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Inhaltsangabe

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 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / Berufsschule/Mittelstufe / S. 1 von 2
Martin Suter: „Weidmanns Nachtgespräch"
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Klaus Schenck

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www.KlausSchenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / Berufsschule/Mittelstufe / S. 1 von 2 Martin Suter: „Weidmanns Nachtgespräch" Text: googeln! Aufgabenstellung: Verfassen Sie eine Inhaltsangabe! • Welche Probleme spricht der Text an? Die Kurzgeschichte mit dem Titel „Weidmanns Nachtgespräch“ wurde von Martin Suter geschrieben. Das Ehepaar Weidmann ist seit vielen Jahren verheiratet. Der Mann macht Karriere und seine Frau verkriecht sich in aufregenden Romanen. Die Leidenschaft zwischen den beiden ist schon lange erloschen, was sich jedoch niemand eingestehen will. Der Autor spricht gezielt die Problematik des „Nebeneinander-her-Lebens“ an. Mit der Frage des Mannes, wie die Frau ihn denn so finde, beginnt ein nächtliches Gespräch mit Ausflüchten und Lügen. Am späten Abend liegt das Ehepaar Regula und Kurt Weidmann gemeinsam auf dem Bett im Schlafzimmer. Regula liest eine Biographie und ihr Mann liegt mit offenen Augen auf dem Rücken. Sie ist von ihrem Buch so gefesselt, weshalb sie seine Frage zuerst überhört. Kurt möchte wissen, wie seine Frau ihn finde. Sie weicht den Fragen aus und bemerkt stattdessen immer mehr äußerliche Fehler an ihrem Mann. Sie hinterfragt immer wieder seine Aussagen, um keine Antwort geben zu müssen. Kurt möchte auch nach 18 Jahren Ehe noch eine objektive Antwort von seiner Gattin. Dabei soll sie über sein Aussehen, seine Ausstrahlung und über die Anziehungskraft nachdenken. Ihre Gedanken reichen so weit, dass sie...

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schon seit Jahren unzufrieden ist. Kurt bringt seine Karriere voran und vernachlässigt seine Ehefrau immer mehr. Sie hat die Damenprogramme und die Privatbewirtung satt. Sie fasst sich ein Herz und will die Situation bei dieser Gelegenheit ansprechen, um die Ehe zu retten. Dem Mann geht es jedoch wieder nur um den Job, denn er habe gehört, dass attraktive Männer bessere Chancen bei der Karriere hätten. Seine Frau bestätigt ihm, wie gut er aussähe, und greift zu ihrem Buch, welches sich die ganze Zeit in der Nähe befindet. Der vorliegende Text von Martin Suter spricht eine Vielzahl von Problemen an, die bei einer Beziehung von zwei Menschen entstehen können. Das Ehepaar Weidmann ist ein gutes Beispiel, um diese Probleme aufzuzeigen. Regula und ihr Mann Kurt liegen im Bett. Sie liest „ein leidenschaftliches Leben, die Biographie von Frieda Kahlo“ (Z.1). Das Buch steht im Kontrast zu ihrem Leben. Sie wird dem Ehemann „immer gleichgültiger“ (Z.34) und fühlt sich vernachlässigt. Aus diesem Grund flüchtet sie sich in die leidenschaftlichen Leben" anderer Frauen in den Biographien. Ihr Mann „ liegt [nur] mit offenen Augen auf dem Rücken“ (Z.5) und starrt die Decke an. Es wird deutlich, wie vertieft Regula in ihr Buch ist, weil sie sogar am Überlegen ist, ,,die Frage zu überhören“ (Z.2), als ihr Mann die Frage ein zweites Mal stellen muss. Ihre Reaktion mit „Hm?“ (Z. 3) zeigt ihr Desinteresse an einem Gespräch mit ihrem Mann. Normalerweise führt das Ehepaar keine tiefsinnigen Gespräche über die Ehe miteinander. Der Mann möchte wissen, wie sie ihn denn finde. Erst „jetzt schaut [sie] von ihrem Buch auf" (Z.5), um ihn überhaupt erst einmal wahrzunehmen. Mit Fragen wie, „wie meinst du das?" (Z.7) und „Warum fragst du das?“ (Z.10) versucht sie Zeit zu schinden. Auf sein Drängen: „Also: Wie findest du mich?“ (Z.11), entgegnet sie nur eine nichtssagende und typische Antwort, die man gibt, wenn man eigentlich keine hat: „Du bist mein Mann“ (Z.12). www.KlausSchenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / Berufsschule/Mittelstufe / S. 2 von 2 Martin Suter: „Weidmanns Nachtgespräch" Sie hofft ihn mit dieser Antwort „zufrieden[zu stellen]“ (Z.13) und denkt das Gespräch sei beendet, indem sie „ihr Buch wieder hochnimmt“ (Z.13). Er jedoch will eine „objektiv[e]“( (Z. 14) Antwort. Sie benutzt ihre Ehe als Ausrede, keine Antwort geben zu müssen (vgl. Z.15). Nach „achtzehn Jahren“ (Z.15) sei „es schwer objektiv zu sein“ (Z.15). Sie bemerkt während des Gesprächs immer wieder Fehler an ihrem Mann und es wird deutlich, dass sie nicht zufrieden ist. „Er sollte das Nasenhaarscherchen [...] öfter benützen“ (Z.6), sein Gesicht liegt jetzt im Lichtkegel, was „keine günstige Beleuchtung“ (Z.27) darstellt. Sie ist mit dem Aussehen und Verhalten ihres Mannes unzufrieden und auch, dass „sie [ihm] immer gleichgültiger“ (Z.33f) wird. Sie muss sogar überlegen, um ihrem Mann eine Antwort geben zu können, worauf hin er „beleidigt“ (Z.18) reagiert. Als Geschäftsmann mit Einfluss ist er es gewohnt, seine Antworten schnell und präzise zu erhalten. Er will auch keine Antwort darauf, wie ihn seine Frau als Mensch sieht, sondern „[a]ls Mann“ (Z.20). Dies zeigt deutlich, in welcher Position er sich in der Beziehung sieht. Ihm geht es nicht um charakterliche Eigenschaften, sondern nur um das Aussehen, die „Ausstrahlung“ und seine „Anziehungskraft“ (Z.25). Innere Werte zählen für ihn nicht. Während des ganzen Gesprächs liegt das Buch entweder griffbereit oder Regula nimmt es sogar wieder hoch (Z.13). Man kommt zu der Ansicht, dass sie sich teilweise sogar hinter dem Buch versteckt, weil ihr das Gespräch unangenehm ist. Erst als Kurt „seine Frau an[schaut]“ (Z.26), „legt [sie] Frieda Kahlo aufs Nachttischchen und dreht sich zu Kurt“ (Z.28). Hier blicken die beiden sich zum ersten Mal in die Augen und können nicht flüchten. Regula fühlt sich unsicher, was durch die Bemerkung „Vielleicht ist jetzt der Moment, das Gespräch zu führen [...]" (Z. 29f) deutlich wird. Jedoch will sie sich ein Herz fassen und das Gespräch führen, „das sie schon lange führen will" (Z.29). Sie will „über die letzten paar Jahre" (Z.29) sprechen, „ehrlich [gesagt]: acht Jahre“ (Z.30). Sie hat die Abende mit „Privatbewirtung“ und die „Damenprogramme“ (Z.30f.) satt. Ihrem Mann wurde die Karriere immer wichtiger „und sie ihm immer gleichgültiger“ (Z.33f). Sie ergreift die Chance und „beginnt behutsam“ (Z.35). Regula will endlich über ihre Unzufriedenheit und die unglückliche Ehe sprechen. Jedoch kommt alles anders als erwartet. „Die Frage lässt mich nicht mehr los [ ], [s]eit neue Untersuchungen bewiesen haben, dass attraktive Männer bessere Karrierechancen besitzen" (Z.36f). Sie soll ihm jetzt „ganz ehrlich“ (Z.37) antworten. Regula greift sich wieder ihr Buch und sagt ihm nur, er sei sehr attraktiv, „[g]anz ehrlich" (Z.38). Hier wird deutlich, dass die beiden sich total auseinander gelebt haben. Sie fühlt sich missverstanden und gibt ihm die Antwort, die er eben hören möchte, nur um ihre Ruhe zu haben und sich in ihre Wunschwelt der „leidenschaftlichen Leben“ flüchten zu können. Regula und Kurt sind ein gutes Beispiel für viele Ehen auf der ganzen Welt. Die Kinder sind groß und vielleicht schon aus dem Haus. Der Mann macht Karriere und die Frau muss alles mitmachen, wobei sie für den Mann immer bedeutungsloser wird. Es wird nicht offen über die unzufrieden stellende Situation geredet. Man versteckt sich hinter Büchern, in denen man das „Wunschleben“ findet oder erfindet Ausflüchte. Man gibt dem Partner die Antworten, die er gerne hören möchte, nur um Ruhe zu haben und sich keiner Diskussion stellen zu müssen, bei der einen der Partner nicht versteht. Die Ansichten driften auseinander und schlussendlich lebt man nur noch nebeneinander her. Man sollte offen sprechen und jeden Tag gemeinsam an der Beziehung arbeiten. Der Partner kann die Probleme nicht blind erkennen, wenn man sie ihm nicht sagt. Man sollte ihn auch noch später schätzen, nachdem er einen auf dem Lebensweg begleitet und auch bei der Karriere unterstützt hat. www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 1/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA Strategische Vorschläge für eine Inhaltsangabe (KA) 1. Zur KA mitbringen • Vierfarbstift • 2-3 verschieden farbige Marker Lineal • genügend (!) Papier (rechter und linker Rand) • Uhr (ein Handy ist ein Täuschungsversuch!) 2. Textüberblick • Text in Ruhe ohne Unterstreichen durchlesen sich überlegen: Worum geht es? Wer sind die Hauptpersonen? Gibt es eine überraschende Wendung? Wo liegt sie inhaltlich? Was könnte wohl die Aussage der Geschichte sein? • Text zum 2. Mal durchlesen: alle Inhaltsinformationen blau unterstreichen wo wichtige Aussagen vermutet werden: rot unterstreichen was nicht verstanden wird / keinen Sinn ergibt: grün unterstreichen → Text unbedingt mit Farben strukturieren! www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 2/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA 3. Vorbereitung der Inhaltsangabe (4 verschiedene Möglichkeiten) • Marker Ungefähr 10 - 12 zentrale Stichwörter mit dem gelben Marker an- streichen! diese entsprechen ungefähr den Sätzen im Hauptteil (Inhaltsangabe) • Absatz Neben jeden Absatz 1-2 Stichwörter notieren oder einen Strich ma- chen, falls der Absatz keine zentralen Informationen enthält ➜ diese Methode ist die sicherste! • Umdrehen Nur für Mutige: Text umdrehen und mit dem Hauptteil beginnen (nur das Wesentliche ist im Kopf gespeichert!) • Strukturbild Den Text mit Stichwörtern gliedern, die Stichwörter mit Pfeilen verbin- den 4. Konzept . Mit dem Hauptteil beginnen Stichwörter zu Sätzen ausbauen, 10-12 Stichwörter ergeben 10-12 Sätze, nicht mehr! Ungefähre Länge: ½ - 1 Seite ➜ Wichtig: Nur auf die markierten Stichwörter / Stichwörter am Rand schauen, um nicht in die Vergangenheit zu kip- pen und um sich von der Formulierung des Textes zu lö- sen! • Im Konzept alle Verben kontrollieren: Sind die Verben im Präsens und wenn im Perfekt, hat das einen zeitlogischen Grund? Bei Verben im Imperfekt / Präteritum müssen alle Warnsignale schellen!! www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 3/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA Fehlerquelle: Du kippst irgendwann mitten im Text in die Vergangenheit und alle Verben sind automatisch in der Vergangenheit! • Im Konzept alle Verben bei der indirekten Rede kontrollieren: Ist das umgewandelte Zitat auch im richtigen Konjunktiv meist Konjunktiv. I, bei 3. Pers. Pl.: Konjunktiv II • jetzt erst mit der Einleitung beginnen Zum jetzigen Zeitpunkt hast du den Text verstanden, die Kurzzusammenfassung fällt also leichter! nicht vergessen: ● Textsorte (Kurzgeschichte, Fabel, Glosse..., nicht: Ge- schichte), Titel (in Anführungszeichen unten u. oben!), Autor/in Kurzzusammenfassung: Was muss unbedingt genannt werden, damit die Kurzgeschichte erkannt wird? 2 Ansätze: Inhalt und / oder Thematik, sinnvoll: beides! Fehlerquellen: Die Kurzzusammenfassung ist so allgemein, dass beliebig viele andere Geschichten auch auf sie passen würden. Die Kurzzusammenfassung ist so ausführlich, dass der ausformulierte Hauptteil mit der Kurzzusammenfassung sprachlich teilweise identisch (= ohne Unterschied) ist. 5. Erste Reinschrift Einleitung und Hauptteil in die Reinschrift schreiben (Absicherung!) Zeit: am Ende der Reinschrift: Hälfte der Zeit ist vergangen, auf keinen Fall mehr! Zusatzaufgabe und Schluss benötigen ungefähr nochmals die Hälfte der Aufsatzzeit! www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 4/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA Beispielaufsatz zur Veranschaulichung „Masken" (Max v. der Grün) Aufgabe: 1. Schreibe eine Inhaltsangabe! 2. Stelle die Masken der beiden dar und überlege, woran die beiden scheitern. Arbeite präzise am Text mit Zeilen- angaben! Text: http://weitergehts.samlaget.no/laerer/litteratur/~/media/Tysk/laerar/Laerar ressurs%20nettstad/Litteratur/Masken.ashx 5.1 Einleitung Farben: Grün: Textsorte / Titel / Autor Türkis: Kurzzusammenfassung / Basissatz Die Kurzgeschichte mit dem Titel „Masken“ wurde von Max von der Grün verfasst und erschien in „Fahrtunterbrechung und andere Erzählungen“. Im Mittelpunkt ste- hen Renate und Erich, die einst ein Liebespaar gewesen sind, sich jedoch aus den Augen verloren haben und beim Zusammentreffen zu stolz sind und nicht aufeinan- der zugehen, weshalb die Masken nicht fallen, sie folglich auch ihre zweite Chance verpassen. 5.2 Hauptteil Farben: Rosa: Zentrale Informationen Grau: Grammatik / Zeit und Konjunktiv Gelb: Erläuterungen, diese natürlich bei einer Inhaltsangabe weglassen! An einem Julivormittag (Zeit) treffen sich Renate und Erich (Personen) zufällig auf einem Bahnsteig des Kölner Hauptbahnhofs (Ort). Die beiden laufen ineinander und erkennen sich wieder, vor fünfzehn Jahren sind sie noch ein Liebespaar gewesen und haben sich aufgrund eines Streites getrennt (Perfekt / es liegt zeitlich vor der Erzählung). In einem Café erzählen sich Renate und Erich gegenseitig, was aus ih- nen geworden ist. Die Frau spielt vor, dass sie Leiterin eines Textilversandhauses sei (Konjunktiv I), der Mann behauptet, er sei Einkaufsleiter einer Werft. Beide haben www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 5/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA noch Gefühle für den anderen, geben diese jedoch nicht zu, weil sie der Meinung sind, dass sie zu schlecht für das erfolgreiche Gegenüber seien. Erich bringt Renate zurück zum Bahngleis, von wo aus diese in den Urlaub fährt. Beide bereuen im Stil- len, dass sie ihre Gefühle nicht zugegeben und den anderen belogen haben, da der Mann Kranführer und die Frau Verkäuferin ist. (Schluss / wird oft vergessen!) 6. Zusatzaufgabe Überlege dir genau, was in der Zusatzaufgabe gefordert wird. Mit einem allgemeinen „Rumgelabere", was einem so in den Kopf kommt, ist es nicht getan, präzise Textarbeit ist gefordert! Hilfreicher Trick: Schreibe sie dir nochmals auf ein Schmierblatt ab, damit du dir genau die Aufgabenstellung klar machst! Beim Lösen der Zusatz- aufgabe schaust du immer auf die handgeschriebene Aufgaben- stellung, sich immer fragen: hat das noch etwas mit meiner Aufga- benstellung zu tun? Nach der Analyse der Aufgabenstellung: anders farbigen Marker benutzen und die Stellen im Text anstreichen, die für die Lösung der Aufgabe wichtig sind. Dann sofort mit der Reinschrift der Zusatzaufgabe beginnen! Aufgabenstellung: Stelle die Masken der beiden dar und überlege, woran die beiden scheitern. Farben: Gelb: Erläuterungen der Zusatzaufgabe Türkis: Interpretationen Grau: integrierte Zitate Sowohl Erich als auch Renate setzen ihrem Leben eine Maske auf. (Teile der Auf- gabenstellung werden im ersten Satz wiederholt, um sich in die richtige Rich- tung zu „schieben“) Zu Beginn ihrer Begegnung können die beiden es nicht fassen, dass sie sich wiedersehen. Das Geschehen um sie herum tritt in den Hintergrund, sie spüren „weder Püffe noch Rempeleien“ (Z. 5/6), hören „auch nicht, daß der Zug nach Aachen abfahrbereit“ (Z. 8) (beim Zitieren die alte Rechtschreibweise überneh- men! Grundregel: Man darf nicht hören, dass ein Zitat integriert wurde!) ist und www.KlausSchenck.de / Deutsch / Inhaltsangabe / Beispielaufsatz / S. 1/2 Josef Reding: „Fahrerflucht" Text: https://www.google.de/search?source=hp&ei=5VsSWruKDsuxavyYv6gH&q=reding+fahrerflucht&o ab.1.0.0l2j0i22i30k1l8.4522.6574.0.10495.12.11.0.0.0.0.205.1322.0j9j1.10.0....0...1.1.64.psy- q=Reding+Fahr&gs_l=psy- ab..2.10.1320.0..0i131k1j0i10k1j0i19k1j0i10i19k1.0. 7vyJmJCBE (20.11.2017) Aufbau einer Inhaltsangabe/KA (mit Erläuterungen): Josef Reding: ,,Fahrerflucht" Einleitung In der Kurzgeschichte (Textsorte) „Fahrerflucht“ (Titel) schildert Josef Reding (Autor) den Gewissenskonflikt eines Vertreters, der nach einem selbst verschuldeten Unfall zunächst Fahrerflucht begeht, jedoch nach innerem Kampf von Schuldgefühlen getrieben zum Un- fallopfer zurückkehrt. (Kurzzusammenfassung in 1-2 Sätzen) Hauptteil Nachts (Zeit), auf einer abgelegenen Waldstraße (Ort) streift der Vertreter Ellebracht (Person) mit seinem neuen Wagen einen Fahrradfahrer (Person), verletzt ihn schwer und begeht Fahrerflucht. (Handlung) Sein Tun entschuldigt er vor sich selbst mit der größeren Breite seines neuen Wagens (1-30) und der Verantwortung für seine Familie, diese Für- sorgepflicht könnte er bei einer zu erwartenden Strafe, zur Unfallflucht kommt noch Al- koholgenuss, nicht mehr erfüllen. (31-53) Der Gedanke an die Familie des Unfallopfers bereitet in Ellebracht eine innere Wende vor. (53-59) Diese wird durch das beim Aufprall verbogene Kreuz an der Kühlerhaube deutlich verstärkt, es erinnert ihn an sein Unfallop- fer. (60-89) Ellebracht wendet den Wagen und fährt zu dem verletzten Fahrradfahrer zu- rück, der sich erstaunt für das Anhalten und die Hilfe bedankt, wobei Ellebracht richtig stellt, nur zurückgekehrt zu sein. (90-Ende) Zusatzaufgabe: Zeige an dem Text auf, wie sich die Einstellung Ellebrachts auf der Fahrerflucht ändert. Nach dem Unfall reagiert Ellebracht wie viele mit Selbstentschuldigungen: „Ich habe nicht auf die neue Breite geachtet" (Z. 1), „[n]ur deswegen ist es so gekommen“ (Z. 1f). Diese Entschuldigung hämmert in seinem Kopf, doch sein Denken ist „hastig“ (Z. 8), erinnert an www.KlausSchenck.de / Deutsch / Inhaltsangabe / Beispielaufsatz / S. 2/2 Josef Reding: „Fahrerflucht" ,Stammeln' (Z. 8) und verrät dadurch das Vordergründige der Argumentation, die selbst Ellebracht nicht so recht zu überzeugen weiß, was gestützt wird durch Fahrfehler auf der Unfallflucht. Auch das Knirschen „im Getriebe“ (Z. 21) erinnert ihn an das Geräusch beim Unfall. Diesem ersten Hauch von innerem Zweifel an seinem Tun begegnet Ellebracht mit um so intensiverer Selbstverteidigung, betont erneut seine Unschuld und relativiert noch- mals seine konkrete Schuld („Aber das wäre jedem so gegangen“ [Z. 24]). Zu seiner all- gemeinen Beruhigung vor sich selbst kommt nun der Gedanke an seine Familie, was ihn in seinem Tun „gerade wegen Karin und der Kinder“ (Z. 32) bestärkt. Dies unterstreicht die erste wörtliche Rede: „Du hast richtig gehandelt!" (Z. 47). Genau dieser Gedanke an seine Familie lässt Ellebracht nach der Familie des Radfahrers fragen, die Intensität der Be- gründung als „Familienvater“ (Z. 49) ist Ursache für die Intensität des Zweifels an seinem Tun: „Und wann ist der Mann mit dem Fahrrad bei seiner Familie?“ (Z. 53). Dieser Satz wird in Zeile 58f erneut aufgegriffen, wobei die Anfrage durch die Anrede an sich sich deutlich verstärkt: „Du, wann ist dieser Mann bei seiner Familie?“ (Z. 58f). Erneut versucht Ellebracht sein sich meldendes Gewissen zu beruhigen, er solle jetzt „bloß nicht senti- mental" (Z. 60) werden. Die Umkehr in ihm wird noch verstärkt durch das vom „Zusammenprall mit dem Fahrrad [...] zu einem Kreuz“ (Z. 66f) verbogene „Firmenzeichen auf der Kühlerhaube“ (Z. 65 f). Ellebracht wird innerlich gezwungen nur noch „auf dieses Kreuz zu starren“ (Z. 68). Seine innere Unruhe steigert sich ins fast Unerträgliche („feuchte Finger“ [Z. 74], Aufreißen des Hemdkragens [vgl. Z. 77]). „Das Kreuz macht mich verrückt“ (Z. 78), denkt Ellebracht, im- mer mehr drehen sich in ihm die Gedanken um das Kreuz in Verbindung mit dem Unfall- opfer. Dann kommt die entscheidende Wende, die auch formal durch wörtliche Rede stark betont wird: „Ich kann so nicht zu Karin und den Kindern zurück! Ich kann so zu nieman- dem zurück!" (Z. 85ff). Vielleicht spielt bei der Intensität des Kreuzes der christliche Glaube als Hintergrund eine Rolle, besonders, da dieses verbogene Kreuz mit „Blut“ (Z. 89) des Unfallopfers verschmiert ist. Die christlichen Gedanken von Schuld und Sühne sind eng mit dem Kreuz verbunden. Genau hier fällt die Entscheidung umzudrehen. Das Einssein mit seinem Gewissen spiegeln seine Hände wider, die „trocken [werden] und sich fest um das Lenkrad [legen]“ (Z. 91f). Dass Ellebracht seinen inneren Frieden mit dieser Entscheidung zur Umkehr gefunden hat, zeigt sich auch in seinem Fahrverhalten, da er „ohne Mühe [...] den schweren Wagen [wendet]" (Z. 92f). Ellebracht hat sich in dieser kurzen Zeit der Unfallflucht gewandelt. Flüchtete er zunächst vor der konkreten Schuld am Unfall und vor seiner Gewissensstimme, so wird diese in ihm immer stärker, lässt eine vorher geleugnete Verantwortung für sein Tun in ihm entstehen, was ihm ermöglicht vor dem am Boden liegenden Verletzten die Wahrheit, wenn auch leicht stammelnd, zu sagen: „Ich habe nicht - ich - ich bin nur zurückgekommen“ (Z. 107). Schluss Mir (eigene Stellungnahme) erscheint die „Goldwaage des Gewissens" beruhigend. Sie korrigiert oft egoistisches Verhalten, das sich leicht einschleichen würde, gäbe es nur die staatlichen Gesetze, die manchmal unentdeckt verletzt werden, worauf die meisten Ge- setzesbrecher bauen, aber gleichzeitig die mahnende Kraft des eigenen Gewissens un- terschätzen. Dieses Korrektiv in uns wird als Wendepunkt in der Geschichte uns vor Au- gen gehalten, das ist für mich die Botschaft dieser Kurzgeschichte. www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 1 von 7 Konjunktivformen I + II Konjunktivformen I + II ● an den Infinitivstamm werden die folgenden Konjunktiv-Endungen gehängt 1. Person 2. Person 3. Person 1. Konjunktiv I Infinitivstamm komm(en) plan(en) Tipp → die Endungen unbedingt auswendig lernen! Beispiele er fährt er wird fahren Singular Regel Infinitiv bilden Endung ,,-en" abstreichen Indikativ (Wirklichkeitsform) er fuhr er ist/war gefahren er las er hat / hatte gelesen - e HBUYQXYEWmrrV&index=8 - est Zeitformen Plural - en - et - en Konjunktiv I er komme du planest Konjunktiv-Endung dranhängen Konjunktiv I er fahre er werde fahren er sei gefahren er habe gelesen Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO sv1496XLU- Folgende Formen entsprechen dem Indikativ (Wirklichkeitsform): 1. Pers. Sg. u. Pl. 3. Pers. Pl. Diese drei Formen werden durch Gegenwartsformen des Konjunktivs II ersetzt www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 2 von 7 Konjunktivformen I + II ● ● ● Infinitiv kommen planen haben 1. Person 2. Person 3. Person Indikativ ich komme wir planen sie haben Konjunktiv I 2. Konjunktiv II an die Stammform des Präteritums werden folgende Endungen gehängt HBUYQXYEWmrrV&index=8 Singular - e ich komme wir planen sie haben - est bei den Stammvokalen a, o, u bildet man die Umlaute ä, ö, ü Konjunktiv II ich käme wir planten sie hätten Plural - en - et - en Regel Präteritum mit „er“ → wo nötig: umlauten Konjunktiv-Endung dranhängen Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO sv1496XLU- www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 3 von 7 Konjunktivformen I + II Infinitiv bleiben sein fahren starke Verben: ● Beispiele (starke Verben = Vokal ändert sich) Imperfekt / 3. Pers. Sg. schwache Verben: keine Änderung des Vokals Partizip Perfekt auf „-t“ (gesagt) er blieb Infinitiv er war er fuhr Vokalveränderung Partizip Perfekt auf „-en" (geblieben) fragen sagen spielen Tipp ⇒ die Konjunktiv II - Formen bilden wie ein Ausländer, da für die meisten Schüler diese Formen einfach „blöd“ klingen, sie vom Sprachempfinden nicht mehr gebildet werden können! Beispiele: er flöge (nicht: er würde fliegen), er gewönne (nicht: er würde gewinnen), er wüsche (nicht: er würde waschen), er träte, er trüge ... Konjunktiv II ich bliebe, du bliebest.. ich wäre, du wärest ... ich führe, du führest ... Beispiele (schwache Verben = keine Vokaländerung) Präteritum / 3. Pers. Sg. er fragte er sagte er spielte HBUYQXYEWmrrV&index=8 Konjunktiv II du fragtest, er fragte ... du sagtest, er sagte ... du spieltest, er spielte bei schwachen Verben entsprechen die Formen des Präteritums dem Konjunktiv II Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO sv1496XLU- www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 4 von 7 Konjunktivformen I + II Indikativ (Wirklichkeitsform) er fährt er fuhr er ist / war gefahren er las er hat / hatte gelesen Zeitformen Folgende Regeln müssen beachtet werden: 1. Pronomen sinngemäß verändern Er sagte: ,,Ich fahre mit meinem Auto" Er sagte, er fahre mit seinem Auto. 3. Indirekte Rede Konjunktiv II er führe er wäre gefahren 4. Imperative Ich rief: ,,Fahre endlich los!" Ich rief, er solle endlich losfahren. er hätte gelesen 2. Konjunktiv II - Formen bleiben erhalten Sie sagte: „Ich führe gerne in die Schule, aber habe kein Auto!" Sie sagte, sie führe gerne in die Schule, aber habe kein Auto. HBUYQXYEWmrrV&index=8 3. Fragen Er fragte seinen Freund: „Soll ich dich in die Schule fahren?“ Er fragte seinen Freund, ob er ihn in die Schule fahren solle. Ich fragte ihn: „Wann fährst du?" Ich fragte ihn, wann er fahre. Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO sv1496XLU- www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 5 von 7 Konjunktivformen I + II 5. Interjektionen Typische Bestandteile der direkten Rede → werden bei der indirekten Rede vermieden! Er rief: ,,Nein, ich will nicht fahren!“ Er rief, er wolle nicht fahren. Schenck fragt die Schüler: „Hey, Leute, wollt ihr eine Red-Bull-Party,schmeißen', super, was?" ,,Hallo, werdet ihr mich einladen???" Schenck fragt die Schüler, ob sie eine Red-Bull-Party,schmeißen' wollten und ob sie ihn einlüden. Minimalwissen für die indirekte Rede: bei „er“, „sie“, „es“: Konjunktiv I bei „sie“ Plural: Konjunktiv II Beispiele: er sagt, er komme morgen. er sagt, die Leute kämen morgen. ● Übung Überlege dir genau, an welcher Stelle du statt des Konj. I den Konj. Il brauchst!! Markiere diese Konj.Il-Form rot! Heißer Tipp für Konjunktiv-Ignoranten: 1. Pers. Sg. + Pl. / 3. Pers. Pl Zur Findung der Präteritumsform: → Tipp: Bilde einen Satz mit „Gestern..." (Gestern begannen sie / gestern bargt ihr einen Schatz...) Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO HBUYQXYEWmrrV&index=8 sv1496XLU- www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe/ Analyse / Seite 1 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Protokoll: KA-Analyse Aufgabe: Verfassen Sie eine Inhaltsangabe. Warum fühlt sich der Junge im Internetcafé „wieder am Leben"? Text googeln! Verbesserung der Klassenarbeit „Hauptsache weit" von Sybille Berg anhand von mehreren Schülerarbeiten Farblegende: ● ● ● Gelb markiert: Rote Schrift: Grüne Schrift: Blaue Schrift: Unbedingt beachten / Wichtig! Fehlerquellen / Vermeiden Vorschläge Beispiele für die Kurzgeschichte „Hauptsache weit" Die komplette Inhaltsangabe wird im Präsens verfasst. !KEIN PRÄTERITUM! Einzige Ausnahmen: Vorvergangenheit im Text ⇒dann Perfekt! 1. Einleitung: Folgende Punkte stehen in der Einleitung (bekannte Kriterien beachten): Autor/Verfasser Titel Textsorte Basissatz (In 1-2 Sätzen die zentrale Aussage des Textes / Kernaussage nennen und kurz das Wesentliche des Inhalts wiedergeben. Keinerlei Details, sondern so präzise wie möglich!) Satzanfänge, die vermieden werden sollen: „Die Geschichte handelt/erzählt von...“ „In der Kurzgeschichte geht es um…..“ www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe / Analyse / Seite 2 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Bessere Satzanfänge: ,,Im Mittelpunkt steht..." ,,Die Kurzgeschichte kreist um..." ✓ „In der Kurzgeschichte wird ... aufgegriffen" ✓ Beispiel für „Hauptsache weit": In der Kurzgeschichte mit dem Titel „Hauptsache weit" schildert Sibylle Berg die Situation eines Jungen, der sich auf einer Reise im Ausland befindet. In dieser unbekannten Welt fühlt er sich einsam, doch als er durch das Internet wieder Kontakt zu seinen Freunden aufnehmen kann, vergisst er für kurze Zeit seine Sorgen und das Heimweh. 2. Inhaltsangabe: Inhaltsangabe korrekt und objektiv wiedergeben Zeit, Ort, Person und Handlung nennen 8-10 Sätze, nicht mehr! Keine Details oder Ausschmückungen! Tipp: Text durchlesen 10-12 zentrale Wörter markieren oder in jedem Absatz ein 1-2 wichtige Stichwörter rausschreiben. Mithilfe dieser Stichwörter den Inhalt in eigenen Worten wiedergeben. Keine ganzen Sätze übernehmen! Falsch: ,,Der schöne Junge mit langen, dunklen Haaren sitzt in einem fensterlosen und kahlen Zimmer, weit weg von seinem Zuhause." Richtig: „Der schöne Junge mit langen, dunklen Haaren sitzt in einem fensterlosen und kahlen Zimmer, weit weg von seinem Zuhause." www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe / Analyse / Seite 3 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Beispiel für ,,Hauptsache weit": (1.) Nach seinem Schulabschluss möchte der Junge eine dreimonatige Reise ins Ausland machen. (2.)Trotz der Skepsis seiner Freunde ist er optimistisch und freut sich auf das Abenteuer. (3.) Dort angekommen, hat er jedoch nicht so viel Spaß wie erwartet. (4.) Abends sitzt er traurig in seinem Zimmer und denkt an die Dinge, die ihm an diesem Ort fehlen. (5.) Er fühlt sich einsam und ist traurig, da er hier keine Bezugspersonen hat. (6.) Schließlich macht er einen Spaziergang durch die Stadt und entdeckt ein Internetcafé, das er sofort besucht. (7.) Er ist überglücklich, als er die Nachrichten von seinen Freunden liest und berichtet ihnen über seine Reise. (8.) Durch den Kontakt zu vertrauten Personen in einer unvertrauten Umgebung überwindet er für diese Zeit sein Heimweh. 3. Zusatzaufgabe: Alle Beobachtungen sind mit Zitaten zu belegen! Überlegung: Was will der Autor sagen? → dann erläutern Auf Stilmittel achten (Inwiefern unterstützen diese die inhaltliche Aussage?) Thema erkennen, nicht,rumschwallen' → wichtige Textstellen erkennen und interpretieren Es gibt verschiedene Arten, ein Zitat zu integrieren: 1. Das Zitat wird so eingebaut, dass man es nicht heraushört, wenn man den Satz vorliest (Satzfluss geht normal weiter): Als er „ein Internetcafé“ (Z. 67) sieht, fängt „sein Herz“ (Z. 66) an, vor Begeisterung schneller zu schlagen. Das ist der erste Hinweis darauf, dass er sich „wieder am Leben" (Z.80) fühlt. 2. Damit man nicht immer versuchen muss, dass Zitat irgendwie in den Satz einzubauen, kann man es zur Abwechslung auch in Klammern am Satzende einfügen: Ihm geht es wieder gut, obwohl er noch in der fremden Welt ist, ist er endlich nicht mehr ausschließlich von Fremden umgeben. („[E]r ist nicht mehr allein.“ (Z. 77)) www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe / Analyse / Seite 4 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Stichworte zur Lösung am Text „Hauptsache weit": Nicht am Leben, weil „er keine Enttäuschungen kennt" (Z.4), deshalb kommt er in der Situation nicht zurecht. er nicht leben kann, da er sich nicht wie gewohnt entfalten kann. Deshalb fühlt er sich „wie tot“ (Z. 52). Existenzbegriff: Der Junge zweifelt daran, ob er überhaupt „existiert“ (Z. 43), somit ist seine Existenz an Bekanntschaften / Kontakte gebunden, da er für die Ausländer egal ist und sich auch nicht mit ihnen in Verbindung setzt. Wieder am Leben, weil: „[S]ein Herz“ (Z. 66) anfängt vor Begeisterung schneller zu schlagen, denn er entdeckt ,,ein Internet-Café“ (Z. 67). Die Fremde keine Rolle mehr spielt, durch „Computer“ (Z.67), Kontakt zu „Freunden“ (Z.69) und anderes Vertrautes (z.B. Bill Gates, Sat. 1 etc.). Er endlich,er selbst sein kann, deshalb existiert er in dieser Zeit und ist nicht mehr „wie tot" (Z.52). Der Junge sich in seiner Sprache verständigen und sich durch die „E-Mails" (Z. 69f.) aussprechen kann. 4. Schluss: Hier solltest du noch einmal alles geben, da der Lehrer kurz danach seine Note macht und der Schluss einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Einziger Teil im Aufsatz, der über den Inhalt hinausgeht. Folgende Punkte sollten beachtet werden: Zentrale Aussage des Textes und des Autors Aktualisierung / Bezug zu heute Ggf. persönliche Erfahrungen (Ich-Botschaft) Zu vermeiden: „Die Kurzgeschichte regt zum Nachdenken an:" ,,Ich finde die Geschichte sehr ansprechend/ gelungen/ interessant..." „Mir gefällt die Geschichte sehr gut, weil..." „Ich denke/Ich finde, dass..." www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe / Analyse / Seite 5 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Beispiel für „Hauptsache weit": Mit dieser Kurzgeschichte spiegelt die Autorin die ‚Blindheit mancher Menschen wider. Sie zeigt, dass man nicht immer irgendwo anders etwas suchen soll, was einem schon vor den Augen liegt. Ihm ist in der Heimat nicht bewusst, wie wichtig diese eigentlich für ihn ist. Das Problem wird deutlich, als der Junge die Wertschätzung und die damit verbundene Lebenserfüllung erst wahrnimmt, als er in der Fremde nichts mehr als wertvoll empfindet und sich wie tot fühlt. Die Lebensenergie kehrt somit zurück, als er die E-Mails seiner Freunde liest und „wieder am Leben“ (Z.80f.) sein kann. Klaus Schenck, OSR. a.D. Fächer: Deutsch, Religion, Psychologie (Wahlfach) Drei Internet-Kanäle: Schul-Material: www.KlausSchenck.de Schüler-Artikel: www.schuelerzeitung-tbb.de Schul-Sendungen: https://www.youtube.com/user/financialtaime ,,Vom Engagement-Lehrer zum Lehrer-Zombie"/Bange-Verlag 2020: Info-Flyer: http://www.klausschenck.de/ks/downloads/f02-werbeflyer-buch- entwurf-2020-11-26.pdf NEU! VON ENGAGEMENT LEHRER URGURCHÍN ( KHALL -7UM LEHRER-ZOMBIE Das Power-Buch von Klaus Schenck Dala Figadang Law of

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Martin Suter: „Weidmanns Nachtgespräch"
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www.KlausSchenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / Berufsschule/Mittelstufe / S. 1 von 2 Martin Suter: „Weidmanns Nachtgespräch" Text: googeln! Aufgabenstellung: Verfassen Sie eine Inhaltsangabe! • Welche Probleme spricht der Text an? Die Kurzgeschichte mit dem Titel „Weidmanns Nachtgespräch“ wurde von Martin Suter geschrieben. Das Ehepaar Weidmann ist seit vielen Jahren verheiratet. Der Mann macht Karriere und seine Frau verkriecht sich in aufregenden Romanen. Die Leidenschaft zwischen den beiden ist schon lange erloschen, was sich jedoch niemand eingestehen will. Der Autor spricht gezielt die Problematik des „Nebeneinander-her-Lebens“ an. Mit der Frage des Mannes, wie die Frau ihn denn so finde, beginnt ein nächtliches Gespräch mit Ausflüchten und Lügen. Am späten Abend liegt das Ehepaar Regula und Kurt Weidmann gemeinsam auf dem Bett im Schlafzimmer. Regula liest eine Biographie und ihr Mann liegt mit offenen Augen auf dem Rücken. Sie ist von ihrem Buch so gefesselt, weshalb sie seine Frage zuerst überhört. Kurt möchte wissen, wie seine Frau ihn finde. Sie weicht den Fragen aus und bemerkt stattdessen immer mehr äußerliche Fehler an ihrem Mann. Sie hinterfragt immer wieder seine Aussagen, um keine Antwort geben zu müssen. Kurt möchte auch nach 18 Jahren Ehe noch eine objektive Antwort von seiner Gattin. Dabei soll sie über sein Aussehen, seine Ausstrahlung und über die Anziehungskraft nachdenken. Ihre Gedanken reichen so weit, dass sie...

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schon seit Jahren unzufrieden ist. Kurt bringt seine Karriere voran und vernachlässigt seine Ehefrau immer mehr. Sie hat die Damenprogramme und die Privatbewirtung satt. Sie fasst sich ein Herz und will die Situation bei dieser Gelegenheit ansprechen, um die Ehe zu retten. Dem Mann geht es jedoch wieder nur um den Job, denn er habe gehört, dass attraktive Männer bessere Chancen bei der Karriere hätten. Seine Frau bestätigt ihm, wie gut er aussähe, und greift zu ihrem Buch, welches sich die ganze Zeit in der Nähe befindet. Der vorliegende Text von Martin Suter spricht eine Vielzahl von Problemen an, die bei einer Beziehung von zwei Menschen entstehen können. Das Ehepaar Weidmann ist ein gutes Beispiel, um diese Probleme aufzuzeigen. Regula und ihr Mann Kurt liegen im Bett. Sie liest „ein leidenschaftliches Leben, die Biographie von Frieda Kahlo“ (Z.1). Das Buch steht im Kontrast zu ihrem Leben. Sie wird dem Ehemann „immer gleichgültiger“ (Z.34) und fühlt sich vernachlässigt. Aus diesem Grund flüchtet sie sich in die leidenschaftlichen Leben" anderer Frauen in den Biographien. Ihr Mann „ liegt [nur] mit offenen Augen auf dem Rücken“ (Z.5) und starrt die Decke an. Es wird deutlich, wie vertieft Regula in ihr Buch ist, weil sie sogar am Überlegen ist, ,,die Frage zu überhören“ (Z.2), als ihr Mann die Frage ein zweites Mal stellen muss. Ihre Reaktion mit „Hm?“ (Z. 3) zeigt ihr Desinteresse an einem Gespräch mit ihrem Mann. Normalerweise führt das Ehepaar keine tiefsinnigen Gespräche über die Ehe miteinander. Der Mann möchte wissen, wie sie ihn denn finde. Erst „jetzt schaut [sie] von ihrem Buch auf" (Z.5), um ihn überhaupt erst einmal wahrzunehmen. Mit Fragen wie, „wie meinst du das?" (Z.7) und „Warum fragst du das?“ (Z.10) versucht sie Zeit zu schinden. Auf sein Drängen: „Also: Wie findest du mich?“ (Z.11), entgegnet sie nur eine nichtssagende und typische Antwort, die man gibt, wenn man eigentlich keine hat: „Du bist mein Mann“ (Z.12). www.KlausSchenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / Berufsschule/Mittelstufe / S. 2 von 2 Martin Suter: „Weidmanns Nachtgespräch" Sie hofft ihn mit dieser Antwort „zufrieden[zu stellen]“ (Z.13) und denkt das Gespräch sei beendet, indem sie „ihr Buch wieder hochnimmt“ (Z.13). Er jedoch will eine „objektiv[e]“( (Z. 14) Antwort. Sie benutzt ihre Ehe als Ausrede, keine Antwort geben zu müssen (vgl. Z.15). Nach „achtzehn Jahren“ (Z.15) sei „es schwer objektiv zu sein“ (Z.15). Sie bemerkt während des Gesprächs immer wieder Fehler an ihrem Mann und es wird deutlich, dass sie nicht zufrieden ist. „Er sollte das Nasenhaarscherchen [...] öfter benützen“ (Z.6), sein Gesicht liegt jetzt im Lichtkegel, was „keine günstige Beleuchtung“ (Z.27) darstellt. Sie ist mit dem Aussehen und Verhalten ihres Mannes unzufrieden und auch, dass „sie [ihm] immer gleichgültiger“ (Z.33f) wird. Sie muss sogar überlegen, um ihrem Mann eine Antwort geben zu können, worauf hin er „beleidigt“ (Z.18) reagiert. Als Geschäftsmann mit Einfluss ist er es gewohnt, seine Antworten schnell und präzise zu erhalten. Er will auch keine Antwort darauf, wie ihn seine Frau als Mensch sieht, sondern „[a]ls Mann“ (Z.20). Dies zeigt deutlich, in welcher Position er sich in der Beziehung sieht. Ihm geht es nicht um charakterliche Eigenschaften, sondern nur um das Aussehen, die „Ausstrahlung“ und seine „Anziehungskraft“ (Z.25). Innere Werte zählen für ihn nicht. Während des ganzen Gesprächs liegt das Buch entweder griffbereit oder Regula nimmt es sogar wieder hoch (Z.13). Man kommt zu der Ansicht, dass sie sich teilweise sogar hinter dem Buch versteckt, weil ihr das Gespräch unangenehm ist. Erst als Kurt „seine Frau an[schaut]“ (Z.26), „legt [sie] Frieda Kahlo aufs Nachttischchen und dreht sich zu Kurt“ (Z.28). Hier blicken die beiden sich zum ersten Mal in die Augen und können nicht flüchten. Regula fühlt sich unsicher, was durch die Bemerkung „Vielleicht ist jetzt der Moment, das Gespräch zu führen [...]" (Z. 29f) deutlich wird. Jedoch will sie sich ein Herz fassen und das Gespräch führen, „das sie schon lange führen will" (Z.29). Sie will „über die letzten paar Jahre" (Z.29) sprechen, „ehrlich [gesagt]: acht Jahre“ (Z.30). Sie hat die Abende mit „Privatbewirtung“ und die „Damenprogramme“ (Z.30f.) satt. Ihrem Mann wurde die Karriere immer wichtiger „und sie ihm immer gleichgültiger“ (Z.33f). Sie ergreift die Chance und „beginnt behutsam“ (Z.35). Regula will endlich über ihre Unzufriedenheit und die unglückliche Ehe sprechen. Jedoch kommt alles anders als erwartet. „Die Frage lässt mich nicht mehr los [ ], [s]eit neue Untersuchungen bewiesen haben, dass attraktive Männer bessere Karrierechancen besitzen" (Z.36f). Sie soll ihm jetzt „ganz ehrlich“ (Z.37) antworten. Regula greift sich wieder ihr Buch und sagt ihm nur, er sei sehr attraktiv, „[g]anz ehrlich" (Z.38). Hier wird deutlich, dass die beiden sich total auseinander gelebt haben. Sie fühlt sich missverstanden und gibt ihm die Antwort, die er eben hören möchte, nur um ihre Ruhe zu haben und sich in ihre Wunschwelt der „leidenschaftlichen Leben“ flüchten zu können. Regula und Kurt sind ein gutes Beispiel für viele Ehen auf der ganzen Welt. Die Kinder sind groß und vielleicht schon aus dem Haus. Der Mann macht Karriere und die Frau muss alles mitmachen, wobei sie für den Mann immer bedeutungsloser wird. Es wird nicht offen über die unzufrieden stellende Situation geredet. Man versteckt sich hinter Büchern, in denen man das „Wunschleben“ findet oder erfindet Ausflüchte. Man gibt dem Partner die Antworten, die er gerne hören möchte, nur um Ruhe zu haben und sich keiner Diskussion stellen zu müssen, bei der einen der Partner nicht versteht. Die Ansichten driften auseinander und schlussendlich lebt man nur noch nebeneinander her. Man sollte offen sprechen und jeden Tag gemeinsam an der Beziehung arbeiten. Der Partner kann die Probleme nicht blind erkennen, wenn man sie ihm nicht sagt. Man sollte ihn auch noch später schätzen, nachdem er einen auf dem Lebensweg begleitet und auch bei der Karriere unterstützt hat. www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 1/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA Strategische Vorschläge für eine Inhaltsangabe (KA) 1. Zur KA mitbringen • Vierfarbstift • 2-3 verschieden farbige Marker Lineal • genügend (!) Papier (rechter und linker Rand) • Uhr (ein Handy ist ein Täuschungsversuch!) 2. Textüberblick • Text in Ruhe ohne Unterstreichen durchlesen sich überlegen: Worum geht es? Wer sind die Hauptpersonen? Gibt es eine überraschende Wendung? Wo liegt sie inhaltlich? Was könnte wohl die Aussage der Geschichte sein? • Text zum 2. Mal durchlesen: alle Inhaltsinformationen blau unterstreichen wo wichtige Aussagen vermutet werden: rot unterstreichen was nicht verstanden wird / keinen Sinn ergibt: grün unterstreichen → Text unbedingt mit Farben strukturieren! www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 2/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA 3. Vorbereitung der Inhaltsangabe (4 verschiedene Möglichkeiten) • Marker Ungefähr 10 - 12 zentrale Stichwörter mit dem gelben Marker an- streichen! diese entsprechen ungefähr den Sätzen im Hauptteil (Inhaltsangabe) • Absatz Neben jeden Absatz 1-2 Stichwörter notieren oder einen Strich ma- chen, falls der Absatz keine zentralen Informationen enthält ➜ diese Methode ist die sicherste! • Umdrehen Nur für Mutige: Text umdrehen und mit dem Hauptteil beginnen (nur das Wesentliche ist im Kopf gespeichert!) • Strukturbild Den Text mit Stichwörtern gliedern, die Stichwörter mit Pfeilen verbin- den 4. Konzept . Mit dem Hauptteil beginnen Stichwörter zu Sätzen ausbauen, 10-12 Stichwörter ergeben 10-12 Sätze, nicht mehr! Ungefähre Länge: ½ - 1 Seite ➜ Wichtig: Nur auf die markierten Stichwörter / Stichwörter am Rand schauen, um nicht in die Vergangenheit zu kip- pen und um sich von der Formulierung des Textes zu lö- sen! • Im Konzept alle Verben kontrollieren: Sind die Verben im Präsens und wenn im Perfekt, hat das einen zeitlogischen Grund? Bei Verben im Imperfekt / Präteritum müssen alle Warnsignale schellen!! www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 3/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA Fehlerquelle: Du kippst irgendwann mitten im Text in die Vergangenheit und alle Verben sind automatisch in der Vergangenheit! • Im Konzept alle Verben bei der indirekten Rede kontrollieren: Ist das umgewandelte Zitat auch im richtigen Konjunktiv meist Konjunktiv. I, bei 3. Pers. Pl.: Konjunktiv II • jetzt erst mit der Einleitung beginnen Zum jetzigen Zeitpunkt hast du den Text verstanden, die Kurzzusammenfassung fällt also leichter! nicht vergessen: ● Textsorte (Kurzgeschichte, Fabel, Glosse..., nicht: Ge- schichte), Titel (in Anführungszeichen unten u. oben!), Autor/in Kurzzusammenfassung: Was muss unbedingt genannt werden, damit die Kurzgeschichte erkannt wird? 2 Ansätze: Inhalt und / oder Thematik, sinnvoll: beides! Fehlerquellen: Die Kurzzusammenfassung ist so allgemein, dass beliebig viele andere Geschichten auch auf sie passen würden. Die Kurzzusammenfassung ist so ausführlich, dass der ausformulierte Hauptteil mit der Kurzzusammenfassung sprachlich teilweise identisch (= ohne Unterschied) ist. 5. Erste Reinschrift Einleitung und Hauptteil in die Reinschrift schreiben (Absicherung!) Zeit: am Ende der Reinschrift: Hälfte der Zeit ist vergangen, auf keinen Fall mehr! Zusatzaufgabe und Schluss benötigen ungefähr nochmals die Hälfte der Aufsatzzeit! www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 4/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA Beispielaufsatz zur Veranschaulichung „Masken" (Max v. der Grün) Aufgabe: 1. Schreibe eine Inhaltsangabe! 2. Stelle die Masken der beiden dar und überlege, woran die beiden scheitern. Arbeite präzise am Text mit Zeilen- angaben! Text: http://weitergehts.samlaget.no/laerer/litteratur/~/media/Tysk/laerar/Laerar ressurs%20nettstad/Litteratur/Masken.ashx 5.1 Einleitung Farben: Grün: Textsorte / Titel / Autor Türkis: Kurzzusammenfassung / Basissatz Die Kurzgeschichte mit dem Titel „Masken“ wurde von Max von der Grün verfasst und erschien in „Fahrtunterbrechung und andere Erzählungen“. Im Mittelpunkt ste- hen Renate und Erich, die einst ein Liebespaar gewesen sind, sich jedoch aus den Augen verloren haben und beim Zusammentreffen zu stolz sind und nicht aufeinan- der zugehen, weshalb die Masken nicht fallen, sie folglich auch ihre zweite Chance verpassen. 5.2 Hauptteil Farben: Rosa: Zentrale Informationen Grau: Grammatik / Zeit und Konjunktiv Gelb: Erläuterungen, diese natürlich bei einer Inhaltsangabe weglassen! An einem Julivormittag (Zeit) treffen sich Renate und Erich (Personen) zufällig auf einem Bahnsteig des Kölner Hauptbahnhofs (Ort). Die beiden laufen ineinander und erkennen sich wieder, vor fünfzehn Jahren sind sie noch ein Liebespaar gewesen und haben sich aufgrund eines Streites getrennt (Perfekt / es liegt zeitlich vor der Erzählung). In einem Café erzählen sich Renate und Erich gegenseitig, was aus ih- nen geworden ist. Die Frau spielt vor, dass sie Leiterin eines Textilversandhauses sei (Konjunktiv I), der Mann behauptet, er sei Einkaufsleiter einer Werft. Beide haben www.Klaus.Schenck.de / Deutsch / Schenck / Inhaltsangabe / WG 11 / S. 5/14 Strategische Vorschläge mit visualisierter Klassenarbeit + Protokoll der KA-Analyse + KA noch Gefühle für den anderen, geben diese jedoch nicht zu, weil sie der Meinung sind, dass sie zu schlecht für das erfolgreiche Gegenüber seien. Erich bringt Renate zurück zum Bahngleis, von wo aus diese in den Urlaub fährt. Beide bereuen im Stil- len, dass sie ihre Gefühle nicht zugegeben und den anderen belogen haben, da der Mann Kranführer und die Frau Verkäuferin ist. (Schluss / wird oft vergessen!) 6. Zusatzaufgabe Überlege dir genau, was in der Zusatzaufgabe gefordert wird. Mit einem allgemeinen „Rumgelabere", was einem so in den Kopf kommt, ist es nicht getan, präzise Textarbeit ist gefordert! Hilfreicher Trick: Schreibe sie dir nochmals auf ein Schmierblatt ab, damit du dir genau die Aufgabenstellung klar machst! Beim Lösen der Zusatz- aufgabe schaust du immer auf die handgeschriebene Aufgaben- stellung, sich immer fragen: hat das noch etwas mit meiner Aufga- benstellung zu tun? Nach der Analyse der Aufgabenstellung: anders farbigen Marker benutzen und die Stellen im Text anstreichen, die für die Lösung der Aufgabe wichtig sind. Dann sofort mit der Reinschrift der Zusatzaufgabe beginnen! Aufgabenstellung: Stelle die Masken der beiden dar und überlege, woran die beiden scheitern. Farben: Gelb: Erläuterungen der Zusatzaufgabe Türkis: Interpretationen Grau: integrierte Zitate Sowohl Erich als auch Renate setzen ihrem Leben eine Maske auf. (Teile der Auf- gabenstellung werden im ersten Satz wiederholt, um sich in die richtige Rich- tung zu „schieben“) Zu Beginn ihrer Begegnung können die beiden es nicht fassen, dass sie sich wiedersehen. Das Geschehen um sie herum tritt in den Hintergrund, sie spüren „weder Püffe noch Rempeleien“ (Z. 5/6), hören „auch nicht, daß der Zug nach Aachen abfahrbereit“ (Z. 8) (beim Zitieren die alte Rechtschreibweise überneh- men! Grundregel: Man darf nicht hören, dass ein Zitat integriert wurde!) ist und www.KlausSchenck.de / Deutsch / Inhaltsangabe / Beispielaufsatz / S. 1/2 Josef Reding: „Fahrerflucht" Text: https://www.google.de/search?source=hp&ei=5VsSWruKDsuxavyYv6gH&q=reding+fahrerflucht&o ab.1.0.0l2j0i22i30k1l8.4522.6574.0.10495.12.11.0.0.0.0.205.1322.0j9j1.10.0....0...1.1.64.psy- q=Reding+Fahr&gs_l=psy- ab..2.10.1320.0..0i131k1j0i10k1j0i19k1j0i10i19k1.0. 7vyJmJCBE (20.11.2017) Aufbau einer Inhaltsangabe/KA (mit Erläuterungen): Josef Reding: ,,Fahrerflucht" Einleitung In der Kurzgeschichte (Textsorte) „Fahrerflucht“ (Titel) schildert Josef Reding (Autor) den Gewissenskonflikt eines Vertreters, der nach einem selbst verschuldeten Unfall zunächst Fahrerflucht begeht, jedoch nach innerem Kampf von Schuldgefühlen getrieben zum Un- fallopfer zurückkehrt. (Kurzzusammenfassung in 1-2 Sätzen) Hauptteil Nachts (Zeit), auf einer abgelegenen Waldstraße (Ort) streift der Vertreter Ellebracht (Person) mit seinem neuen Wagen einen Fahrradfahrer (Person), verletzt ihn schwer und begeht Fahrerflucht. (Handlung) Sein Tun entschuldigt er vor sich selbst mit der größeren Breite seines neuen Wagens (1-30) und der Verantwortung für seine Familie, diese Für- sorgepflicht könnte er bei einer zu erwartenden Strafe, zur Unfallflucht kommt noch Al- koholgenuss, nicht mehr erfüllen. (31-53) Der Gedanke an die Familie des Unfallopfers bereitet in Ellebracht eine innere Wende vor. (53-59) Diese wird durch das beim Aufprall verbogene Kreuz an der Kühlerhaube deutlich verstärkt, es erinnert ihn an sein Unfallop- fer. (60-89) Ellebracht wendet den Wagen und fährt zu dem verletzten Fahrradfahrer zu- rück, der sich erstaunt für das Anhalten und die Hilfe bedankt, wobei Ellebracht richtig stellt, nur zurückgekehrt zu sein. (90-Ende) Zusatzaufgabe: Zeige an dem Text auf, wie sich die Einstellung Ellebrachts auf der Fahrerflucht ändert. Nach dem Unfall reagiert Ellebracht wie viele mit Selbstentschuldigungen: „Ich habe nicht auf die neue Breite geachtet" (Z. 1), „[n]ur deswegen ist es so gekommen“ (Z. 1f). Diese Entschuldigung hämmert in seinem Kopf, doch sein Denken ist „hastig“ (Z. 8), erinnert an www.KlausSchenck.de / Deutsch / Inhaltsangabe / Beispielaufsatz / S. 2/2 Josef Reding: „Fahrerflucht" ,Stammeln' (Z. 8) und verrät dadurch das Vordergründige der Argumentation, die selbst Ellebracht nicht so recht zu überzeugen weiß, was gestützt wird durch Fahrfehler auf der Unfallflucht. Auch das Knirschen „im Getriebe“ (Z. 21) erinnert ihn an das Geräusch beim Unfall. Diesem ersten Hauch von innerem Zweifel an seinem Tun begegnet Ellebracht mit um so intensiverer Selbstverteidigung, betont erneut seine Unschuld und relativiert noch- mals seine konkrete Schuld („Aber das wäre jedem so gegangen“ [Z. 24]). Zu seiner all- gemeinen Beruhigung vor sich selbst kommt nun der Gedanke an seine Familie, was ihn in seinem Tun „gerade wegen Karin und der Kinder“ (Z. 32) bestärkt. Dies unterstreicht die erste wörtliche Rede: „Du hast richtig gehandelt!" (Z. 47). Genau dieser Gedanke an seine Familie lässt Ellebracht nach der Familie des Radfahrers fragen, die Intensität der Be- gründung als „Familienvater“ (Z. 49) ist Ursache für die Intensität des Zweifels an seinem Tun: „Und wann ist der Mann mit dem Fahrrad bei seiner Familie?“ (Z. 53). Dieser Satz wird in Zeile 58f erneut aufgegriffen, wobei die Anfrage durch die Anrede an sich sich deutlich verstärkt: „Du, wann ist dieser Mann bei seiner Familie?“ (Z. 58f). Erneut versucht Ellebracht sein sich meldendes Gewissen zu beruhigen, er solle jetzt „bloß nicht senti- mental" (Z. 60) werden. Die Umkehr in ihm wird noch verstärkt durch das vom „Zusammenprall mit dem Fahrrad [...] zu einem Kreuz“ (Z. 66f) verbogene „Firmenzeichen auf der Kühlerhaube“ (Z. 65 f). Ellebracht wird innerlich gezwungen nur noch „auf dieses Kreuz zu starren“ (Z. 68). Seine innere Unruhe steigert sich ins fast Unerträgliche („feuchte Finger“ [Z. 74], Aufreißen des Hemdkragens [vgl. Z. 77]). „Das Kreuz macht mich verrückt“ (Z. 78), denkt Ellebracht, im- mer mehr drehen sich in ihm die Gedanken um das Kreuz in Verbindung mit dem Unfall- opfer. Dann kommt die entscheidende Wende, die auch formal durch wörtliche Rede stark betont wird: „Ich kann so nicht zu Karin und den Kindern zurück! Ich kann so zu nieman- dem zurück!" (Z. 85ff). Vielleicht spielt bei der Intensität des Kreuzes der christliche Glaube als Hintergrund eine Rolle, besonders, da dieses verbogene Kreuz mit „Blut“ (Z. 89) des Unfallopfers verschmiert ist. Die christlichen Gedanken von Schuld und Sühne sind eng mit dem Kreuz verbunden. Genau hier fällt die Entscheidung umzudrehen. Das Einssein mit seinem Gewissen spiegeln seine Hände wider, die „trocken [werden] und sich fest um das Lenkrad [legen]“ (Z. 91f). Dass Ellebracht seinen inneren Frieden mit dieser Entscheidung zur Umkehr gefunden hat, zeigt sich auch in seinem Fahrverhalten, da er „ohne Mühe [...] den schweren Wagen [wendet]" (Z. 92f). Ellebracht hat sich in dieser kurzen Zeit der Unfallflucht gewandelt. Flüchtete er zunächst vor der konkreten Schuld am Unfall und vor seiner Gewissensstimme, so wird diese in ihm immer stärker, lässt eine vorher geleugnete Verantwortung für sein Tun in ihm entstehen, was ihm ermöglicht vor dem am Boden liegenden Verletzten die Wahrheit, wenn auch leicht stammelnd, zu sagen: „Ich habe nicht - ich - ich bin nur zurückgekommen“ (Z. 107). Schluss Mir (eigene Stellungnahme) erscheint die „Goldwaage des Gewissens" beruhigend. Sie korrigiert oft egoistisches Verhalten, das sich leicht einschleichen würde, gäbe es nur die staatlichen Gesetze, die manchmal unentdeckt verletzt werden, worauf die meisten Ge- setzesbrecher bauen, aber gleichzeitig die mahnende Kraft des eigenen Gewissens un- terschätzen. Dieses Korrektiv in uns wird als Wendepunkt in der Geschichte uns vor Au- gen gehalten, das ist für mich die Botschaft dieser Kurzgeschichte. www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 1 von 7 Konjunktivformen I + II Konjunktivformen I + II ● an den Infinitivstamm werden die folgenden Konjunktiv-Endungen gehängt 1. Person 2. Person 3. Person 1. Konjunktiv I Infinitivstamm komm(en) plan(en) Tipp → die Endungen unbedingt auswendig lernen! Beispiele er fährt er wird fahren Singular Regel Infinitiv bilden Endung ,,-en" abstreichen Indikativ (Wirklichkeitsform) er fuhr er ist/war gefahren er las er hat / hatte gelesen - e HBUYQXYEWmrrV&index=8 - est Zeitformen Plural - en - et - en Konjunktiv I er komme du planest Konjunktiv-Endung dranhängen Konjunktiv I er fahre er werde fahren er sei gefahren er habe gelesen Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO sv1496XLU- Folgende Formen entsprechen dem Indikativ (Wirklichkeitsform): 1. Pers. Sg. u. Pl. 3. Pers. Pl. Diese drei Formen werden durch Gegenwartsformen des Konjunktivs II ersetzt www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 2 von 7 Konjunktivformen I + II ● ● ● Infinitiv kommen planen haben 1. Person 2. Person 3. Person Indikativ ich komme wir planen sie haben Konjunktiv I 2. Konjunktiv II an die Stammform des Präteritums werden folgende Endungen gehängt HBUYQXYEWmrrV&index=8 Singular - e ich komme wir planen sie haben - est bei den Stammvokalen a, o, u bildet man die Umlaute ä, ö, ü Konjunktiv II ich käme wir planten sie hätten Plural - en - et - en Regel Präteritum mit „er“ → wo nötig: umlauten Konjunktiv-Endung dranhängen Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO sv1496XLU- www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 3 von 7 Konjunktivformen I + II Infinitiv bleiben sein fahren starke Verben: ● Beispiele (starke Verben = Vokal ändert sich) Imperfekt / 3. Pers. Sg. schwache Verben: keine Änderung des Vokals Partizip Perfekt auf „-t“ (gesagt) er blieb Infinitiv er war er fuhr Vokalveränderung Partizip Perfekt auf „-en" (geblieben) fragen sagen spielen Tipp ⇒ die Konjunktiv II - Formen bilden wie ein Ausländer, da für die meisten Schüler diese Formen einfach „blöd“ klingen, sie vom Sprachempfinden nicht mehr gebildet werden können! Beispiele: er flöge (nicht: er würde fliegen), er gewönne (nicht: er würde gewinnen), er wüsche (nicht: er würde waschen), er träte, er trüge ... Konjunktiv II ich bliebe, du bliebest.. ich wäre, du wärest ... ich führe, du führest ... Beispiele (schwache Verben = keine Vokaländerung) Präteritum / 3. Pers. Sg. er fragte er sagte er spielte HBUYQXYEWmrrV&index=8 Konjunktiv II du fragtest, er fragte ... du sagtest, er sagte ... du spieltest, er spielte bei schwachen Verben entsprechen die Formen des Präteritums dem Konjunktiv II Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO sv1496XLU- www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 4 von 7 Konjunktivformen I + II Indikativ (Wirklichkeitsform) er fährt er fuhr er ist / war gefahren er las er hat / hatte gelesen Zeitformen Folgende Regeln müssen beachtet werden: 1. Pronomen sinngemäß verändern Er sagte: ,,Ich fahre mit meinem Auto" Er sagte, er fahre mit seinem Auto. 3. Indirekte Rede Konjunktiv II er führe er wäre gefahren 4. Imperative Ich rief: ,,Fahre endlich los!" Ich rief, er solle endlich losfahren. er hätte gelesen 2. Konjunktiv II - Formen bleiben erhalten Sie sagte: „Ich führe gerne in die Schule, aber habe kein Auto!" Sie sagte, sie führe gerne in die Schule, aber habe kein Auto. HBUYQXYEWmrrV&index=8 3. Fragen Er fragte seinen Freund: „Soll ich dich in die Schule fahren?“ Er fragte seinen Freund, ob er ihn in die Schule fahren solle. Ich fragte ihn: „Wann fährst du?" Ich fragte ihn, wann er fahre. Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO sv1496XLU- www.KlausSchenck.de/ Deutsch-Abi-Training: Grammatik / S. 5 von 7 Konjunktivformen I + II 5. Interjektionen Typische Bestandteile der direkten Rede → werden bei der indirekten Rede vermieden! Er rief: ,,Nein, ich will nicht fahren!“ Er rief, er wolle nicht fahren. Schenck fragt die Schüler: „Hey, Leute, wollt ihr eine Red-Bull-Party,schmeißen', super, was?" ,,Hallo, werdet ihr mich einladen???" Schenck fragt die Schüler, ob sie eine Red-Bull-Party,schmeißen' wollten und ob sie ihn einlüden. Minimalwissen für die indirekte Rede: bei „er“, „sie“, „es“: Konjunktiv I bei „sie“ Plural: Konjunktiv II Beispiele: er sagt, er komme morgen. er sagt, die Leute kämen morgen. ● Übung Überlege dir genau, an welcher Stelle du statt des Konj. I den Konj. Il brauchst!! Markiere diese Konj.Il-Form rot! Heißer Tipp für Konjunktiv-Ignoranten: 1. Pers. Sg. + Pl. / 3. Pers. Pl Zur Findung der Präteritumsform: → Tipp: Bilde einen Satz mit „Gestern..." (Gestern begannen sie / gestern bargt ihr einen Schatz...) Manuskript: Klaus Schenck: „Deutsch-Abitur-Training/Baden-Württemberg". Bange-Verlag FT-Sendung/YouTube-Kanal (Skip: 10.58): https://www.youtube.com/watch?v=BYPNhn4kz8E&list=PLgGlkOSoO HBUYQXYEWmrrV&index=8 sv1496XLU- www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe/ Analyse / Seite 1 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Protokoll: KA-Analyse Aufgabe: Verfassen Sie eine Inhaltsangabe. Warum fühlt sich der Junge im Internetcafé „wieder am Leben"? Text googeln! Verbesserung der Klassenarbeit „Hauptsache weit" von Sybille Berg anhand von mehreren Schülerarbeiten Farblegende: ● ● ● Gelb markiert: Rote Schrift: Grüne Schrift: Blaue Schrift: Unbedingt beachten / Wichtig! Fehlerquellen / Vermeiden Vorschläge Beispiele für die Kurzgeschichte „Hauptsache weit" Die komplette Inhaltsangabe wird im Präsens verfasst. !KEIN PRÄTERITUM! Einzige Ausnahmen: Vorvergangenheit im Text ⇒dann Perfekt! 1. Einleitung: Folgende Punkte stehen in der Einleitung (bekannte Kriterien beachten): Autor/Verfasser Titel Textsorte Basissatz (In 1-2 Sätzen die zentrale Aussage des Textes / Kernaussage nennen und kurz das Wesentliche des Inhalts wiedergeben. Keinerlei Details, sondern so präzise wie möglich!) Satzanfänge, die vermieden werden sollen: „Die Geschichte handelt/erzählt von...“ „In der Kurzgeschichte geht es um…..“ www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe / Analyse / Seite 2 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Bessere Satzanfänge: ,,Im Mittelpunkt steht..." ,,Die Kurzgeschichte kreist um..." ✓ „In der Kurzgeschichte wird ... aufgegriffen" ✓ Beispiel für „Hauptsache weit": In der Kurzgeschichte mit dem Titel „Hauptsache weit" schildert Sibylle Berg die Situation eines Jungen, der sich auf einer Reise im Ausland befindet. In dieser unbekannten Welt fühlt er sich einsam, doch als er durch das Internet wieder Kontakt zu seinen Freunden aufnehmen kann, vergisst er für kurze Zeit seine Sorgen und das Heimweh. 2. Inhaltsangabe: Inhaltsangabe korrekt und objektiv wiedergeben Zeit, Ort, Person und Handlung nennen 8-10 Sätze, nicht mehr! Keine Details oder Ausschmückungen! Tipp: Text durchlesen 10-12 zentrale Wörter markieren oder in jedem Absatz ein 1-2 wichtige Stichwörter rausschreiben. Mithilfe dieser Stichwörter den Inhalt in eigenen Worten wiedergeben. Keine ganzen Sätze übernehmen! Falsch: ,,Der schöne Junge mit langen, dunklen Haaren sitzt in einem fensterlosen und kahlen Zimmer, weit weg von seinem Zuhause." Richtig: „Der schöne Junge mit langen, dunklen Haaren sitzt in einem fensterlosen und kahlen Zimmer, weit weg von seinem Zuhause." www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe / Analyse / Seite 3 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Beispiel für ,,Hauptsache weit": (1.) Nach seinem Schulabschluss möchte der Junge eine dreimonatige Reise ins Ausland machen. (2.)Trotz der Skepsis seiner Freunde ist er optimistisch und freut sich auf das Abenteuer. (3.) Dort angekommen, hat er jedoch nicht so viel Spaß wie erwartet. (4.) Abends sitzt er traurig in seinem Zimmer und denkt an die Dinge, die ihm an diesem Ort fehlen. (5.) Er fühlt sich einsam und ist traurig, da er hier keine Bezugspersonen hat. (6.) Schließlich macht er einen Spaziergang durch die Stadt und entdeckt ein Internetcafé, das er sofort besucht. (7.) Er ist überglücklich, als er die Nachrichten von seinen Freunden liest und berichtet ihnen über seine Reise. (8.) Durch den Kontakt zu vertrauten Personen in einer unvertrauten Umgebung überwindet er für diese Zeit sein Heimweh. 3. Zusatzaufgabe: Alle Beobachtungen sind mit Zitaten zu belegen! Überlegung: Was will der Autor sagen? → dann erläutern Auf Stilmittel achten (Inwiefern unterstützen diese die inhaltliche Aussage?) Thema erkennen, nicht,rumschwallen' → wichtige Textstellen erkennen und interpretieren Es gibt verschiedene Arten, ein Zitat zu integrieren: 1. Das Zitat wird so eingebaut, dass man es nicht heraushört, wenn man den Satz vorliest (Satzfluss geht normal weiter): Als er „ein Internetcafé“ (Z. 67) sieht, fängt „sein Herz“ (Z. 66) an, vor Begeisterung schneller zu schlagen. Das ist der erste Hinweis darauf, dass er sich „wieder am Leben" (Z.80) fühlt. 2. Damit man nicht immer versuchen muss, dass Zitat irgendwie in den Satz einzubauen, kann man es zur Abwechslung auch in Klammern am Satzende einfügen: Ihm geht es wieder gut, obwohl er noch in der fremden Welt ist, ist er endlich nicht mehr ausschließlich von Fremden umgeben. („[E]r ist nicht mehr allein.“ (Z. 77)) www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe / Analyse / Seite 4 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Stichworte zur Lösung am Text „Hauptsache weit": Nicht am Leben, weil „er keine Enttäuschungen kennt" (Z.4), deshalb kommt er in der Situation nicht zurecht. er nicht leben kann, da er sich nicht wie gewohnt entfalten kann. Deshalb fühlt er sich „wie tot“ (Z. 52). Existenzbegriff: Der Junge zweifelt daran, ob er überhaupt „existiert“ (Z. 43), somit ist seine Existenz an Bekanntschaften / Kontakte gebunden, da er für die Ausländer egal ist und sich auch nicht mit ihnen in Verbindung setzt. Wieder am Leben, weil: „[S]ein Herz“ (Z. 66) anfängt vor Begeisterung schneller zu schlagen, denn er entdeckt ,,ein Internet-Café“ (Z. 67). Die Fremde keine Rolle mehr spielt, durch „Computer“ (Z.67), Kontakt zu „Freunden“ (Z.69) und anderes Vertrautes (z.B. Bill Gates, Sat. 1 etc.). Er endlich,er selbst sein kann, deshalb existiert er in dieser Zeit und ist nicht mehr „wie tot" (Z.52). Der Junge sich in seiner Sprache verständigen und sich durch die „E-Mails" (Z. 69f.) aussprechen kann. 4. Schluss: Hier solltest du noch einmal alles geben, da der Lehrer kurz danach seine Note macht und der Schluss einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Einziger Teil im Aufsatz, der über den Inhalt hinausgeht. Folgende Punkte sollten beachtet werden: Zentrale Aussage des Textes und des Autors Aktualisierung / Bezug zu heute Ggf. persönliche Erfahrungen (Ich-Botschaft) Zu vermeiden: „Die Kurzgeschichte regt zum Nachdenken an:" ,,Ich finde die Geschichte sehr ansprechend/ gelungen/ interessant..." „Mir gefällt die Geschichte sehr gut, weil..." „Ich denke/Ich finde, dass..." www.KlausSchenck.de / Deutsch / Aufsatzarten / Inhaltsangabe / Analyse / Seite 5 von 5 Analyse der Fehlerquellen / Sibylle Berg: „Hauptsache weit" Beispiel für „Hauptsache weit": Mit dieser Kurzgeschichte spiegelt die Autorin die ‚Blindheit mancher Menschen wider. Sie zeigt, dass man nicht immer irgendwo anders etwas suchen soll, was einem schon vor den Augen liegt. Ihm ist in der Heimat nicht bewusst, wie wichtig diese eigentlich für ihn ist. Das Problem wird deutlich, als der Junge die Wertschätzung und die damit verbundene Lebenserfüllung erst wahrnimmt, als er in der Fremde nichts mehr als wertvoll empfindet und sich wie tot fühlt. Die Lebensenergie kehrt somit zurück, als er die E-Mails seiner Freunde liest und „wieder am Leben“ (Z.80f.) sein kann. Klaus Schenck, OSR. a.D. Fächer: Deutsch, Religion, Psychologie (Wahlfach) Drei Internet-Kanäle: Schul-Material: www.KlausSchenck.de Schüler-Artikel: www.schuelerzeitung-tbb.de Schul-Sendungen: https://www.youtube.com/user/financialtaime ,,Vom Engagement-Lehrer zum Lehrer-Zombie"/Bange-Verlag 2020: Info-Flyer: http://www.klausschenck.de/ks/downloads/f02-werbeflyer-buch- entwurf-2020-11-26.pdf NEU! VON ENGAGEMENT LEHRER URGURCHÍN ( KHALL -7UM LEHRER-ZOMBIE Das Power-Buch von Klaus Schenck Dala Figadang Law of