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Gedichtsanalyse „Abend“ Andreas Gryphius

Gedichtsanalyse „Abend“ Andreas Gryphius

 Joline Larres
Deutsch Lk
08.04.20
Gedichtsanalyse: ,, Abend" Andreas Gryphius
Einleitung:
Das Gedicht ,,Abend", welches Mitte des 17. Jahrh

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989 Wörter Deutsch Lk Klasse 11 Barok Lyrik

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Joline Larres Deutsch Lk 08.04.20 Gedichtsanalyse: ,, Abend" Andreas Gryphius Einleitung: Das Gedicht ,,Abend", welches Mitte des 17. Jahrhunderts in der Zeit des Barocks von Andreas Gryphius verfasst wurde ist ein Sonett und handelt um die für diese Epoche typische Vanitas in diesem Fall handelt es sich um die Vergänglichkeit des Lebens. Äußere Form: Wie bereits erwähnt handelt es sich um ein Sonett, also ist der Text in 2 Quartette und 2 Terzette eingeteilt. Die beiden Quartette bilden jeweils einen umarmenden Reim welcher durch den Wechsel von weiblichen und männlichen Kadenzen verdeutlicht wird. In den beiden Terzetten liegt ein strophenübergreifender Schweifreim vor. Durch das Metrum, den sechshebigen Jambus, auch Alexandriner genannt, entsteht ein über das gesamte Gedicht hinweg gleichbleibendender Rhythmus. Das erste Quartett beginnt mit einer Syneckdoche, der Entsprechung „Tag“ und „Nacht“ (V.1) welche hier symbolisch für das Leben und den Tod eingesetzt wurden. Außerdem findet man eine Personifikation des Tages und der Nacht durch das Adjektiv schnell und das Verb schwingen auf. In dem darauffolgenden Vers findet man eine Gegenüberstellung von Sternen und müden Menschen (V.2) Die vom Leben ,,müde“ (V.2) gewordenen Menschen verlassen das irdische Leben, die Alliteration, Menschen müde“ (V.2) unterstreicht das harte Leben dieser Menschen, welches eigentlich unnütz war. Letzendich war das Leben also umsonst und hatte keinerlei Mehrwert für die Nachwelt. Von der Arbeit müde gewordene Menschen...

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verlassen ihre Arbeit und zurück bleibt lediglich „Einsamkeit“ (V. 4) In dem gleichen Vers findet man erneut eine Personifikation, in diesem Beispiel ist es die Zeit welche vertan ist, hierbei wird ein Bezug auf den ersten Vers genommen wo von einem schnellen Tag die Rede ist, nun ist also die zeit des Tages/ Lebens vertan. Die Stimmung bleibt auch in der zweiten Strophe bedrückt, der Hafen nähert sich dem Schiff, nicht das Schiff nähert sich dem Hafen (V. 5) es soll damit aufgezeigt werden das nicht wir uns dem Tod nähern, sondern der Tod sich uns nähert und unausweichlich ist. Der Gedanke der Vanitas wird im folgendem Vers fortgeführt durch ein Emblem "Licht verfiel" (V. 6) verdeutlicht, Das verfallene Licht steht indem Fall methaphorisch für den Verfall des Lebens- den Tod. Der Vergleicht wird mit „Ich, du“ (V7) verdeutlicht weil ebenso das Licht von „mir und dir“ verfällt. In dem Letzten Vers wird Das „Leben“ (V. 8) mit einer „Renne- Bahn" (V.8) verglichen, an dessen Endedoch niemand gewinnen kann, da dort für alle der Tod wartet. Im ersten Terzett wird die Aufforderung geäußert, dass Gott den Menschen von seinen Qualen (V. 10) erlösen soll (V. 14). Diese Forderungen des Lyrischen-Ichs sind anhand von den Anaphern in Vers 9, 10, 12 zu sehen. Die Menschen betteln förmlich um Erlösung durch den Tod, gerade deshalb ist der Glaube zu dieser Zeit so hochgestellt, da die Menschen sich ein leben nach dem Tod mit einer Hoffnung auf eine bessere Welt vorstellen, dies wird durch den Pleonasmus „heller Glanz“ (V. 11) der allzeit präsent sein soll. Die Repetition des Wortes,,nicht" (V. 10) er bitten Gott nicht etwas zu tun sondern vile Dinge nicht zu tun. Die bitte nach dem Tod welcher metaphorisch durch „müde Leib einschläft“ die Seele erwachen zulassen lässt sich auf eine Religion und den damit verbundenen glauben des Lebens nach Joline Larres Deutsch Lk 08.04.20 dem Tod mit sich bringt. Die Metapher der Finsternis (V. 14) weißt erneut auf die depressive und ängstliche Stimmung hin die zur Zeit des 30-jährigen Krieges für die Menschen eine absolute Qual gewesen sein müssen aber wie das Potal schön aussah geht es irgendwann mit dem erreichen des jenseits wieder Berg auf aufgrund dessen haben die Menschen die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Die Metapher/ Personifikation ähnelt der im Vers 1, da der Abend erneut die Bedeutung des Todes hat (und der Tag etwas ,,macht“). Inhalt/ Sprache Das Lyrische Ich beschreibt in diesem Gedicht, wie schnell sich das Leben dem Ende zuneigt. Der Tod wird metaphorisch mit dem Abend dargestellt somit erschließt sich also auch der Titel: ,,Abend". Das für ein Sonett typische barocke Lebensgefühl von Nichtigkeit und Vergänglichkeit alles irdischen wird oftmals in verschiedenen Versen verdeutlicht. Das Religiöse Leben und die Göttliche Allmacht wird stark gewichtet, da die Menschen stark Religiös waren um die Hoffnung eines weiteren, besseren Lebens nach dem Tod aufrechtzuerhalten. Dieser Wunsch erschließt sich aus dem Leiden und dem moralischem Verfall der Zeit des 30-Jährigen Krieges in der der Dichter Andreas Gryphius aufwuchs. Die Menschen sind unruhig und fühlen sich einsam. (V.4). Die für diese Epoche Typische Eitelkeit wird in dem Gedicht oft zum Ausdruck gebracht. Das Lyrische- Ich entpuppt sich als ehrfurchtslos gegenüber Gott und bittet ihn um Gnade und Aufnahme in das Himmelreich (V. 12-14). Die Aussage des Gedichtes ist das der Tod nicht als Ende, sondern als Neuanfang und Erlösung zählt Das Sonett ist stark rhetorisch geprägt, da auf ein Bild oftmals mehrere Stilmittel zutreffen. Wir finden einen emblematischen Aufbau vor, da das Wort „Abend“ Überschrift aber auch die These ,,der schnelle tag ist hin" es folgt also die Nacht und das kurze/ schnelle Leben hat ein Ende. Das letzte Terzett bildet indiesem Fall das Epigramm, nur nach dem lesen dieses Terzetts erschließt sich dem Leser der Sinn des gesamten Gedichtes, da das erste Quartett ohne das letzte Terzett unerschliessbar ist. Schluss: Das Sonett lässt sich aufgrund des typischen Kernmotivs Vanitas deutlich in die Zeit des Barocks einordnen. Es wird die Vergänglichkeit des Menschen, aber auch die Hoffnung auf ein Weiterleben der Seele nach dem Tod beschrieben. Die Menschen wurden in dieser Zeit stark durch den Dreißigjährigen Krieg geprägt. Dadurch entstand Verzweiflung und der Gedanke der kurzen Zeit des Lebens wurde durch das Vanitasmotiv in das zentrale Denken der Menschen gebracht. Aber auch die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod war beständig. Es gab einen starken Glauben. Durch das Chaos des Krieges suchten die Menschen Halt bei Gott, was auch in diesem Gedicht durch eine direkte Bitte an Gott gezeigt wird. Das Sonett ist also ein typisches Barockgedicht, welches durch die Kerngedanken der Vergänglichkeit der Zeit beeinflusst wurde.

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