Detaillierte Charakteranalyse Margarete/Gretchen
Die Charakterisierung von Gretchen in Goethes Faust zeigt eine vielschichtige Figur, deren Entwicklung durch verschiedene Namensgebungen verdeutlicht wird.
Definition: Die Verwendung unterschiedlicher Namen (Margarete/Gretchen) spiegelt die charakterliche Entwicklung der Figur wider.
Highlight: Gretchens Vorbilder basieren auf der Heiligenlegende und der historischen Figur der Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt.
Äußere Merkmale und Lebensumstände:
- Rote Lippen und blasse Haut
- Über 14 Jahre alt
- Leben in bescheidenen, aber reinlichen Verhältnissen
- Kleinbürgerliches Milieu
Quote: "Ist über vierzehn Jahr doch alt" (V.2627)
Charakterliche Entwicklung:
- Als Margarete: fromm, folgsam, mit guter Intuition
- Als Gretchen: sinnlich, liebend, gesellschaftlich isoliert
- Finale Wandlung zur gereiften Margarete im Kerker
Vocabulary: Blumenorakel - symbolische Szene, die den Verlust der Unschuld vorwegnimmt
Wesenszüge:
- Tief gläubig
- Strebt nach Selbstständigkeit
- Pflichtbewusst gegenüber Familie
- Neugierig und unbedacht
- Genügsam, aber unzufrieden mit sozialem Stand
Example: Ihre Religiosität zeigt sich in inneren Konflikten bezüglich ihrer Liebe zu Faust, was die Faust und Gretchen Beziehung komplex gestaltet.


