Leute mit einem Hakenkreuz (Nazis) betreten die Trafik Brief an Frau Huchel: über Zustand in Wien →in Zeitungen steht überall das gleiche; denkt immer noch an Anezka; Otto ist krank (Lüge) Brief an Franz: NS-Zeit ist auch in Nußdorf spürbar 14. Traumzettel (S.172-180) - Franz träumt von seinem Vater, schreibt diesen auf und hängt den Traumzettel an die Scheibe → Kundschaft bleibt stehen und ließt sich den Zettel durch; verschiedene Reaktionen sind zu beobachten Franz hängt jetzt jeden Morgen einen Zettel mit seinem Traum an die Scheibe der Trafik 15. Tod von Otto und veränderter Zustand in Wien (S. 180-202) nach einer Woche geht Franz zur Gestapo (im alten Hotel Metropole), um sich nach Otto Trsnjek zu erkundigen; ihm wird nicht geholfen → jeden Tag um 12:15 Uhr steht er ab jetzt bei der Gestapo bis er von einem Beamten mit Gewalt rausgeschmissen wird 17. Mai 1838: Beschreibung der Situation in Wien Post von Freud wird jeden Tag abgefangen; Franz bekommt Post von der Gestapo (unter anderem Ottos Wertsachen & Hose) und erfährt von seinem Tod → Franz ist ab jetzt Geschäftsführender er geht mit Ottos Hose zum Roßhuber in die Fleischerei und wirft ihnen vor, Otto Trsnjek verraten zu haben und verantwortlich für seinen Tod zu sein; zum Abschied schlägt er den Roßhuber er wehrt sich nicht Brief an Frau Huchel: umschreibt die eigentlichen Geschehnisse und verkündet Ottos Tod Franz geht zum Kahlenberg→→→Gedanken über die Situation; Anezka 16. Anezka und ihr Liebhaber; SS-Soldat (S. 202-209) Franz begibt sich in die Grotte (sucht Anezka): verändertes Publikum → SS-Soldaten; Witze überJuden anstatt über Hitler Unterhaltung mit Anezka: Heinzi ist verhaftet worden (Grund: seine Witze über Hitler); Franz will sie vor der aktuellen Situation warnen, sie heiraten und mit ihr fliehen; Hereinkommen des SS-Soldats: Franz versucht Anezka vor ihm zu beschützen; Anezka stellt sich zum SS-Soldat (Liebhaber) → Franz geht 17. Sigmund Freud und die Flucht ins Exil nach London (S. 209-237) Heribert (Postbote) bringt die Post in die Trafik → Franz erfährt, dass Freud nach England ins Exil geht Franz macht sich auf den Weg zu Freud →→→→ Zivilen lassen ihn nicht ins Haus; er erschafft sich durch eine Luke im Hinterhof Zugang und wird von Anna zu Freud gelassen Gespräch Freud und Franz: Freud möchte mit ihm auf seiner Couch Zigarren rauchen (Franz 1.Mal → Zeichen vom Erwachsenwerden); Freud schläft irgendwann ein und Franz geht 4. Juni 1938: Freud verlässt mit seiner Familie Wien (gelungene Flucht vor den Nationalsozialisten) → Franz beobachtet das Geschehen aus der Ferne 18. Ottos Hose; Festnahme von Franz (S. 237-247) Kundin im Supermarkt erzählte von der Hakenkreuzfahne an der Zentrale der Gestapo →diese wurde laut ihr durch eine einbeinige Hose in der Nacht ersetzt (soll den Weg zu etwas zeigen aufgrund der Form) Vorahnung von Frau Huchel am nächsten Morgen: einbeinige Hose wird von der Gestapo entdeckt; Franz (stolz) wird festgenommen → hat noch seinen letzten Traumzettel aufgefangen und die Trafik abgeschlossen 19. Einsame Trafik (S. 247-250) 12. März 1945 (fast 7 Jahre später): Stille & Gewitter →keine Menschen zu sehen Anezka schaut sich die Trafik an, ließt den letzten Traumzettel von Franz und nimmt diesen mit Geräusche von Bomben → Anezka rennt weg wichtige Figuren; Figurenkonstellation Nußdorf am Attersee (Salzkammergut) Franz Vater Frau Huchel Alois Preininger * nicht kennengelernt inniges Verhältnis FRANZ HUCHEL 7 finanzielle Zuwendung schwieriges Liebesverhältnis) Wien Otto Trsnjek Freund & Vaterfigur Freund & ,,Ent- wicklungshelfer" Anezka Sigmund Freud FRANZ HUCHEL 17 Jahre alt sensibel & verantwortungsvoll (am Ende: wird Geschäftsführer) wird von seiner Mutter finanziell unterstützt bis der Preininger verstirbt Franz wirkt den anderen charakterlich unterlegen Anzeka: er ist hilflos ausgeliefert →Verwirrung durch Liebe, Lust und Verlangen Otto Trsnjek: als Lehrling ist Franz ihm untergeordnet und arbeitet für ihn Protagonist • Sigmund Freud: Franz beansprucht seine Hilfe am Ende: Verlust seiner Bezugspersonen; er ist alleine → der Moment seines Erwachsen werden Franz Mutter (Heimat Salzkammergut) sorgt für das Aufwachsen von Franz in einfachen, aber behüteten Verhältnissen (S. 7, S.9) enge Verbundenheit mit Franzenger Karten- und Briefkontakt die Postkarten werden von Briefen abgelöst (ab S. 161), da dieses ernstere Medium Franz angemessener erscheint; die Mutter unterzeichnet diese nun mit ,,Mutter" anstatt ,,Mama" Fazit: Das Verhältnis wandelt sich von einem assymetrisch-komplementären zu einer symmetrischen Beziehung (nahezu) auf Augenhöhe Otto Trsnjek (Wien) war ein Soldat im ersten Weltkrieg und verlor dort ein Bein Besitzer einer Trafik hatte mit Franz Mutter eine Äffäre und wird zum Lehrmeister von Franz (S.15f) stellt sich als Trafikant aus Überzeugung dar (S.24) Vorbild für Franz im energischen/entschlossenen Auftreten gegenüber Antisemitismus (S.61-64) Vertrauensverhältnis: Franz erzählt ihm von seinen Gedanken beziehungsweise Gefühlen; Otto ihm von seiner Geschichte (S.68f) Fazit: Otto Trsnjek nimmt für Franz die Rolle einer Vaterfigur ein Sigmund Freud (Wien) jüdischer Psychoanalytiker Freud hat zunächst eine distanzierte Haltung gegenüber Franz (S.41, S.4 er weckt in Franz das Interesse an ,,Mädchen" →war bisher eine unbestimmte Sehnsucht (S.44) regelmäßige Treffen: Freud wird zum Ratgeber; therapeutische Funktion Vorbildfunktion Freuds in Liebesangelegenheiten Hilfe bei Ich-Findung vor seinem Abschied raucht er mit Franz die erste Zigarre von Franz → Symbol der Entwicklung von Franz zu einem erwachsenen Mann (S.220-222) durch Freud wird Judenthematik kritisch hinterfragt/reflektiert Fazit: Die Kommunikation der Beiden verändert sich von komplementärer zu symmetrischer Kommunikation. Freud wird ähnlich wie Otto zu einer Vaterfigur für Franz Anezka (Wien) böhmisches Mädchen Franz verliebt sich auf dem Wiener Prater in Anezka (S.50f) Franz sucht nach ihr; zunächst ohne, dann mit Erfolg (S.89) er wird das erste mal mit einem Mädchen intim mit ihr (S.91-93) Folge: Franz empfindet leidvolles Verlangen (S.94), was nicht befriedigt werden kann, da Anezka sich distanziert Fazit: von Enttäuschungen geprägtes Verhältnis Entwicklung Franz Huchel (Stadien) (1) Naivität (2) Unsicherheit / Überforderung / Reizüberflutung (3) Wissenserweiterung / auch sexuelle und emotionale Erfahrungen (4) Loslösung / Hinterfragen bisheriger Denkmuster (5) Erwachsenen-Stadium / Ich-Findung → sein Wandel ist geprägt durch Krisen und Erfahrungen des alltäglichen Lebens, die ein junger Mensch auf dem Weg zum Erwachsenen durchläuft. Mutter, Freud und Otto werden unbewusst zu Antreibern seiner Ich-Findung. zwei zeitlich parallel verlaufende Entwicklungen (1) Entwicklung Franz Huchels: vom naiven, unerfahrenen, träumerischen Jungen aus dem Salzkammergut zu einem reiferen, verantwortungsbewussten jungen Mann in Wien (2) politische Entwicklung Österreichs: vom Selbstständigen Staat in das Abhängigkeitsverhältnis mit Nazi-Deutschland Aufbau Zeitstruktur Besonderheiten; Motive; Symbole Allgemein: der Roman lässt sich inhaltlich in Abschnitte gliedern, ist aber nicht in Kapitel unterteilt Motiv Rahmung im Roman am Anfang Gewitter + am Ende Gewitter Vorhersage Grund: weitgehend chronologisch erzählt mit gelegentlichen Analepsen (Rückblenden) Zeitsprung am Ende des Romans: Schilderung, wie Anezka ca. 7 Jahre nach Franz Verhaftung (Juni 1938) zur Trafik geht über den gesamten Roman hinweg liegt eine Zeitraffung vor: erzählt werden die Geschehnisse von einem Zeitraum von ca. 1 Jahr →→Spätsommer 1937-7. Juni 1938 (abgesehen von dem Zeitsprung) einzelne Passagen sind durch die in direkter Rede stehende Dialoge zeitdeckend Erfüllung (Nationalsozialisten) Postkarten Bilder von Heimat erschaffen eine Art Verbindung / Erinnerung Jahreszeiten angepasst kurze, einfache Texte →zeigt, dass sich bei Franz noch keine spannenden Erlebnisse ereigneten Franz wird noch als kleiner Junge dargestellt Anfänge der Entwicklung von Franz werden deutlich (S.66, Z.12) Franz Entwicklung wird in Grenzen gehalten → soll Frau Huchel nicht ,,Mutter", sondern ,,Mama" nennen (S.81, Z.1) sucht nach Ratschlag (hilflos) Reifegrad steigt berichtet von allgemeiner Situation Allgemein: Grund: Briefe lösen die Postkarten ab (Charakterentwicklung wird deutlich) Intensität der ,,Gespräche" nimmt stetig zu → Beide öffnen sich zunehmend und tauschen Gedanken & Gefühle aus (Thema Liebe,...) Umfang des Gesagten passt nicht auf eine Postkarte Symbol: Riesenrad taucht im Verlauf des Romans immer wieder auf (Mädchensuche auf dem Wiener Prater, Traum,...) löst sich in einem Traum und symbolisiert die Zerstörung durch die Nazis (S.180) auktoriale Rahmung ↓ dazwischen personal: (auktoriale Einschübe möglich) Wechsel der Figuren → multiperspektivisches Erzählen Nebenfiguren erhalten Gewicht ermöglicht Blick auf Ereignisse der erzählten Welt von anderen Figuren TRAUMZETTEL Traumzettel als Kommunikationsmittel Franz ist teilweise verschlossen & zurückhaltend gegenüber Öffentlichkeit Traumzettel bieten ihm die Möglichkeit seine Gedanken an die Gesellschaft zu bringen Er wendet sich mit den TZ nicht an eine Person, sondern an die breite Masse →schenkt ihm selbstbewusstsein, da Menschen vermehrt stehen bleiben & sie sich für seine (nächtlichen) Gedanken interessieren Bedeutung & Funktion im Roman TZ fungieren als Kommunikationsmittel von Franz mit der bereiten Gesellschaft → durch das Teilen der Träume mit anderen Mitmenschen, hofft er in ihnen etwas zu bewegen / sie zum Nachdenken anzuregen helfen beim Verarbeitungsprozess verschiedenster Gedanken & Ereignisse → sein persönl. Weg Gedanken mitzuteilen TZ spiegeln die innere Psyche wider sind angepasst an seine Erlebnisse in den Träumen & den danach aufgegangen TZ oft Vorahnung auf Böses bzw. schlimme Schicksals Beispiel Traumzettel S. 180 Vorahnung: Einmarsch der dt. Nationalsozialisten in Wien bzw. ganz Österreich spiegeln den Reifeprozess von Franz wider Geschichtlicher Hintergrund → Handlungszeitraum des Romans 1937-1938 1914-1918 Erster Weltkrieg nach dem 1. Weltkrieg wollten viele Österreich und das deutsche Reich vereinigen →war nicht möglich wegen dem Versailler Vertrag (-sah eine Vereinigung nicht vor) 30. Januar 1933 Machtergreifung Hitler (Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler) österreichische Nationalsozialisten versuchten an die Macht zu kommen (Putschversuch) →Misslang neuer Bundeskanzler in Österreich: Kurt Schuschnigg Hitler nahm Einfluss auf Regierung von Österreich → arbeitete weiter darauf hin, dass Österreich sich dem deutschen Reich anschließt →sicherte sich z. B. den Einfluss auf die Zeitungslandschaft November 1937 Hitler traf weitere Maßnahmen Februar 1938 Hitler diktierte Schuschnigg eine neue Vereinbarung →sah die Machtübergabe an die Nationalsozialisten vor Schuschnigg wollte durch eine Volksabstimmung die Machtübergabe verhindern Hitler drohte mit dem Einmarsch →11. März 1938 Rücktritt Schuschniggs Hitler ordnete den Einmarsch zum 12. März 1938 an 13. März 1938 Hitler erließ Gesetze zum Anschluss von Österreich 1. Sept. 1938-2. Sept. 1945 Zweiter Weltkrieg darauf folgten: menschenverachtende Maßnahmen gegen Juden Festnahmen pol. Gegner bzw. Andersdenkender Österreich hieß von dort an ,,Ostmark" Juden verloren die Staatsbürgerschaft, Rechte, ihr Eigentum & durften ihren Beruf nicht mehr ausüben