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die Marquise von O - Heinrich von Kleist

die Marquise von O - Heinrich von Kleist

 die Marquise ven 0.....
- Heinrich von Kleist
- 1808 veröffentlicht in Literaturzeitschrift Phöbus
- spielt in Italien zur Zeit des Zweiten

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Inhaltsangabe, Aufbau, unerhörte Begebenheit, Hintergrund, Charakterisierung, von den Hausptcharakteren, mögliche Vorrausdeutungen, Beziehungen, Verhältnis von Mann und Frau, Identitätskrise, Kant Krise, Motive, Stil und Sprache, Analyse

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die Marquise ven 0..... - Heinrich von Kleist - 1808 veröffentlicht in Literaturzeitschrift Phöbus - spielt in Italien zur Zeit des Zweiten Koalitions-Krieg (1799-1802) - Familientragödie mit Versöhnung, obwohl dies erst nicht so Inhaltsangabe: 1. Die Zeitungsannounce - Die junge und ohne ihr Wissen Schwager gewordene Julietta Marquise von O... sucht nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes - Erklärt sich bereit, diesen Mann zu heiraten (aus Familienrücksichten) Noodle 2. Die Vorgeschichte (Belagerung und Vergewaltigung) - Seit dem Tod ihres Mannes lebt die Marquise mit ihren beiden Töchtern bei ihren Eltern (Herr und Frau von G...) - Vater = Kommandant der Zitadelle bei M ... Vorher: Witwe wohnte auf einem Landsitz bei V ... - In dem ruhigen und zurückgezogenen Haus ihres Vaters bricht jedoch der Krieg ein und die russischen Truppen stürmen die Zitadelle, wodurch das Haus des Kommandanten in Brand gerät Marquise flieht vor den Flammen und wird dabei von russischen Soldaten bedrängt: versuchen, sie zu vergewaltigen - Ein Graf (Graf F.) rettet sie vor den Flammen und vor den russischen Soldaten und führt sie in einen anderen Teil des Hauses → Marquise fällt in Ohnmacht Gedankenstrich-Andeutung, dass der Graf F. die bewusstlose Marquise von O... nun selbst vergewaltigt („Hier traf er ..."), danach kehrt er in den Kampf zurück (Engel vs. Teufel) Marquise erholt sich schnell von dem Vorfall und äußert den...

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Wunsch, sich bei ihrem Retter bedanken zu wollen → erinnert sich an nichts - Erhält die Nachricht, dass ihr „Retter" in einem Kampf gefallen ist 3. Besuch des totgeglaubten Grafen F. Familie zieht in ein Haus in der Stadt Marquise verspürt Unannehmlichkeiten, die sie auch in ihren vorherigen Schwangerschaften verspürte (Hindeutung auf Schwangerschaft) - Graf F. besucht die Marquise und ihre Familie (war in Neapel) und macht ihr einen Heiratsantrag → Familie reagiert überrascht und irritiert → bitten um Bedenkzeit Graf gibt jedoch nicht nach und will seine Reise abbrechen, was zu einer Dienstentlassung führen würde → bringt Liebe zum Ausdruck Marquise gibt ihm jedoch schon eine bedingte Zusage Graf fährt wieder auf Dienstreise 4. Die unmögliche Schwangerschaft - Die Schmerzen der Marquise verstärken sich → muss zum Arzt, er sagt ihr, dass sie schwanger - ist, jedoch lehnt sie diese Diagnose ab und reagiert beleidigt; beteuert ihre Unschuld - Mutter glaubt dem Arzt nicht und lässt eine Hebamme kommen Hebamme bestätigt die Aussage des Arztes und beide Eltern wenden sich von ihr ab und verstoßen sie aus dem Haus 5. Das Verfassen der Zeitungsannounce Marquise akzeptiert ihre Situation und beginnt, eine Zeitungsannounce zu verfassen Gefühl der Selbstständigkeit - Eltern wollen, dass die Kinder weiterhin bei ihnen wohnen, jedoch nimmt die Marquise (gegen den Willen ihrer Eltern) ihre Kinder mit und zieht nach V... 6. Erneuter Heiratsantrag des Grafen F. Graf F. kehrt wieder von seiner Reise zurück und besucht die Marquise auf ihrem Landsitz Er bittet erneut um eine Heirat; Marquise weist ihn aber aufgrund ihrer Schwangerschaft zurück - Graf F. kehrt zurück nach M ... und erfährt von dem Zeitungsartikel (durch den Jäger Leopardo) - Inzwischen: Mutter und Vater der Marquise hatten eine Auseinandersetzung: Mutter kritisiert die Härte des Vaters und dieser bleibt stur - 7. Mutter stellt Tochter auf die Probe Mutter fährt zum Landgut ihrer Tochter (ohne das Wissen des Vaters) und bittet sie um Verzeihung → ist nun von ihrer Unschuld überzeugt 8. Erscheinen des Kindsvater Herr und Frau von G... wollen nur einer Heirat zustimmen, wenn der Vater einen gewissen Stand hat und nicht zu arm ist →→ Marquise möchte aber ihr Wort halten und ihn heiraten Graf F. erscheint, die Marquise wendet sich von ihm ab und benennt ihn als „Teufel“ 9. Der Ehevertrag (1. Zwangsehe und dann 2. Liebesheirat) Herr und Frau von G... sind jedoch froh, einen Schwiegersohn mit Vermögen zu bekommen und setzen die Hochzeit für den darauffolgenden Tag an Marquise und Graf F. handeln einen Vertrag aus, dass er auf alle Rechte eines Ehemannes verzichten soll, jedoch trotzdem den Pflichten nachkommen soll Marquise bleibt ihm Haus ihrer Eltern und sieht den Grafen erst bei der Taufe ihres Kindes wieder - Nach einem Jahr: Erneutes Hochzeitsfest und Marquise und der Graf F. ziehen gemeinsam nach V... (Versöhnung) Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann verboten. Nur geeignet für private Nutzung. Ein Weiterverkauf is Aufbau: Abkürzungen der Städtenamen→→verleiht Authentizität, Verschleierung von Personen - Abkürzungen der Namen = Adelstitel und zum Schutz der Persönlichkeiten Geringer Umfang und geringe Anzahl von Figuren Schau- plätze Exposition Prolog Amounce Eroberung der Inhalte konfliktauslösendes Moment I Der Aufbau der Novelle nach dem Schema des klassischen 5-aktigen Dramas Peripetie Feste. Der Held Graf F. (und der Gedanken- strich) Elternhaus auf der Feste ● Anzeichen von Schwangerschaft (abgetan). Befremdliche Werbung Konflikt Nachweisliche Schwangerschaft. Verstoßung der O. → Announce III. Elternhaus in M. retardierendes Moment Die List der Obristin. Versöhnung mit den Eltern IV. Landhaus in V. Katastrophe Verfluchung des sich bekennenden Grafen F. V. Elternhaus in M. Epleg (Nachspiel: Versöhnung) Landhaus in V. => Die Handlungsstruktur lässt sich gut in das pyramidale Schema einordnen, allerdings macht es der doppelte Spannungsbogen durch die Annonce zum Teil schwierig den Höhepunkt zu bestimmen, dies ist aber auch in Bezug auf den Spannungsaufbau positiv zu bewerten Novelle : Typische Merkmale einer Novelle: kunstvoller und straffer Aufbau, unerhörtes Ereignis" im Zentrum, überraschender Wendepunkt, jedoch: keine Kriminalnovelle: denn die Person, die das Verbrechen begangen hat, ist dem aufmerksamen Leser sehr früh bekannt; Vorausdeutungstechniken (z.B. Gedankenstrich), Rahmenerzählungen (Einbezug der gesellschaftlichen Umstände) - Wendepunkt: Verfassung des Zeitungsartikel = 1. Handlung gegen den elterlichen Willen → Emanzipation der Frau; 2. die plötzliche Entscheidung für eine Heirat → Befolgung der gesellschaftlichen Normen, 3. die Taufe ihres Sohnes unernärte Begebenheit.: Marquise von O. sogar von drei unerhörten Begebenheiten. Die erste und zweite erfährt der Leser sofort: Pyramidales Schema (Freytags Pyramide) • Eine Dame von Stand sucht per Zeitungsanzeige nach dem Vater ihres Kindes. Sie nimmt keine Rücksicht auf ihren Ruf und den guten Namen ihrer Familie und setzt sich dem Spott der Gesellschaft aus. Die unwissentliche Schwangerschaft ist als zweite Ungeheuerlichkeit in der ersten enthalten. Mit der dritten brüskiert Kleist abermals den Stand, dem er selbst angehört: Ein Offizier und Edelmann hat eine Vergewaltigung auf dem Gewissen. Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann Nur geeignet für private Nutzung. Ein Weiterverkauf ist verboten. zeitgeschichtlicher Hintergrund. Kurbiographie Kleists: • Bernd Heinrich von Kleist • Geboren 18.10.1777 in Frankfurt an der Oder und Gestorben: 21.11.1811 Mit 16 Jahren wird er Vollwaise War bis zum freiwilligen Abschied 1799 im Militär 1801: Beginn der schriftstellerischen Arbeit • Auflösung seiner Verlobung und psychischer& physischer Zusammenbruch, danach ab 1802 literarische Haupttätigkeit, die aber erfolglos bleibt 1804: Arbeit beim preußischen Staatsdienst, danach Festnahme wegen angeblicher Spionage in 1807 1808: Veröffentlichung der Marquise von O.... im "Phöbus" Abbruch aller seiner Studien Erschütterung seines Lebens in den Grundfesten, Absage ans Materielle, an Eigentum, Rückzug aus dem kulturellen Leben gesellschaftliche Situation Starre Ständeordnung • Willkürherrschaft des Adels über Gericht, Polizei, Kirche und Schule (Absolutismus) • Adel als Träger militärischer Führungspositionen • Unfreiheit der Bauern Politische Situation • Austritt Preußens aus der Koalition gegen Frankreich • Politische Isolation Preußens • Militärischer und politischer Zusammenbruch → Erst der totale Untergang ermöglicht den Neubeginn eines modernisierten Preußens Kleists Weltbild Weltliche Ordnung, Ideologie: Keine übergeordnete Idee vorhanden • Gesellschaftliche Ordnung ist brüchig Ständeordnung, Konventionen der Gesellschaft usw. schränken die persönliche Freiheit ein und verhindern die Selbstverwirklichung ● ● Mensch: Oberflächlicher "roher Haufen": nur am Äußeren des Menschen interessiert • Gezwungen in der Gesellschaft eine Rolle spielen zu müssen; Folge: keine wahrhaftigen Menschen Muss Unvollkommenheit und Gebrechlichkeit der weltlichen Ordnung aushalten Kann somit wahres Glück nicht im Diesseits finden ● Wissenschaft, Bildung; Nur dann wertvoll, wenn sie konsequentes Handeln zur Folge haben Herrschaft, Macht: • Willkürliche Machtausübung durch den herrschenden Adel (Absolutismus) => Die Welt ist in Unordnung, der Einzelne ist orientierungslos und einsam. => das Leben hat somit keinen erkennbaren Sinn mehr, bleibt ein Rätsel → Kritisches und pessimistisches Weltbild Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann Nur geeignet für private Nutzung. Ein Weiterverkauf ist verboten. charakterisierungen Die Marquise von O... (Julietta) • Verwitwet • Hat mehrere, gut erzogene Kinder (2) Kommt aus Italien Marquise → Adelstitel ● • Ist abhängig vom Willen ihrer Eltern/lässt sich von ihnen beeinflussen • Gewinnt an Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit → nimmt ihre Kinder bei der Verstoßung mit und widersetzt sich dem Willen ihres Vaters • Hat die Anzeige, den Vater des Kindes zu suchen, trotz öffentlichem Spott, aufgegeben Hat einen guten Ruf Passt sich wieder gesellschaftlichen Normen an → heiratet zunächst aus Pflichtbewusstsein aber später (das 2te mal) scheinbar aus Liebe • Im Bewusstsein ihrer Unschuld zieht sie sich von der Gesellschaft und ihren Konventionen zurück Entwickelt eigene Werte und gewinnt ein nicht für damalige Zeit angepasstes Selbstbewusstsein Emanzipationsversuche der Marquise : Ausgelöst durch ihre Verstoßung → Identitätssuche Möchte Unschuld beweisen, gelangt dadurch zur Selbstfindung und Eigenständigkeit Sieg über Vater/Bruder → nimmt ihre Kinder Widerwillens mit ● Stellt sich der gesellschaftlichen Verurteilung (Annonce) • Akzeptanz ihrer Mutterrolle auf Landsitz ● Ehe nur mit Heiratsvertrag • 2. Hochzeit → Druck der Gesellschaft; Rückfall in partriarische Verhältnisse ● DAS BILD DER FRAU Marquise emanzipiert sich und unterwirft sich dann wieder Pro Emanzipation nimmt ihre Kinder mit auf den Landsitz (gegen den Willen der Eltern), lebt dort alleine und unabhängig ist zunächst alleinerziehend (vgl. S.36, Z.32f) → dominanter als Graf F..., er soll sich zunächst beweisen ● Marquise Versöhnung mit ihren Eltern, weil sie bereit ist ihnen zu verzeihen (Größe) • Annonce (S.3, Z.4ff): mutig, bricht gesellschaftliche Tabus, indem sie das Thema öffentlich anspricht →will, dass der Mann sich verantwortlich fühlt →möchte wissen, wer der Täter war stimmt Hochzeit nur mit Ehevertrag zu • entscheidet sich schließlich für eine Liebesheirat →Symbol für Selbstbestimmtheit und Achtung für eigene Gefühle und Bedürfnisse • Verstand (S.22, Z.8-10) →nicht genderstereotypisch emotional • starke, selbstbewusste Frau, die sich nicht verunsichern lässt (weiß, dass sie unschuldig ist und ihr ist egal, was die anderen denken) Contra Emanzipation • Versöhnung mit ihren Eltern zur Wiederherstellung ihrer Lebensumstände (finanzielle Abhängigkeit) heiratet Graf F ein zweites Mal aus ökonomischen Gründen und weil für sie eine Standeserhöhung daraus resultiert →immer noch an ihrem Ruf interessiert Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann Nur geeignet für private Nutzung. Ein Weiterverkauf ist verboten. Herr von G... Vorname: Lorenzo, Hoher militärischer Titel Familienvater und Kommandant der Zitadelle in der Stadt M... (Dominantes Familienoberhaupt) Pflicht steht für ihn über der Familie Wohnt in Kommandantenhaus in G Kann die Rolle des fürsorglichen Hausvaters nur unzureichend erfüllen Versucht seine Schwäche mit Brutalität zu kompensieren Ist von seiner Tochter der Marquise emotional abhängig Um den Erhalt der Ordnung und des gesellschaftlichen Ansehens bemüht • Denken und Ausdrucksweise von Militärsprache geprägt Seine Worte sollen wie Befehle aufgefasst werden - seine Wünsche sin Anordnungen Befielt öfters zu Schweigen → Kommunikationsverweigerung ● Versagt in der Novelle → Kann seine Tochter nicht vor Vergewaltigung bewahren • Beziehung zwischen ihm und seiner Tochter erinnert zum Schluss einer Liebesbeziehung Das Verhalten von Herrn von G... • "Der Oberst erklärte gegen seine Familie, dass er sich nunmehr verhalten würde, als ob sie nicht vorhanden wäre" (Pflichtbewusstsein vs. Familienvater) • Fühlt sich dem Grafen gegenüber nach der Rettung seiner Tochter verpflichtet Orientiert sich streng an der Adelshierarchie Vertreibt seine Tochter mit Gewalt → Pistolenschuss ● • Ist sichtlich enttäuscht über die Unsittlichkeit seiner Tochter Fühlt sich aufgrund des Verhaltens seiner Tochter gedemütigt Will seine Enkelkinder nicht seiner Tochter überlassen Frau von G... Eigentliche treibende Kraft der Familie und Gegenspielerin ihrer Tochter • Um den Ruf der Familie nach außen besorgt, egoistisch, habgierig und aufstiegsorientiert Das Verhalten von Frau von G... (als Mutter) • ● (s.29): Mutter denkt Marquise macht sich lächerlich Verflucht die Stunde ihrer Geburt & verlässt wütend das Zimmer • Glaubt nicht das Tochter unwissentlich schwanger geworden ist, will Vater des Kindes kennenlernen Sorgt sich um gesellschaftlichen Status (vgl. S29) Mutter kann (davor) trotz Wut & Enttäuschung ihre mütterlichen Gefühle nicht unterdrücken (s.38): Lehnt sich gegen Mann auf bzw. Widerspricht ihm → Obristin versucht sich zu emanzipieren und selbständig zu handeln Betroffen von der Zeitungsannonce → Fühlt "im ersten Moment" Mitleid für Tochter Macht sich später mit ihrem Mann über Tochter lustig (v. 32f) (s.40ff): Mutter schlägt dem Kommandanten ihren Plan vor um die Unschuld ihrer Tochter zu prüfen; er ist allerdings dagegen Mutter führt anschließend ihren Plan hinter seinem Rücken aus → Erfolgreicher Versuch der Emanzipation • (s.50): Mutter kann Verhalten der Tochter nicht nachvollziehen und ergreift das Wort (Graf solle sich mit der Marquise versöhnen) → will unbedingt das ihre Tochter nochmal heiratet, vermutlich um die Ehre der Familie wiederherzustellen Emanzipationsversuche der Mutter • Mutter ist zwar relativ angepasst an ihre geschlechtsspezifische Rolle → auch bei ihr finden sich Tendenzen hin zu einer leichten Emanzipation: kann ihren Willen durchsetzen, fährt trotz Verbots ihres Mannes zur Tochter • teilweise Umkehrung der Machtverhältnisse zu erkennen Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann Nur geeignet für private Nutzung. 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- Heinrich von Kleist
- 1808 veröffentlicht in Literaturzeitschrift Phöbus
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Wunsch, sich bei ihrem Retter bedanken zu wollen → erinnert sich an nichts - Erhält die Nachricht, dass ihr „Retter" in einem Kampf gefallen ist 3. Besuch des totgeglaubten Grafen F. Familie zieht in ein Haus in der Stadt Marquise verspürt Unannehmlichkeiten, die sie auch in ihren vorherigen Schwangerschaften verspürte (Hindeutung auf Schwangerschaft) - Graf F. besucht die Marquise und ihre Familie (war in Neapel) und macht ihr einen Heiratsantrag → Familie reagiert überrascht und irritiert → bitten um Bedenkzeit Graf gibt jedoch nicht nach und will seine Reise abbrechen, was zu einer Dienstentlassung führen würde → bringt Liebe zum Ausdruck Marquise gibt ihm jedoch schon eine bedingte Zusage Graf fährt wieder auf Dienstreise 4. Die unmögliche Schwangerschaft - Die Schmerzen der Marquise verstärken sich → muss zum Arzt, er sagt ihr, dass sie schwanger - ist, jedoch lehnt sie diese Diagnose ab und reagiert beleidigt; beteuert ihre Unschuld - Mutter glaubt dem Arzt nicht und lässt eine Hebamme kommen Hebamme bestätigt die Aussage des Arztes und beide Eltern wenden sich von ihr ab und verstoßen sie aus dem Haus 5. Das Verfassen der Zeitungsannounce Marquise akzeptiert ihre Situation und beginnt, eine Zeitungsannounce zu verfassen Gefühl der Selbstständigkeit - Eltern wollen, dass die Kinder weiterhin bei ihnen wohnen, jedoch nimmt die Marquise (gegen den Willen ihrer Eltern) ihre Kinder mit und zieht nach V... 6. Erneuter Heiratsantrag des Grafen F. Graf F. kehrt wieder von seiner Reise zurück und besucht die Marquise auf ihrem Landsitz Er bittet erneut um eine Heirat; Marquise weist ihn aber aufgrund ihrer Schwangerschaft zurück - Graf F. kehrt zurück nach M ... und erfährt von dem Zeitungsartikel (durch den Jäger Leopardo) - Inzwischen: Mutter und Vater der Marquise hatten eine Auseinandersetzung: Mutter kritisiert die Härte des Vaters und dieser bleibt stur - 7. Mutter stellt Tochter auf die Probe Mutter fährt zum Landgut ihrer Tochter (ohne das Wissen des Vaters) und bittet sie um Verzeihung → ist nun von ihrer Unschuld überzeugt 8. Erscheinen des Kindsvater Herr und Frau von G... wollen nur einer Heirat zustimmen, wenn der Vater einen gewissen Stand hat und nicht zu arm ist →→ Marquise möchte aber ihr Wort halten und ihn heiraten Graf F. erscheint, die Marquise wendet sich von ihm ab und benennt ihn als „Teufel“ 9. Der Ehevertrag (1. Zwangsehe und dann 2. Liebesheirat) Herr und Frau von G... sind jedoch froh, einen Schwiegersohn mit Vermögen zu bekommen und setzen die Hochzeit für den darauffolgenden Tag an Marquise und Graf F. handeln einen Vertrag aus, dass er auf alle Rechte eines Ehemannes verzichten soll, jedoch trotzdem den Pflichten nachkommen soll Marquise bleibt ihm Haus ihrer Eltern und sieht den Grafen erst bei der Taufe ihres Kindes wieder - Nach einem Jahr: Erneutes Hochzeitsfest und Marquise und der Graf F. ziehen gemeinsam nach V... (Versöhnung) Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann verboten. Nur geeignet für private Nutzung. 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Die erste und zweite erfährt der Leser sofort: Pyramidales Schema (Freytags Pyramide) • Eine Dame von Stand sucht per Zeitungsanzeige nach dem Vater ihres Kindes. Sie nimmt keine Rücksicht auf ihren Ruf und den guten Namen ihrer Familie und setzt sich dem Spott der Gesellschaft aus. Die unwissentliche Schwangerschaft ist als zweite Ungeheuerlichkeit in der ersten enthalten. Mit der dritten brüskiert Kleist abermals den Stand, dem er selbst angehört: Ein Offizier und Edelmann hat eine Vergewaltigung auf dem Gewissen. Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann Nur geeignet für private Nutzung. Ein Weiterverkauf ist verboten. zeitgeschichtlicher Hintergrund. Kurbiographie Kleists: • Bernd Heinrich von Kleist • Geboren 18.10.1777 in Frankfurt an der Oder und Gestorben: 21.11.1811 Mit 16 Jahren wird er Vollwaise War bis zum freiwilligen Abschied 1799 im Militär 1801: Beginn der schriftstellerischen Arbeit • Auflösung seiner Verlobung und psychischer& physischer Zusammenbruch, danach ab 1802 literarische Haupttätigkeit, die aber erfolglos bleibt 1804: Arbeit beim preußischen Staatsdienst, danach Festnahme wegen angeblicher Spionage in 1807 1808: Veröffentlichung der Marquise von O.... im "Phöbus" Abbruch aller seiner Studien Erschütterung seines Lebens in den Grundfesten, Absage ans Materielle, an Eigentum, Rückzug aus dem kulturellen Leben gesellschaftliche Situation Starre Ständeordnung • Willkürherrschaft des Adels über Gericht, Polizei, Kirche und Schule (Absolutismus) • Adel als Träger militärischer Führungspositionen • Unfreiheit der Bauern Politische Situation • Austritt Preußens aus der Koalition gegen Frankreich • Politische Isolation Preußens • Militärischer und politischer Zusammenbruch → Erst der totale Untergang ermöglicht den Neubeginn eines modernisierten Preußens Kleists Weltbild Weltliche Ordnung, Ideologie: Keine übergeordnete Idee vorhanden • Gesellschaftliche Ordnung ist brüchig Ständeordnung, Konventionen der Gesellschaft usw. schränken die persönliche Freiheit ein und verhindern die Selbstverwirklichung ● ● Mensch: Oberflächlicher "roher Haufen": nur am Äußeren des Menschen interessiert • Gezwungen in der Gesellschaft eine Rolle spielen zu müssen; Folge: keine wahrhaftigen Menschen Muss Unvollkommenheit und Gebrechlichkeit der weltlichen Ordnung aushalten Kann somit wahres Glück nicht im Diesseits finden ● Wissenschaft, Bildung; Nur dann wertvoll, wenn sie konsequentes Handeln zur Folge haben Herrschaft, Macht: • Willkürliche Machtausübung durch den herrschenden Adel (Absolutismus) => Die Welt ist in Unordnung, der Einzelne ist orientierungslos und einsam. => das Leben hat somit keinen erkennbaren Sinn mehr, bleibt ein Rätsel → Kritisches und pessimistisches Weltbild Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann Nur geeignet für private Nutzung. 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(Julietta) • Verwitwet • Hat mehrere, gut erzogene Kinder (2) Kommt aus Italien Marquise → Adelstitel ● • Ist abhängig vom Willen ihrer Eltern/lässt sich von ihnen beeinflussen • Gewinnt an Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit → nimmt ihre Kinder bei der Verstoßung mit und widersetzt sich dem Willen ihres Vaters • Hat die Anzeige, den Vater des Kindes zu suchen, trotz öffentlichem Spott, aufgegeben Hat einen guten Ruf Passt sich wieder gesellschaftlichen Normen an → heiratet zunächst aus Pflichtbewusstsein aber später (das 2te mal) scheinbar aus Liebe • Im Bewusstsein ihrer Unschuld zieht sie sich von der Gesellschaft und ihren Konventionen zurück Entwickelt eigene Werte und gewinnt ein nicht für damalige Zeit angepasstes Selbstbewusstsein Emanzipationsversuche der Marquise : Ausgelöst durch ihre Verstoßung → Identitätssuche Möchte Unschuld beweisen, gelangt dadurch zur Selbstfindung und Eigenständigkeit Sieg über Vater/Bruder → nimmt ihre Kinder Widerwillens mit ● Stellt sich der gesellschaftlichen Verurteilung (Annonce) • Akzeptanz ihrer Mutterrolle auf Landsitz ● Ehe nur mit Heiratsvertrag • 2. Hochzeit → Druck der Gesellschaft; Rückfall in partriarische Verhältnisse ● DAS BILD DER FRAU Marquise emanzipiert sich und unterwirft sich dann wieder Pro Emanzipation nimmt ihre Kinder mit auf den Landsitz (gegen den Willen der Eltern), lebt dort alleine und unabhängig ist zunächst alleinerziehend (vgl. S.36, Z.32f) → dominanter als Graf F..., er soll sich zunächst beweisen ● Marquise Versöhnung mit ihren Eltern, weil sie bereit ist ihnen zu verzeihen (Größe) • Annonce (S.3, Z.4ff): mutig, bricht gesellschaftliche Tabus, indem sie das Thema öffentlich anspricht →will, dass der Mann sich verantwortlich fühlt →möchte wissen, wer der Täter war stimmt Hochzeit nur mit Ehevertrag zu • entscheidet sich schließlich für eine Liebesheirat →Symbol für Selbstbestimmtheit und Achtung für eigene Gefühle und Bedürfnisse • Verstand (S.22, Z.8-10) →nicht genderstereotypisch emotional • starke, selbstbewusste Frau, die sich nicht verunsichern lässt (weiß, dass sie unschuldig ist und ihr ist egal, was die anderen denken) Contra Emanzipation • Versöhnung mit ihren Eltern zur Wiederherstellung ihrer Lebensumstände (finanzielle Abhängigkeit) heiratet Graf F ein zweites Mal aus ökonomischen Gründen und weil für sie eine Standeserhöhung daraus resultiert →immer noch an ihrem Ruf interessiert Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann Nur geeignet für private Nutzung. 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(Dominantes Familienoberhaupt) Pflicht steht für ihn über der Familie Wohnt in Kommandantenhaus in G Kann die Rolle des fürsorglichen Hausvaters nur unzureichend erfüllen Versucht seine Schwäche mit Brutalität zu kompensieren Ist von seiner Tochter der Marquise emotional abhängig Um den Erhalt der Ordnung und des gesellschaftlichen Ansehens bemüht • Denken und Ausdrucksweise von Militärsprache geprägt Seine Worte sollen wie Befehle aufgefasst werden - seine Wünsche sin Anordnungen Befielt öfters zu Schweigen → Kommunikationsverweigerung ● Versagt in der Novelle → Kann seine Tochter nicht vor Vergewaltigung bewahren • Beziehung zwischen ihm und seiner Tochter erinnert zum Schluss einer Liebesbeziehung Das Verhalten von Herrn von G... • "Der Oberst erklärte gegen seine Familie, dass er sich nunmehr verhalten würde, als ob sie nicht vorhanden wäre" (Pflichtbewusstsein vs. Familienvater) • Fühlt sich dem Grafen gegenüber nach der Rettung seiner Tochter verpflichtet Orientiert sich streng an der Adelshierarchie Vertreibt seine Tochter mit Gewalt → Pistolenschuss ● • Ist sichtlich enttäuscht über die Unsittlichkeit seiner Tochter Fühlt sich aufgrund des Verhaltens seiner Tochter gedemütigt Will seine Enkelkinder nicht seiner Tochter überlassen Frau von G... Eigentliche treibende Kraft der Familie und Gegenspielerin ihrer Tochter • Um den Ruf der Familie nach außen besorgt, egoistisch, habgierig und aufstiegsorientiert Das Verhalten von Frau von G... (als Mutter) • ● (s.29): Mutter denkt Marquise macht sich lächerlich Verflucht die Stunde ihrer Geburt & verlässt wütend das Zimmer • Glaubt nicht das Tochter unwissentlich schwanger geworden ist, will Vater des Kindes kennenlernen Sorgt sich um gesellschaftlichen Status (vgl. S29) Mutter kann (davor) trotz Wut & Enttäuschung ihre mütterlichen Gefühle nicht unterdrücken (s.38): Lehnt sich gegen Mann auf bzw. Widerspricht ihm → Obristin versucht sich zu emanzipieren und selbständig zu handeln Betroffen von der Zeitungsannonce → Fühlt "im ersten Moment" Mitleid für Tochter Macht sich später mit ihrem Mann über Tochter lustig (v. 32f) (s.40ff): Mutter schlägt dem Kommandanten ihren Plan vor um die Unschuld ihrer Tochter zu prüfen; er ist allerdings dagegen Mutter führt anschließend ihren Plan hinter seinem Rücken aus → Erfolgreicher Versuch der Emanzipation • (s.50): Mutter kann Verhalten der Tochter nicht nachvollziehen und ergreift das Wort (Graf solle sich mit der Marquise versöhnen) → will unbedingt das ihre Tochter nochmal heiratet, vermutlich um die Ehre der Familie wiederherzustellen Emanzipationsversuche der Mutter • Mutter ist zwar relativ angepasst an ihre geschlechtsspezifische Rolle → auch bei ihr finden sich Tendenzen hin zu einer leichten Emanzipation: kann ihren Willen durchsetzen, fährt trotz Verbots ihres Mannes zur Tochter • teilweise Umkehrung der Machtverhältnisse zu erkennen Lernzettel erstellt durch Johanna Bellmann Nur geeignet für private Nutzung. 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