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Kabale und Liebe: Szenenanalyse

Kabale und Liebe: Szenenanalyse

 Abi-Box S. 19 Nr.4 - 3. Akt 6. Szene
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Szenenanalyse 3. Akt, 6. Szene Kabale und Liebe von Friedrich Schiller

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Abi-Box S. 19 Nr.4 - 3. Akt 6. Szene Zeile 16 18 21 24 30 40 49 54, 55 62 68 78 82 Zitat (normal: Wurm; kursiv: Luise) "geschickt" ,,Wo er nicht gern ist." ,wenn Sie es ja wissen wollen" ,,Auf Befehl des Herzogs." „Das war noch übrig!" ,,Wahrlich bewundernswert!" ,,Jetzt kann ich Alles hören." ,,Unglückliche machen [...] aber grässlich ist's“ ,,Ich weiß nicht." ,,Fragen Sie nichts mehr." ,,Ein Kriminalprozess." ,,Gericht um Leben und Tod." Sprechaktbenennung und Erläuterung der Funktion Wurm suggeriert eine dienende Haltung, obwohl er längst Drahtzieher der Intrige ist. Wurm macht zunächst nur Andeutungen, um Luise (erfolgreich) zu beunruhigen und aus der Fassung zu bringen. Wurm deutet damit eine gewisse Widerwilligkeit Luise diese Information zu geben an. (Geheuchelte Sorge?) Mit dieser Bemerkung zieht sich Wurm aus der Affäre und beunruhigt Luise noch mehr, da der Herzog sehr mächtig ist. Luise macht sich genug Gedanken um Ferdinand und nun hat es noch ihren Vater erwischt. Die Aussage drückt Empörung aus. Ironisch gemeinte Bemerkung über den momentanen Zustand ihres Lebens und der Situation in der sich ihre liebsten Menschen befinden. Luise ist von der Nachricht, um den Zustand ihrer Eltern, sehr aufgebracht und denkt nun kann nichts schlimmeres mehr kommen. Luise beleidigt Wurm und seinen ,,Beruf" als jemanden der nur Menschen unglücklich macht und lässt so ihrer Wut und Enttäuschung freien Lauf. Wurm versucht mithilfe dieser Aussagen (die erste ist gelogen) Luise dazu zu bringen weiter zu fragen (erfolgreich). Wurm beunruhigt Luise mit diesem Wort, das sie nicht kennt und bringt sie dazu weiter nachzufragen. Damit deutet Wurm an Luises Vater befände sich in Lebensgefahr und bringt sie 83 95 99 100 113 117 121 122 124 ,,So dank' ich Ihnen!" ,,weil einige Böswichter" ,,Zum...

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Herzog!" ,,Ich weiß, worüber Sie lachen" ,,Gehen Sie, o gehen Sie ja." ,,Sie raten mir selbst dazu?" ,,Weil er es nicht wird umsonst tun dürfen." ,,Welchen Preis kann er auf eine Menschlichkeit setzen?" ,,Die schöne Supplikantin ist Preises genug." dazu, sich noch größere Sorgen zu machen. Luise dankt Wurm wirklich und verliert darüber kurz ihr Misstrauen ihm gegenüber. Möglicherweise eine Anspielung auf alle Adeligen, die den Bürgern nur schlechtes wollen. Wurm macht sich über Luise lustig, weil sie, eine Bürgerliche, zum Herzog gehen und um die Freiheit ihres Vaters bitten will. Das ist ein Versuch sie davon abzubringen. Luise ist sich ihrer Lage bewusst und wie unwahrscheinlich es ist als Bürgerliche vom Herzog empfangen zu werden, doch sie schreitet davor nicht zurück. Wurm manipuliert Luise aus einer für ihn momentan unvorteilhaften Lage heraus, indem er ihr vermeintlich gegen sein Interesse zu ihrem Vorhaben zurät. Wurms Plan geht auf: Luise traut ihm so wenig, dass sie jeden Rat von ihm als verderblich einstuft. Wieder muss Luise nach weiteren Gründen fragen. Wieder spricht Wurm in Andeutungen, sodass Luise ihm mit Fragen folgen muss, statt selbst das Gespräch zu steuern. Mit ihrer, rhetorisch gemeinten, Frage erweist sich Luise als naiv, weil sie trotz ihrer oben erhobenen Vorwürfe doch an das Gute in jedem Menschen glaubt. Wurm desillusioniert Luise, indem er Menschlichkeit gegen Prostitution setzt (und somit entwertet). Er nimmt ihr die letzte Hoffnung. 127,128 132, 133 137 142, 143 144 148 150 151, 152 ,,Und einen Vater werden Sie doch [...] nicht überfordert finden." ,,Deine Tochter kann für dich sterben, aber nicht für dich sündigen." ,,Ich eile, Mamsell, ihm die Antwort zu bringen." "1 Was muss ich tun?" ,,Es ist nur ein Mittel." ,,Es ist Ihnen leicht." ,,Wenn Sie den Major wieder frei machen wollen." ,,Das meiner Willkür überlassen, wozu ich gezwungen ward?" Wurm manipuliert Luise und deutet an, dass es nichts gibt, was man für seinen Vater nicht tun würde und das sie auch alles tun würde um ihn zu retten. Damit drängt er sie in diese Meinung, die sie selbst eigentlich auch vertritt. Luise drückt aus, dass sie ihren Vater für diesen Preis nicht retten kann und hofft auf Gottes Hilfe. Sie kann nicht für ihn sündigen, weil das gegen die damaligen Ansichten und auch gegen die Tugend der Menschen spricht. Wurm setzt Luise unter Druck und beschuldigt sie ihren Vater überhaupt in diese Lage gebracht zu haben. Er täuscht an ihrem Vater zu sagen, sie würde ihn nicht retten. Er erreicht sein Ziel und sie fragt ihn um Rat. Luise sieht sich gezwungen alles dafür zu tun ihren Vater vor dem Tode zu bewahren und bittet Wurm um Hilfe. Wurm täuscht Luise und sagt sie müsse nur eine Sache tun (das lässt die Aufgabe einfacher wirken). Gleichzeitig spannt er sie auf die Folter und macht weiterhin nur Andeutungen, damit Luise weiterfragt. Wieder nur eine Andeutung um Luise in die falsche Richtung zu lenken und sie zu täuschen. Erneut eine Andeutung, jedoch etwas genauer. Wurm stiftet mit der Aussage erfolgreich Verwirrung bei Luise. Luise wurde quasi von den unterschiedlichen Ständen und den Problemen zwischen beiden Familien dazu gezwungen die Verbindung zwischen sich und Ferdinand aufzulösen und nun will Wurm, 153 156 158 161 ,,liebe Jungfer" „Würde man denn wohl" dass sie es wirklich tut. Die Frage ist ein Vorwurf an den Adel. Wurm stellt Luise als ,,Setzen Sie sich. Schreiben Sie!" unschuldiges, naives und unwissendes Mädchen dar und verspottet sie damit. Außerdem drängt er sie in die untergeordnete Rolle im Gespräch. Wurm manipuliert Luise und macht erneut Andeutungen. Er stellt eine Hypothese auf und deutet damit an was Luise tun muss. ,,Kann ich ihn zwingen, dass er mich hassen muss?" Luise ist sich unsicher ob sie bei der Intrige mitspielen und Ferdinand verletzen soll. Allerdings muss sie ihren Vater retten und stellt diese Frage mehr aus Verunsicherung als aus Unglauben daran, dass sie Ferdinand dazu bringen kann sie zu hassen. Möglicherweise ist ihr Glaube an seine Liebe zu ihr auch stärker und deshalb stellt sie Wurm diese Frage. Wurm tritt in die übergeordnete Rolle des Gesprächs, in der er sich schon von Anfang an befunden hat und bringt Luise dazu den Brief zu schreiben.

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