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Gedichtsanalyse „die zwei Gesellen“

16.10.2021

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Streben
bei bei-
dem
scheinbar
gescheiter
da lyrisches
Ich gott bit
tet die bei-
den in den
Himmel auf
zunehmen
Das Wandern ist als Topos* d
Streben
bei bei-
dem
scheinbar
gescheiter
da lyrisches
Ich gott bit
tet die bei-
den in den
Himmel auf
zunehmen
Das Wandern ist als Topos* d

Streben bei bei- dem scheinbar gescheiter da lyrisches Ich gott bit tet die bei- den in den Himmel auf zunehmen Das Wandern ist als Topos* der romantischen Literatur nicht nur ein beschauliches Bild für Naturerlebnis und behaglichen Lebensgenuss. Es ist im Gegenteil sehr oft- und zwar in Prosa wie Lyrik gleichermaßen das Motiv des ruhelosen Umhergetriebenseins, der vergeblichen Suche nach Heimat und Geborgenheit. Die Polarität der beiden Erschei- nungsformen kommt besonders deutlich in folgendem Gedicht Eichendorffs zum Aus- druck: Die zwei Gesellen Es zogen zwei rüstge Gesellen zum ersten Mal von Haus, b so jubelnd recht in die hellen, klingenden, singend } s des vollen Frühlings hinaus. Konsplation FOSHIN Die strebten nach hohen Dingen, Antitheso die wollten, trotz Lust und Schmerz, was Rechts in der Welt vollbringen, und wem sie vorübergingen, Personifikation dem lachten Sinnen und Herz. Der Erste, der fand ein Liebchen, die Schwieger kauft' Hof und Haus; der wiegte gar bald ein Bübchen, Diminutive und sah aus heimlichem Stübchen 15 behaglich ins Feld hinaus. Und wie er auftaucht' vom Schlunde, da war er müde und alt, sein Schifflein, das lag im Grunde, so still war 's rings in die Runde, 25 und über die Wasser weht 's kalt. -schweit- reim Es singen und klingen die Wellen des Frühlings wohl über mir; und seh ich so kecke Gesellen, die Tränen im Auge mir schwellen, ach Gott, führ uns liebreich zu dir! kein regelmäßiges Metrum + denzen →nicht einheitlich, monoton sondern universell und auf- regend Sirenen Antithese? 14gen negativ s singen positiv? "ypisch, verführung Dem Zweiten sangen und...

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logen freies, die tausend Stimmen im Grund, aufregendes, verlockend' Sirenen, und zogen riskantes ihn in der buhlenden Wogen Leben 20 farbig klingenden Schlund. Sen Le Gleiche Ausgangslage aber unterschiedlicher Weg 6Strophen á 5verse = 30verse Liebchen und Bübchen als Dimimutive (ironische Verniedlichung, warum scheitern beide? eingespert/belöchelf, langweiliges Leben Jede strophe ein Enjambe- ment letztes vers in Praisens (Rest Vergan- genheit *vorgeprägte Formel, tradiertes Motiv Kritisiest Religion stärker betonen, Schiff lag im Grunde als Metapher für den Tod und fürs Scheitern bedavest, bewundest Wandern als wohltat für die psyche Botschaft im letzen Vers -Belde sollen in den Himmel Kommen 1. Sie schalten sich nach der dritten bzw. sechsten Strophe in das Gedicht ein und diskutieren mit den beiden Gesellen über ihren Lebenslauf. - Entwerfen Sie die Dialoge. 2. Arbeiten Sie anhand einer genauen Textbetrachtung heraus, welche Position Eichendorff den beiden gegenüber einnimmt. 3. Stellen Sie die beiden Lebenshaltungen einander erörternd gegenüber. Welcher der bei- den Gesellen hat eher Ihre Sympathie? 25 BASISTEXTE Gedichtsinterpretation, die zwei Gesellen" L Die Urfassung des Gedichts ,,die zwei Gesellen" von Joseph von Eichendorff, handelt von zwei jungen Gesellen, die nach ihrer beruflichen Grundausbildung ins Leben ziehen und von nun an ihren Weg gehen. Veröffentlicht wurde es 1818, also im Zeitalter des Wiener Kongresses samt seiner Opposition, die statt Autoritäten nach Freiheiten strebt. Literarisch kann man das Werk in die Romantik einordnen, da die Sehnsucht nach dem freien Leben, sowie die Naturaspekte über das Wandren aufgegriffen werden. Unmittelbar nach dem ersten Lesen hegt der Lesen höchstwahrscheinlich Mitleid für den Lebensweg des zweiten Gesellen, welcher ein tragisches Ende einschlägt und empfindet den Lebensweg des ersten Gesellen, welcher ein bürgerliches Leben in der Stadt führt, als sicher und behutsam. Betrachtet man sich das Gedicht jedoch genauer, so wird Eichendorffs Affinität zum freien Leben deutlich. Das Gedicht ist in 6 Strophen mit jeweils 5 Versen aufgeteilt. Als Reimschema ist der Schweifreim zu erkennen. Das Metrum und die Kadenzen sind jedoch unregelmäßig. Im Laufe des Textes fallen vermehrt Personifikationen auf. Wie in Vers 4 ,,singenden Wellen" oder in Vers 10 ,,lachten Sinnen und Herz". Der Leser kann hiermit besser nachempfinden, welche Gefühle der Dichter ausdrücken möchte. Außerdem besteht jede Strophe aus einem Enjambement. Dies bricht die gängige Struktur des Gedichtes und lässt es flüssiger klingen. Die erste Strophe wird noch als sehr positiv empfunden. Das lyrische Ich thematisiert den Aufbruch der Gesellen in die Welt. Hier ist vor allem das Wort Frühling auffallend, welches man meist als positiv konnotiert. Der Frühling steht als Symbol für das Erwachen der Natur und die schönen Gefühlen, die es mit sich bringt. In dieser Stimmung stellt Eichendorff den Aufbruch der jungen Männer dar. Hier wird das Motiv des Wandern als Wohltat für die Psyche deutlich. In der nächsten Strophe werden die Zukunftsvisionen und Gefühle der beiden klar. So streben sie nach hohen Dingen und wollen etwas Rechtes in der Welt vollbringen (Vers 6 und 8) und empfinden dabei volle Euphorie und Selbstsicherheit (Vers 9f). Die dritte Strophe beschreibt nun den Lebensweg des ersten Gesellen. Dieser ließ sich in der Stadt nieder, samt Frau und Kind und führt ein normales bürgerliches Leben. Der Dichter benutzt hier viele Diminutive, wie ,,Liebchen" (Vers 11), Bübchen (Vers 13 ) und Stübchen (Vers 14). Hiermit möchte er das monotone Leben ins Lächerliche ziehen und empfindet dies als charakterschwach, da sich der Geselle für ein beschütztes und behagliches Leben entschied (Vers 15). Die zwei darauffolgenden Strophen handeln von dm Lebenslauf-, des zweiten entschied das freie Leben und die Risiken die es mit sich zieht. So wird er auf See von Sirenen verlockt und gerät heldenhaft und farbig, wie Eichendorff es beschreibt, in den Abgrund. Die darauffolgenden Verse, lassen vermuten, dass er dafür mit seinem Leben bezahlt. So wird er als müde und alt (Vers 22) definiert und sein Schiff lag im Grunde (Vers 23) für Auffallend in der letzten Strophe ist die Änderung der Zeitform. Nachdem die ersten fünf Strophen stets im Präteritum geschrieben sind, ändert sich die letzte nun ins Präsens. Hier empfindet das lyrische Ich nun wieder die Freuden des Frühlings und lässt die Biographie der Gesellen Revue passieren. Dabei empfindet es jedoch Trauer und hofft darauf, dass Gott sie trotzdem im Himmel aufnimmt. Hier wird das Scheitern beider noch einmal deutlich, nach ihren einstigen Plänen Großes und Rechtes zu vollbringen. Zusammenfassend kann man also sagen, dass in dem Gedicht zwei unterschiedliche Werdegänge mit unterschiedlichen Ansichten aufgefasst werden, welche am Ende jedoch beide Scheitern. Trotzdem bleibe ich bei meiner Deutungshypothese, dass Joseph von Eichendorff seine Sympathie eher zum zweiten Geselle hinwendet. So widmet er ihm im Gegensatz zu Ersterem, zwei Strophen und gestaltet hier die Erzählweise viel farbiger mit mehr Symbolen. Ich vermute, dass schon das unregelmäßige Metrum ein Hinweis darauf sein soll, dass der Dichter sich von Eintönigkeit und Monotonie abwendet, wie zum ersten Gesellen.