Gedichtanalyse: Eichendorffs "Sehnsucht" (1834)
Eichendorffs "Sehnsucht" ist ein perfektes Beispiel für die Romantik - eine Zeit, in der Dichter die Gefühlswelt und mystische Erfahrungen über die reine Wissenschaft stellten. Das lyrische Ich steht in einer Sommernacht am Fenster und sehnt sich nach Reisen, Natur und neuen Erfahrungen.
Das Gedicht hat drei Strophen mit je acht Versen und verwendet hauptsächlich Kreuzreim. Das Metrum wechselt zwischen Jambus und Anapäst, bleibt aber mit drei Hebungen pro Vers dynamisch. Diese Form unterstützt die unruhige Sehnsucht des lyrischen Ichs.
Die Handlung entwickelt sich von der einsamen Beobachtung (Strophe 1) über das Hören wandernder Handwerksgesellen (Strophe 2) bis zur Vorstellung ihrer besungenen Landschaften (Strophe 3). Der offene Schluss mit den "Mädchen am Fenster" lässt die Sehnsucht unerfüllt.
Merke dir: Die Metapher "das Herz mir im Leib entbrennte" zeigt körperlich spürbare Sehnsucht - typisch romantisch!




