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Der Trafikant - Gesamtübersicht

21.9.2022

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Deutsch
Der Trafikant Robert Seethaler
geb.: 07.08.1966 in
Wien (österreichische
Hauptstadt)
11.07.1936
Juliabkommen
Autor
Lebt zurückgezoge
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Der Trafikant Robert Seethaler
geb.: 07.08.1966 in
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Der Trafikant Robert Seethaler
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Der Trafikant Robert Seethaler
geb.: 07.08.1966 in
Wien (österreichische
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11.07.1936
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Lebt zurückgezoge

Deutsch Der Trafikant Robert Seethaler geb.: 07.08.1966 in Wien (österreichische Hauptstadt) 11.07.1936 Juliabkommen Autor Lebt zurückgezogen mit seinem Sohn in Berlin und Wien Mit dem Vertrag zwischen der österreichischen Regierung Schuschnigg und der deutschen Regierung Hitler glaubte Schuschnigg den Einfluss Hitlers und der Nationalsozialisten auf die österreichische Innenpolitik beenden zu können Hitorie 09.03.1938 Geplante Volksabstimmung Schuschnigg verkündete eine Volksabstimmung für ein freies Österreich, um den Anschluss Österreichs an Deutschland zu verhindern ~2~ Einzelkind einer Arbeiterfamilie 11.03.1938 Rücktritt Schuschniggs Karrierebeginn als Schriftsteller mit 38 Jahren Veröffentlichung des Trafikanten 2012 12.03.1938 Anschluss Österreich an Deutschland Schuschnigg kapitulierte zwei Tage vor der in das nationalsozialistische geplanten Deutsche Reich Volksversammlung -> Einmarsch Deutscher NS- vor Hitlers Gewaltdrohungen Truppen in Österreich Hitler veranlasst die Eingliederung Österreichs Vorgeschichte (Erinnerung) 1937-1938 (erzählte Handlung) März 1945 (Zeitsprung) Schlüsselereignisse. Der Roman ,,Der Trafikant" wurde im Jahr 2012 veröffentlicht, womit es de Gehenwartsliteratur zuzuordnen isthematisiert der Schriftsteller Robert Seethaler vordergründig die Adoleszenz des Protagonisten Franz Huchel, der mit 17 Jahren sein Heimatdorf verlässt und in eine Großstadt zieht. In Wien sieht er sich als Lehrling einer Trafik insbesondere mit seiner persönlichen Entwicklung vor dem Hintergrund des erstarkenden Nationalsozialismus konfrontiert. Franz' Kindheit in seinem Heimatdorf Nußdorf am Attersee Entwicklung der Beziehung zwischen Franz und seiner Mutter Konfrontation mit der Realität (politische Ereignisse): z.B. Anschläge auf die Trafik Bombenangriff auf Wien und Anezkas Besuch der Trafik Franz' Umzug in die Großstadt Wien Tiefgründige Gespräche mit Sigmund Freud (Traumzettel) Otto Trsnjek's Verhaftung und sein Tod 11 Franz' Verhaftung durch die Gestapo Franz' Adoleszenz verbunden mit seiner persönlichen Entwicklung Arbeit als Lehrling in der Trafik Erste Liebeserfahrungen mit Anezka (Liebeskummer) Franz setzt ein Zeichen (hisst Ottos Hose anstelle einer NS-Fahne an den Mast) Sigmund Freud's Abreise nach London Gewitter in Nußdorf am Attersee • Blitzschlag trifft Alois Preininger -> Tod [S.7] Franz erste Arbeitstage in der Trafik (Zeitung und Kunden liefern. Berührungspunkte mit der politischen Situation) Wöchentlicher Postkartenwechsel zwischen Franz und seiner Mutter Franz schreibt seiner Mutter eine Postkarte und bittet sie um Rat (Liebeskummer) [S.76] Einblicke in Sigmund Freuds Leben (Therapie,...

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Personen) Franz und Freud führen tiefgründige Gespräche miteinander Schuschniggs Rücktritt ebnet Weg für Hitlers Machtausweitung mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland [S.143] Inhalt Aufschlüsselung der Bedeutung Alois Preiningers für Familie Huchel (finanzielle Sicherheit) [S.11ff] Ankunft in Wien: Kennenlernen der Trafik und des Besitzers Otto Trsnjek [S.22ff] Franz' erste Begegnung und Unterhaltung mit dem Stammkunden Freud (Ratschlag: Liebe suchen) [S.36ff] Am nächsten Morgen: Aufstand vor der Trafik (Fleischermeister Roßhuber hat sie mit Tierblut beschmiert) Franz besucht Freud zuhause, um ihn nach Rat zu fragen (Liebe) Franz verfolgt Anezka zur Pratergrotte (sie ist Tänzerin in dem Kabarett, hat einige Affären) Roter Egon setzt ein Zeichen gegen den Nationalsozialismus und beginnt Selbstmord [S.145] Mutter möchte Franz zum Arbeiten nach Wien schicken [S.16ff] Franz' Abschied und seine Reise nach Wien [s.19ff] Franz besucht den Prater und folgt Freuds Rat (spricht Anezka an) [S.51ff] Sie gehen gemeinsam zur Schießbude und tanzen zusammen, bevor das Mädchen verschwindet Franz besucht erneut den Prater und fragt einen Kellner nach Anezkas Adresse [s.90ff] Franz erste körperliche Erfahrungen in der ,,Liebesbeziehung" mit Anezka (sie verschwindet wieder) Verfälschende Berichterstattung des Selbstmordes in der Zeitung Trafik wird zum Angriffspunkt jüdischer Anfeindungen Mutter berichtet über die Lage in seiner Heimat (ebenso Zuspitzung der politischen Situation) Franz erster Traumzettel (Traum über seinen verstorbenen Vater) [S.172ff] Franz distanziert sich von den Ereignissen, indem er zum Kahlenberg geht und viel nachdenkt Franz gesteht Anezka seine Liebe und möchte eine feste Beziehung mit ihr (sie hat einen Freund) Franz setzt ein Zeichen gegen die Nationalsozialisten, indem er eine NS-Fahne am Gestapo-Hauptquartier mit Ottos Hose ersetzt Franz Mutter erklärt in inem ef, dass sie gekündigt hat Inhalt Gestapo verhaftet Trsnjek aufgrund des Besitzes und der Verbreitung pornografischer Druckerzeugnisse an Juden [S.154ff] Franz bemerkt die Zuspitzung der politischen Lage (viele Menschen mit Hakenkreuzen etc.) Franz beginnt täglich seine Traumzettel an die Trafik zu hängen und sich mit den Kunden darüber zu unterhalten Franz konfrontiert Roßhuber mit dessen Schuld an Ottos Tod Franz erfährt von dem Postboten über Freuds Pläne der Abreise Franz wird sich seiner Emanzipation bewusst Franz' Verhaftung durch die Gestapo [S.247ff] Franz erster Brief Ian seine Mutter [S.161ff] Franz übernimmt Verantwortung über die Trafik (weniger Kunden, Juden verschwunden) Franz geht zur Gestapo. und erfragt den Aufenthaltsort von Otto -> wird abgewiesen Franz erfährt über Ottos Tod, indem er ein Paket mit seinen letzen Sachen erhält [S.192ff] Freuds Haus wird von Zivilen überwacht, aber. Franz kommt hinein und unterhält sich lange mit Freud (Zigarren) Familie Freud beschließt aus Furcht vor den Nationalsozialisten den Umzug nach London und reist ab [S.233ff] • Anezka besucht 7 Jahren später die Trafik und nimmt Franz Traumzettel mit Bombenangriff auf Wien Schauplatz Nußdorf am Attersee •Waldarbeiter • Tod vor Franz' Geburt • Zimmerfrau • alleinstehend • zunächst vorurteilslos begleitet Entwicklung ihres Sohnes damaliger Liebhaber Otto Trsnjek schuldet ihr einen Gefallen • wohlhabender Geschäftsmann • Tod durch Blitzschlag Herr Huchel Liebesbeziehung Frau Huchel inanzielle Stütze ----- keine emotionale Bindung korperliche Alois Preininger Damalige Affäre mit Franz' Mutter Figurenkonstellation • geboren am 07.08.1920 in Nußdorf am Attersee im österreichischen Salzkammergut • wächst als Einzelkind und ohne Vater in einem Fischerhaus auf Trafikant mit Leib und Seele agiert als Orientierungsgeber Franz' Vater und Sohn kein Kennenlerne Mutter und Sohn *inniges und wechselseitiges Vertrauensverhältnis • Briefkontakt • 17 Jahre alt bei Handlungsbeginn, Protagonist • aus bescheidenen Verhältnissen • zunächst fröhlich, fleißig, zuverlässig, naiv • Selbstfindungsphase, Emanzipation in Wien finanzielle Stütze Eduard Roßhuber • Fleischermeister Judenhass *politisch motivierte Antipathie gegenüber Otto Tranjek macht Franz' am Beispiel der Trafik-Kundschaft mit der Wiener- Gesellschaft vertraut Frau Huchel bildet die Brücke zwischen Heimat und Fremde Der Briefträger Herbert Plündner bemerkt Verletzung des Briefgeheimnisses durch die NS • äußert keine Empathie für Betroffene informiert Franz denunziert Otto Tranjek Franz Huchel Der Kellner • verrät Franz gegen Bezahlung Anezkas Aufenthaltsort sagt zu Franz, dass Anezka zu der billigen Sorte" gehört Prügelei: Franz verliert T Roter Egon .Hubert Pansting! Bekenntnis als Sozialdemokrat • kommunistische Grundhaltung •übernimmt Rolle der Moral und Vernunft begeht Selbstmord als die Nationalsozialisten kommen erfigur Vaterfigu barson. bildet ihn zum Bezugsp Unerfahrenheit und Navi in aus Tor Entwickl Gestapomänner Verhaftung Otto Trsnieks Festnahme Franz Huchels setzung Franz (Bursch") Auswegslosigkeit des Widerstandes gegen die Nationalsozialisten diametrale Vorstellunge O SO von Beskrepan wschalt wechsel elseitige atrale ziel disk Otto Trsnjek Lehrling in der Tr sbeziehung mit il • verliebt sich in sie und Heinzi • tritt als Monsieur auf •Vertrauter Anezkas • parodiert Hitler als Hund Zentrale Figuren haltruistisch Anezka körperliche Beziehungen • respektvolle Freundschaft Entwicklungshelfer Otto Trsnjek Frau Huchel Schauplatz Wien ● neuer Liebhaber von Anezka nach der Verhaftung von Heinzi hocher 1 cher Umgan Frau Dr. Dr. Heinzl ungebildet, arrogant hat Titel von ihren verstorbenen Männern erhalten kauft Wiener Zeitung .Reichspost kriegsversehrter Trafikant (beinamputiert) hilfsbereit, feindlich, aufgeschlossen, mutig. • Besitzer der Trafik • kritischer Zeitungsleser 8.8 SS-Soldat 20 Jahre alt • informiert, politisch gebildet • selbstständig • zeigt Zivicourage Sigmund Freud • Begründer der Psychoanalyse • 80 Jahre alter und kranker Professor • jüdische Herkunft (Bedrohung durch Nationalsozialismus) . Stammkunde in der Trafik (raucht gerne Zigaretten) • bewundert Franz Offenheit und jugendliche Unbedarfheit. • vorausblickend, erfahren • emigriert am 04.06.1938 mit seiner Frau Martina und Tochter Anna nach London (Exil) • böhmische Tänzerin • lebt in ärmlichen Verhältnissen unehrlich, egoistisch Mrs. Bruccleton Amerikanerin unzufrieden mit ihrem Leben • in Therapie als Freuds Patientin • wurde zweimal von ihren Ehemännern betrogen und verlassen schärft Franz' Bewusstsein für politisch-gesellschaftliche Geschehnisse erklärt kritisch die Rolle der Medien und der NS -> prangert verfälschende Berichterstattung an drängt Franz zur Zeitungslektüre) Ottos Tod steht repräsentativ für die Menschen, die gegen die NS-Ideologie resolut und kritisch Position bezogen haben Stammkunde der Trafik Entwicklungs- helfer Franz' sich entwickelndes Vertrauensverhältnis zwischen Franz und Freud zunächst Desinteresse gegenüber Franz', danach Bewunderung seiner Offenheit (tiefgründige Gespräche, Zigarren) Franz erste Liebeserfahrungen Anezka ist reifer und erfahrener als. Franz Protagonist. (im Mittelpunkt des Romans) inniges Verhältnis zur Mutter (Briefkontakt) Zentrale Figuren. Sigmund Freud Franz Huchel D Anezka Erkenntnisse der Psychoanalyse Freuds Instanzenmodell Über-Ich (unbewusst) moralische Instanz • Forderungen, Normen Ich (bewusst) • Realitätsprinzip • Kontrolle, Vermittler zwischen Es, Über-Ich und der Realität Es (unbewusst) • Lustprinzip • Forderungen, Triebe, Wünsche, sofortige Befriedigung Arbeitet in der Grotte auf der Prater dynamische Figur • lässt Entwicklung zu und treibt sie bewusst voran äußere Faktoren bestimmen Franz innere Entwicklung Bildet Brücke zwischen dem Schauplatz Nußdorf und Wien Begleitet Franz' Entwicklung zu Beginn jede Woche Postkartenwechsel PRATER ~ Zentrale Figuren oooo Entwicklungsindizien Beziehung zwischen Franz und seiner Mutter • Änderung der Anrede (Sprachwandel: ab zweitem Brief mit Mutter statt Mama) • Begegnung auf Augenhöhe und distanziert • Franz lernt sich zu artikulieren und reflektieren • schreibt über seriöse Themen: Ottos Tod, politische Lage, Verantwortung Franz' Mutter ~8~ Mutter versucht Franz festzuhalten Versteht und akzeptiert zunehmend, dass sie Franz loslassen muss Distanziert sich, aber bleibt weiterhin Bezugsperson Positive Stärkung des Mutter-Kind-Verhältnisses Ereignisse überstürzenden sich: Briefkartenwechsel IN Mutter: nimmt letztlich Führungs- statt Erziehungsposition ein Franz: Loslösungsprozess als Grundlage der Identitätsfindung, Freiheit, eigene und bewusste. Entscheidungen zu treffen als zentrales Thema heranwachsender Jugendlicher weitestgehend chronologisch, gelegentliche Rückblenden und Vorausdeutungen durchbrechen die Chronologie 9 12 6 6 parallel zueinander verlaufende Handlungsstränge: Politische Situation. Trsnjeks Geschichte Freuds Geschichte Liebesbeziehung Franz' Adoleszenz Mutter-Kind-Beziehung -> alle Erzählstränge sind miteinander verwoben Wechselnde Erzählperspektive Romanstruktur Überwiegend personaler. Erzähler (neutral) Haupthandlung: Sommer 1937 bis Sommer 1938 88 Handlungsräume: Nußdorf am Attersee, Großstadt Wien Schwerpunkt: Dialoge zwischen den Figuren, direkte Rede, Monologe (innere Konflikte), Schriftform (Briefe, Postkarten) Vornehmlich Innenperspektive des Protagonisten Franz Huchel Erzählerische Gestaltung. Handlungsorte (Beitrag zur Atmosphäre, Symbolik) Zeitsprung von 7 Jahren am Ende der Handlung ~9 Erzähler steht als Berichterstatter außerhalb des Geschehens (distanziert) Zeitstruktur: vorwiegend zeitdeckend, teilweise Figurengestaltung steht im Mittelpunkt (Gedankenwiedergabe, Nahbarkeit) 1938 Monologe, Emotionen, 1945 zeitraffend Er-/Sie-Erzählung Differenzierter Einblick für den Leser Sprachliche Gestaltung Tote Kuh (S.18f) Abschied vom ungestörten Landleben -> Franz Tod Nachtfalter (S.109-113) • Vulnerabilität emotionaler Sturz Geranie (S.8,246) ● eingangs: Zuversicht ausgangs: Hoffnungslosigkeit See • Erinnerung an unbeschwerte Kindheit Zigarren • Symbil der Welt • Freiheit Burschi unmündig wird nicht erst genommen Syntax Semantik Bildsprache Wortwahl Symbole M ~10~ einfache, leicht verständliche Sprache, Dialekte Pestvogel (S.127) • Vorzeichen eines negativen Ereignisses Zahnverlust (S.185) • körperlicher und seelischer Schmerz • Ankündigung neuer Zeiten Hose (S.240) • Widerstand gegen Nationalsozialismus Identifikationsmittel • Eingeständnis eigener Emanzipation und Standhaftigkeit Weberknecht • bildhafter Vergleich zu Freud • zerbrechlich, würde gerne erstarren und in Wien bleiben. • beide verschwinden zeitgleich aus der Wohnung Traumzettel • Versuch der Kontaktaufnahme zu Kunden • Verarbeitung eigener Erlebnisse -> indirekte Hinweise, Hervorhebung einer Stimmung Historie Ort -- Handlungssituation Darstellung von Ort, Zeit und Atmosphäre Anschluss Österreich an Nußdorf, Deutschland Wien Zeit Spätsommer 1937- Juni 1938, 1945 Ortawachail Nußdorf am Attersee ● ruhig • idyllisch überschaubar Gegensatz (wenige Menschen) • abgelegen • naturnah • Heimatgefühl. ,,Es gibt kein Zurück, man gewöhnt sich an alles." (alte Dame zu Franz bei seiner Ankunft in Wien) Die Trafik Währinger Straße im 9. Bezirk • Angriffspunkt jüdischer Anfeindungen • Orientierung der Gesellschaft wird durch die Kunden erkenntlich Atmosphäre Spaltung der Gesellschaft aufgrund Veränderungen der NS (Anspannung) • Kundschaft vielfältig: Arbeiter, Rentner, Schulkinder, Hausfrauen, Roter Egon, Sigmund Freud, Frau Dr. Dr. Heinzl Bedeutung neuer Lebensabschnitt -> Konfrontation mit Realität, auslösender Handlungsmoment, ,,Sprung ins kalte Wasser" Widerstand, Resilienz ~11~ Großstadt Wien • Lärm • einschüchternd • Hektik (Menschenmengen) • Fokus des Weltgeschehens • Reizüberflutung • Gefühl der Fremdheit Rolle der NS Prägt Gesellschaftsbild, Atmosphäre und Franz Entwicklung 晶圓 Die Pratergrotte großer, roter Raum • Scheinwerfer beleuchten eine Bühne • lächerliche Nachahmung Hitlers (gegen die NS) • Zielgruppe: ,,damenlose Herren" • Franz trifft Anezka wieder Funktion • Instrument der Massenbeeinflussung (Propaganda) Erziehung nach der NS-Ideologie emotionale Manipulation Gleichschaltung, Zensur, Kontrolle Franz Huchel in Nußdorf friedliche Kindheit mit Distanz zum Weltgeschehen Rolle der Medien www Romanbezug Franz erkennt die Einseitigkeit und Wirkung der Medien durch kritisches Hinterfragen nutzt Zeitung als Klopapier kein Interesse am Lesen niedriges Bildungsniveu Franz Huchel in Wien • neue Erfahrungen und Erlebnisse neues soziale Umfeld Überforderung Herausforderung Wachstumsschritt Aktueller Bezug Aufforderung an den Leser: differenziert informieren (mehrere, seriöse Quellen), eigenes Bild schaffen, Persönlichkeitsentwicklung ~12~ anstreben Trafik > direkter Kontakt mit der Welt und mit gegensätzlichen politischen Situationen verleitet Franz zum Nachdenken Franz erweitert seinen Horizont zunächst durch für ihn mühseliges Lesen • passive Lernphase • Zustand kindlicher Naivität und Neugierde entwickelt zunehmend Interesse beginnt jeden Morgen automatisch zu lesen bildet eine eigene politische Meinung • aktive Handlungsphase positioniert sich gegen die NS ist von der Berichterstattung aufgrund ihrer Einseitigkeit enttäuscht • beginnt Traumzettel zu schreiben, um der Propaganda zu entfliehen o Naivität Heimat Nussdorf am Attersee (S.7-16) • ,,folgsames Muttersöhnchen" • unselbstständig, unreflektiert, kaum soziale Kontakte -> passiv Selbstreflexion Entwicklungastadion BE Reizüberflutung Ankunft in Wien (S.20ff) • neues Umfeld, neue Eindrücke • Loslösung von autoritären Personen (Familie) • Fokus des Weltgeschehens Begegnung mit Trafikant Otto Trsnjek Veränderung eigener Sichtweisen und Handlungen (S.161-172) • Freud gewährt Franz Zugang zu inneren Vorgängen (Psychoanalyse, Traumzettel) • Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Konflikten erstes Befassen mit der Liebe, • tiefgreifende Krise stößt Persönlichkeit an: unglückliche Liebesbeziehung, Ottos Tod 5 Wissenserweiterung Erfahrungen in der Großstadt und im sozialen Umfeld (S.22-160) • Bekanntschaft mit Sigmund Freud (Lehrmeister) Übergang Freuds Abreise (S.197-202) Freud reist aufgrund der Zuspitzung der Judenfeindlichkeit nach London • Umgang mit der Erfahrung des Verlustes zweier Bezugspersonen • Beginn der intellektuellen und persönlichen Entwicklung ~13~ Erwachsenenstatus insgesamt: Entwicklung eigener Welt- und Werte Vorstellungen lastet aktiv und pflichtbewusst Widerstand gegen NS • übernimmt Verantwortung • eigene Verhaftung: vorausblickend, nicht mehr naiv, steht für sich selbst ein -> Handelnde Personen richten die Weichen in Franz Leben neu aus Franz entwickelt sich im Verlauf der Erzählung vom naiven und unerfahrenen zum selbstreflektierten, verantwortungsbewusst handelnden und kritisch nachdenkenden Erwachsenen mit einem politischen Bewusstsein -> äußere Faktoren beeinflussen Franz innere Entwicklung Adoleaging Historischer Adoleszenzroman zentrales Thema Persönliche Entwicklung des Protagonisten Franz Huchel vor dem Hintergrund des erstarkenden Nationalsozialismus Entwicklungspsychologie Adoleszenz= Zeitraum zwischen dem 11. und 22. Lebensjahr Lebensabschnitt zwischen dem Ende der Kindheit und dem Erwachsenenstatus (Beginn) • Entwicklungsphase, in der biologische Veränderungen und psychologische Erfahrungen am direktesten aufeinander bezogen sind und umfassende Integrationsprozesse stattfinden • Vordergrund: Identitätsfindung, Auseinandersetzung mit Gesellschaft • Entwicklungsaufgaben in unterschiedlichen Lebensbereichen: Sexualität, Körperempfinden, Loslösung von Familie, Aufbau eigener Sozialkontakte, gesellschaftliche Faktoren • historisches und soziales Umfeld elementar für Identitätsbildung • Phase des inneren und äußeren Tumults-> Selbstzweifel, Rückzugstendenzen, Entwicklungsdynamik, Wachstumspotenzial Deutungsansätze Historische Leseart • zunehmender Einfluss der NS in Österreich (v.a. Ausgrenzung der Juden) • Anschluss Österreichs an Deutschland (März 1938) Medienkritische Leseart • ideal: Meinungsvielfalt und Wahrheitssuche in Zeitungen (Verfechter Trsnjek) • Kritik an Sensations journalismus und Gleichschaltung der Presse ~14~ Entwicklungspsychologische Leseart Franz' Adoleszenz • Krisenerlebnisse, Handlungsphase • Entwicklung eigener Persönlichkeit. Psychoanalytische Leseart • Bedeutung des Unterbewussten (Triebe, Wünsche) • Gespräche: Mittel der Konfliktbewältigung Auseinandersetzung mit Träumen als therapeutische Maßnahme • Freund als Franz' Ratg Erzählerische und sprachliche Gestaltungsmittel zueinander in Bezug gesetzt deuten 3. .4. 5 .7. Erwartungehorizont Einleitung • Autor • Titel • Entstehungszeit • Textart • Thematik Einordnung des Romanauszuges in den Gesamtzusammenhang • Vergangenheit • Gegenwart • Zukunft Inhalt des Romanauszuges • Gliederung im Sinnabschnitte Darstellungsform von Ort, Zeit, Atmosphäre • Farben • Symbole • Stimmung Figuren Gestaltung und Konstellation • direkte und indirekte Charakterisierung Eigenschaften, Stimmung, Haltung, Sprache etwas steht für etwas • Rückschlüsse von der Umgebung (z.B. Kälte) auf innere Verfassung •Auffälligkeiten, Entwicklungen, Beziehungen, Verhalten zueinander Erzählerische Besonderheiten • Erzähltechnik: Erzöhlform, Erzählperspektive, Erzöhlverhalten, Erzählhaltung • Zeitstruktur: Erzähltempo, evtl. Rückblicke und Vorausdeutungen Sprachliche Besonderheiten • Syntax, Semantik, Bildsprache, Wortwahl (Dreisatz: Stilmittel, Bezug, Funktion). Reflektierte Schlussbetrachtung • Stellenwert des Romanauszuges für die Gesamthandlung, (Entwicklungen, Veränderungen) evtl. Eingangs formulierte Deutung hypothese verifizieren, falsifizieren oder modifizieren • Historie und Einbezug des Autos (Biographie) ~15~