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"Die Räuber" / Schiller: Spiegelberg u. andere Personen

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 Gliederung
1.
2.
2.1
2.2
Einleitung
Moritz Spiegelberg
Biographie von Spiegelberg
Interpretation des Namens,Spiegelberg'
Schillers Bezug au

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Klaus Schenck

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Gliederung 1. 2. 2.1 2.2 Einleitung Moritz Spiegelberg Biographie von Spiegelberg Interpretation des Namens,Spiegelberg' Schillers Bezug auf den Charakter von Spiegelberg Sonderstellung Schillers Bezug zu Spiegelberg 2.3.3 Spiegelbergs früher Tod 2.4 2.4.1 2.4.2 2.4.3 2.4.4 Selbstverherrlichend 2.4.5 Verwandelbare Persönlichkeit 2.3 2.3.1 2.3.2 Charakterisierung von Spiegelberg Machtbesessen und hinterlistig Brutal und gewissenlos Ängstlich und feige 3. 3.1 3.2 3.3 Charakterisierung der Räuberbande 3.3.1 Treue: Kosinsky, Roller, Schweizer, Grimm 3.3.2 Schufterle Die Räuberbande Biographie der Räuberbande Schillers Bezug zur Räuberbande 3.3.2.1 Interpretation des Namens ,Schufterle' 3.3.2.2 Gewissenlosigkeit Daniel Biographie von Daniel Charakterisierung von Daniel Treuer Diener 4. 4.1 4.2 4.2.1 4.2.2 Gottesgläubig 5. 5.1 5.2. 6. 6.1 6.2 6.3 7. 7.1 7.2 8. 8.1 8.2 Literaturverzeichnis - Selbstständigkeitserklärung - Pater Biographie des Paters Charakterisierung des Paters Pastor Moser Biographie von Pastor Moser Schillers Bezug zu Pastor Moser Charakterisierung von Pastor Moser Vergleich Vergleich von Spiegelberg (Schiller) – Herse (Kleist) Vergleich: andere Personen (Schiller) – Knechte (Kleist) Anhang Deckblatt Seite S. 3 S. 4 S. 4 S. 4 S. 5 S. 5 S. 5 S. 6 S. 7 S. 7 S. 8 S.9 S.9 S. 10 S. 11 S. 11 S. 11 S. 11 S. 11 S. 12 S. 12 S. 12 S. 13 S. 13 S. 13 S. 13 S. 13 S. 14 S. 14 S. 14 S. 15 S. 15 S. 15 S. 15 S. 16 S. 16 S. 17 S. 19 S. 19 S. 20 www.KlausSchenck.de / Deutsch / 12.1: Caroline / Seite 3 von 20 Schiller: „Die Räuber" 4. Charakterisierung: Spiegelberg / andere Personen 1. Einleitung Die folgende Ausarbeitung ist eine Charakterisierung von Spiegelberg, der Räuberbande, Daniel, dem Pater und dem Pastor Moser. Im Mittelpunkt steht Moritz Spiegelberg. Zuerst wird seine Person inhaltlich dargestellt, bevor diese dann detailliert charakterisiert wird. Anschließend wird das- selbe mit den oben genannten Personen und der Räuberbande bearbeitet. Es werden Anregungen und Informationen aus fünf verschiedenen Sekundärliteraturen zu ,Schiller, Die Räuber' entnommen. Diese sind von Diesterweg, Königs-Erläuterungen, Oldenburg,...

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Einfach Deutsch und Klett. www.KlausSchenck.de / Deutsch / 12.1: Caroline / Seite 4 von 20 Schiller: „Die Räuber" 4. Charakterisierung: Spiegelberg / andere Personen 2. Moritz Spiegelberg 2.1 Biographie von Spiegelberg Spiegelberg ist ein frei denkender Mensch, der schon immer brutale Linien in seinem Leben hat und noch nie etwas friedlich erreichen wollte, denn an seine Ziele gelangt er mit viel Gewalt, Brutalität und Blut. Er befürwortet das Töten und schreckt nicht davor ab, unschuldigen Menschen etwas Grausames anzutun. So kommt er auf die Idee eine Räuberbande zu gründen, denn als Kopf einer Bande könnte er seinen blutigen und brutalen Wünschen nachgehen. Doch die Bande sieht es anders und sie wählen Karl als ihren Hauptmann. Spiegelberg ist verärgert und versucht sein Ziel, Kopf dieser Bande zu werden, zu erreichen, auch wenn es einen Mord verlangt, nachdem arglistige Überzeugungen nicht ausreichen. Doch bevor er dies erreichen kann wird sein Leben durch den treuen Räuber Schweizer, der hinter Karl steht, beendet. Schiller erwähnt zwar nicht, dass Moritz Spiegelberg ein Jude ist, doch geht man davon aus, da er ihn mit jüdischen Eigenheiten versehen hat. Er ist beschnitten, hielt sich schon in Jerusalem auf und trägt den Vorname Moritz. (Karl zu Spiegelberg:) „[…] du willst die Vorhaut aus der Mode bringen, weil der Barbier die deinige schon hat?" 1 Moritz: ,,[...] er gilt als typischer Assimilationsname von Juden, da er an Moses bzw. Mosche erinnert." 2 2.2 Interpretation des Namens Spiegelberg Spiegelberg gibt vor wie ein Freund und Kumpane zu Karl, dem Räuberhauptmann, zu sein, doch plant er auch, wie er ihn umbringen kann. Man denkt, dass man die Menschen durch ihr Auftreten und ihr Aussehen richtig interpretieren kann, doch ¹ Reclam, Friedrich Schiller, Die Räuber: Seite 27 Zeile 19 ff 2 Lektürehilfe Klett: Die Räuber: Seite 119 Zeile: 27f www.KlausSchenck.de / Deutsch / 12.1: Caroline / Seite 5 von 20 Schiller: „Die Räuber 4. Charakterisierung: Spiegelberg / andere Personen kann sich im Inneren, wie hier mit Spiegelberg, ein Charakter verstecken, der das genaue Gegenteil zu der eigenen Interpretation ist. So ist es mit Spiegelberg, er spiegelt eine ganz andere, intrigante Person wider. Dieses Verb Prädikat „spiegeln" charakterisiert Spiegelberg und ist dadurch der erste Teil seines Namens. 2.3 Schillers Bezug auf den Charakter von Spiegelberg 2.3.1 Sonderstellung Schiller stellt Spiegelberg im Vergleich zu den anderen Räubern abweichend da. Denn Moritz Spiegelberg ist neben Karl Moor das einzige Räubermitglied, dessen Vorname man erfährt. Zudem wird nur er in der Bande detaillierter dargestellt. Man erfährt von seiner Vergangenheit und seinen Gedanken. Bei der Bande ist dies anders, von ihnen erfährt man gerade einmal den Nachnamen und ab und zu Informationen über ihr Verhalten. Schon durch diese Kleinigkeiten, ein genannter Vorname, genannte Gedanken und Erzählungen seiner Vergangenheit, wird gezeigt, dass Spiegelberg nicht nur eine Rolle als Räubermitglied spielt, sondern von Schiller eine Sonderstellung bekam, in der er in dem Räuber mehr als nur ein Räuber sieht. Außerdem spiegeln sich eigene Bezüge von Friedrich Schiller in Moritz Spiegelberg wider. 2.3.2 Schillers Bezug zu Spiegelberg Schiller integriert eigene Bezüge in Spiegelbergs Leben. Denn während Schiller lebte, haben sich des Öfteren verarmte Juden zu Räuberbanden zusammengeschlossen. Dieses lernte und beobachtete er anhand von Informationen, Erzählunger seines Lehrers Abel. Dieses Wissen brachte nun auch in sein Drama mit ein und so www.KlausSchenck.de / Deutsch / 12.1: Caroline / Seite 6 von 20 Schiller: „Die Räuber" 4. Charakterisierung: Spiegelberg / andere Personen überlässt er Spiegelberg, der auch Jude ist, die Idee zur Gründung der Räuberbande. Ein weiterer Bezug lässt sich mit Friedrich Schillers Kameraden verbinden, welchen er als schlecht denkenden Menschen verachtete und der die Idee hatte nach dem heiligen Lande zu wandern³. Es zeigt sich, dass Spiegelberg seinen Plan, nach Jerusalem zu wandern, von Schillers Kameraden und dessen Gedanken erhalten hat. 2.3.3 Spiegelbergs früher Tod Spiegelberg wird neben Amalia, Franz, Karl und dem Vater Moor als fünfte Hauptperson dargestellt. Es ist wahrscheinlich, dass jeder dieser fünf Personen am Ende der Geschichte sterben wird. Vier sterben oder werden bereits in der Handlung getötet und es ist davon aus gehen, dass Karl, der sich am Ende selbst der Justiz überliefern will,4 auch stirbt. Spiegelberg ist der Erste, der schon in dem vierten Akt ermordet wird. Die plausibelste Erklärung ist, dass sich sowohl Franz als auch Moritz Spiegelberg als Gegenspieler Karls herausstellten. Und da sich durch Spiegelbergs geplante Ermordung von Karl ein „weiterer Handlungsstrang (...) hätte entwickeln können (...)"5, sich jedoch der letzte Akt nur auf „die Karl- und Franz Handlung bzw. die Vater- Sohn- Handlung konzentrieren“ sollte, so musste Spiegelberg aus der Geschichte verschwinden und dies löst Schiller, indem er seine Rolle beendet und ihn von Schweizer erstechen lässt. 3 Vgl. Grundlagen Gedanken, Diesterweg, Die Räuber: Seite 80 Zeile 7ff 4 vgl. Reclam, Friedrich Schiller, Die Räuber: Seite 148 Zeile 36f 5 Grundlagen Gedanken, Diesterweg, Die Räuber: Seite 79 Zeile 36f 6 Grundlagen Gedanken, Diesterweg, Die Räuber: Seite 79 Zeile 39f -

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Dieses Wissen brachte nun auch in sein Drama mit ein und so www.KlausSchenck.de / Deutsch / 12.1: Caroline / Seite 6 von 20 Schiller: „Die Räuber" 4. Charakterisierung: Spiegelberg / andere Personen überlässt er Spiegelberg, der auch Jude ist, die Idee zur Gründung der Räuberbande. Ein weiterer Bezug lässt sich mit Friedrich Schillers Kameraden verbinden, welchen er als schlecht denkenden Menschen verachtete und der die Idee hatte nach dem heiligen Lande zu wandern³. Es zeigt sich, dass Spiegelberg seinen Plan, nach Jerusalem zu wandern, von Schillers Kameraden und dessen Gedanken erhalten hat. 2.3.3 Spiegelbergs früher Tod Spiegelberg wird neben Amalia, Franz, Karl und dem Vater Moor als fünfte Hauptperson dargestellt. Es ist wahrscheinlich, dass jeder dieser fünf Personen am Ende der Geschichte sterben wird. Vier sterben oder werden bereits in der Handlung getötet und es ist davon aus gehen, dass Karl, der sich am Ende selbst der Justiz überliefern will,4 auch stirbt. Spiegelberg ist der Erste, der schon in dem vierten Akt ermordet wird. Die plausibelste Erklärung ist, dass sich sowohl Franz als auch Moritz Spiegelberg als Gegenspieler Karls herausstellten. Und da sich durch Spiegelbergs geplante Ermordung von Karl ein „weiterer Handlungsstrang (...) hätte entwickeln können (...)"5, sich jedoch der letzte Akt nur auf „die Karl- und Franz Handlung bzw. die Vater- Sohn- Handlung konzentrieren“ sollte, so musste Spiegelberg aus der Geschichte verschwinden und dies löst Schiller, indem er seine Rolle beendet und ihn von Schweizer erstechen lässt. 3 Vgl. Grundlagen Gedanken, Diesterweg, Die Räuber: Seite 80 Zeile 7ff 4 vgl. Reclam, Friedrich Schiller, Die Räuber: Seite 148 Zeile 36f 5 Grundlagen Gedanken, Diesterweg, Die Räuber: Seite 79 Zeile 36f 6 Grundlagen Gedanken, Diesterweg, Die Räuber: Seite 79 Zeile 39f -