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"Flitterwochen, dritter Tag"

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Die Kurzgeschichte ,,Flitterwochen, dritter Tag", geschrieben von Gabriele
Wohmann erschien im Jahr 1968 und thematisiert die
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Analyse Die Kurzgeschichte ,,Flitterwochen, dritter Tag", geschrieben von Gabriele Wohmann erschien im Jahr 1968 und thematisiert die Kommunikationsschwierigkeiten und das Verhältnis zwischen Distanz und Nähe in der Beziehung von Reinhard und der Erzählerin. Die Szene spielt sich am dritten Tag der Flitterwochen von dem frisch verheirateten Ehepaar Reinhard und der Erzählerin in einer Bierkneipe ab. Dabei schmiedet der Ehemann Pläne für die gemeinsame Zukunft, während seine Frau in Gedanken dauerhaft bei der Warze von Reinhard ist. Diese scheint sie sehr zu beunruhigen und lenkt sie von dem Gespräch mit ihm ab. In der Kurzgeschichte gibt es zwei Figuren; die Erzählerin und ihren Mann Reinhard. Der Mann ist mit der Situation sehr zufrieden; er schmiedet Pläne für die Zukunft. Er ist glücklich mit der Ehe. Bei der Erzählerin stellt sich die Sache anders dar. Sie trägt zu den gemeinsamen Plänen nichts bei; der Mann tut dies für sie: bestimmt z. B. Sie solle aufhören zu arbeiten (Z. 2f.). Dadurch wird die Erzählerin unbehaglich und entdeckt an ihm die „Makel“, welche ihr vorher nichts ausgemacht haben. Für sie steht nun seine Warze im Vordergrund (vgl. Z.6). Im weiteren Verlauf ihrer Gedankengänge dreht es sich immer mehr um dieses ,,schundrige Ding" (Z.35) und sie steigert sich immer mehr in das Schlechte in ihm herein und entwickelt damit sogar einen „Ekel" gegen...

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diese Warze bzw. ihren Mann. Dies impliziert, dass sich die Erzählerin nicht nah einer Zukunft mit ihrem Mann sehnt und sich eher von ihm distanziert. Da die Gesprächsanteile Reinhards deutlich höher sind, ist es eher unwahrscheinlich, dass er diese „Distanz „ spürt. Der Ort des Abend s ist eine ,,Bierkneipenterrasse" (Z.2). Dies zeigt, dass dieses Ehepaar in der Gesellschaft teil der Mittelschicht ist, da sie sich einen Platz ausgesucht haben der eher bescheiden wirkt. Sie haben also keinen großen Anspruch an diesen Abend, obwohl er, besonders für die Erzählerin, von besonderer Bedeutung ist,weil ihr an diesem Abend vieles klar geworden ist worüber sie vorher nicht nachgedacht hat. Somit spielen die Gedanken der Frau in dieser Kurzgeschichte eine sehr große Rolle und decken daher auch einen Großteil der Lesezeit ab, sodass die erzählte Zeit während dem Lesen stattfinden könnte. Daher ist die Kurzgeschichte in der Zeitdeckung geschrieben worden, was den Leser dazu anregt viel mitzudenken, da es eine lebensechte Situation widerspiegelt. In dieser Situation ist der Leser also dazu aufgerufen sich exakt in die gleiche Position wie die Erzählerin hineinzuversetzen. Dies ist unter anderem dadurch möglich, da die Geschichte von einer Ich- Erzählerin und in der Innensicht geschrieben wurde. Mit diesen Voraussetzungen können die Gedanken gut nachvollzogen werden und auch die Innensicht unterstützt den Leser in seinen Emotionen, da die Gefühle der Figuren auch der Erzählerin bekannt sind. Außerdem wurde in das Erzählverhalten als personaler Erzähler geschrieben und der Leser wird damit noch mehr in die Geschichte gefesselt, weil selbst die Erzählerin nicht mehr weiß als sie in diesem Moment als Person und dies macht die Kurzgeschichte noch spannender. Der bedeutendste Teil der Kurzgeschichte ist die Warze, welche hauptsächlich die Gedanken der Erzählerin betrüben. Sie wird oft wieder aufgegriffen und geht sozusagen als Leitfaden durch die Szene. Wenn sie genannt wird, wird sie fast immer mit einem Stilmittel unterstützt. Dies verdeutlicht die Bedeutsamkeit der Warze welche wie ein Polyp aussehen soll (vgl. Z.9). Hier wird sie mit einem Geschwulst verglichen, welches man nicht sieht da es unter der Haut ist. Da die Erzählerin die Warze in diesem Falle am liebsten auch nicht sehen würde, wurde der Vergleich herangezogen um dies zu verdeutlichen. In Zeile 22 folgende wird die Warze mit einer ,,Narrenkappe" verglichen und in Zeile 28 mit der ,,körnig(en) (...) Haut auf Hühnerbeinen". Mit diesen vielen Vergleichen wird deutlich, dass sich die Erzählerin viele Gedanken über die Warze macht. Sie steht jedoch auch als Symbol für ihren Ehemann. Indem die Erzählerin in Zeile 13 bis 16 die Warze beschreibt, wird klar dass sie sich nochmal genau vor Augen führen will in welcher Situation sie steckt. Nachdem ihr Ehemann sie nach dieser Überlegung mit dem Ausruf ,,Prost, Schatz cheerio!" anspricht, kommt sie zu dem Schluss dass er ein Unmaß sei (vgl. Z.22). Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und überlegt sich ob es wehtue, wenn man auf die Warze drücken würde (vgl. Z. 46ff.). Damit fragt sie sich in echt, ob sie ihrem Mann wehtun könnte, welches kein gutes Zeichen ist, wenn man an die Zukunft des Ehepaares denkt. Zusammengefasst wird klar, dass die Warze weiterhin immer ein Aspekt sein wird, der die Frau an ihrem Mann stört und dies bedeutet, dass die Zukunft dem Ehepaar nichts gutes bringen wird, obwohl der Mann davon noch keine Ahnung hat. Die Erzählerin bereut es sogar den Mann geheiratet zu haben, da sie schon jetzt feststellt, dass sie ihn langweilig findet und sie nur noch Augen für die Warze, also ungeliebte in ihm hat. Dies hat die Erzählerin vor ihrer Ehe nicht geglaubt und merkt erst jetzt, dass sie einen Fehler gemacht und schon jetzt kein Interesse mehr an Reinhard hat.

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