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Naturlyrik
Dabei handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für alle Formen der Lyrik, deren
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RICHTUNGEN DER LYRIK Naturlyrik Dabei handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für alle Formen der Lyrik, deren Zentralmotive Naturerscheinungen (Landschaft, Wetter, Tier- und Pflanzenwelt) sind und die auf dem Erlebnis der Natur aufbauen. Ursprünglich häufig religiös als Gottes Schöpfung interpretiert, wird die Natur seit dem Sturm und Drang zunehmend in einen Gegensatz zur menschlichen Zivilisation gesetzt. Politische Lyrik Sie verfolgt ein bestimmtes politisches Ziel durch Aufklärung, Agitation und Anklage. Da sie vor allem verständlich sein will, ist sie eher einfach aufgebaut und weist eine eingängige sprachliche Gestaltung mit Parolen, Refrain und Reimen auf. Liebeslyrik Liebeslyrik als Gefühlspoesie ist diejenige Richtung, auf welche die Kategorien der Subjektivität, der Stimmung und des Erlebnisses in besonderem Maße zutreffen. Großstadtlyrik Großstadtlyrik war eine zu Beginn des 20. Jahrhunderts, vor allem im Expressionismus, beliebte Form, in der die Großstadt als Sinnbild der Moderne dient. Behandelt werden Aspekte wie die Stadt als Ort gesteigerter Lebensintensität, aber auch Anonymität, Vermassung, soziales Elend und das ohnmächtige Individuum. Gedankenlyrik Die Inhalte kreisen im Allgemeinen um die großen Fragen aus Philosophie, Theologie und Anthropologie. Ihren Höhepunkt fand die Gedankenlyrik in der weltanschaulich- philosophischen Lyrik der Weimarer Klassiker. Gebrauchslyrik Unter Gebrauchslyrik versteht man Gedichte, deren Produktionsabsicht auf einem Anlass beruht (Kirchenlied, Gebetsspruch, Geburtstagsständchen, Poesiealbum-Spruch, Hochzeitsgedicht, usw.) Die Gestaltung des Textes hat für Autor und Hörer/Leser keinen Selbstwert. Die ästhetische ,,Verpackung" ist zweitrangig, wenngleich jedoch nicht unerwünscht. Exillyrik Unter Exillyrik versteht...

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man die Auseinandersetzung von Autoren, die aufgrund von Verfolgung und Ausgrenzung in ihrer Heimat freiwillig oder unfreiwillig ins Ausland emigriert sind, mit ihrer besonderen Lebenssituation. Thematisiert werden in den Werken z.B. Argumente für und gegen den Gang ins Exil, damit verbundene Befürchtungen und Ängste und schließlich die besondere Problematik des Lebens in der Fremde, zb.B. Heimweh, Entwurzelung oder Identitätsverlust. Besonders schwer wiegt für Dichter bei der Emigration in ein Land mit einer anderen Muttersprache natürlich der Verlust des ,,Werkzeugs Sprache" Untergattungen Ballade Sonett Hymne Elegie Lied Ode Lyrik Richtungen naturlyrik Politische Lyrik Liebeslyrik Gro Batadtlyrik - Gedankenlyrik Gebrauchslyrik Exillyrik Untergattungen der Lyrik Ballade mehrstrophiges, erzählendes Gedicht mittelalterlich-märchenhafte, antike oder zeitgenössische Stoffe dramatische Entwicklung der Handlung pointierten Schluss Sonett Barock (Hintergedanke: chaotische Lebenswelt durch strenge Form ,,bändigen") 14 Verszeilen, 2 Vier-Vers-Strophen (Quartette), 2 Drei-Vers-Strophen (Terzette) meist fünfhebiger Jambus, während Barockzeit der Alexandriner Hymne Preis- und Lobgesang Begeisterung wird ausgedrückt freie Rhythmen keine formale Regelmäßigkeit, kein Reimschema, keinen Strophenbau verwandt miut der Ode, diese allerdings weniger feierlich Elegie Distichen (Verspaar, das aus einem Hexameter und einem Pentameter besteht) traurige, klagende und sehnsuchtsvolle Themen - (Volks-) Lied strophische Gliederung, zum Singen geeignet Reime und schlichte Sprache Ode strophische Gliederung reimlos Antike Versmaße (ab 18.Jahrhundert auch freie Rhythmen) weihevoller, enthusiastischer Ton Barock (1600-1720) Die zeit des Barocks war geprägt durch den 30-jährigen Krieg, der ein verwüstetes Land hinterließ, und tödliche Krankheiten wie die Pest. Die Bevölkerung Mitteleuropas wurde stark dezimiert. Es herrschte das Bewusstsein vor, dass der Mensch und alle weltliche Pracht vergänglich und damit alles irdische Streben vergeblich und nutzlos sei (Vanitas- Gedanke). Daraus folgerte man einerseits, dass allein die Hinwendung zum Jenseits dem Leben einen Sinn gebe (memento mori), andererseits girte man jedoch auch nach Lebensgenuss und Sinnenfreude und strebte nach prunkvoller Repräsentation (carpe diem) Barocke Gegensatzpaare Verherrlichung des Diesseits Sinnenlust Schein Erotik Körper Leben Irdisches Vielfalt des Lebens Verherrlichung des Jenseits Christliche Tugend Wirklichkeit Askese Seele Vergänglichkeit Göttliches Einheit der göttlichen Ordnung Aufklärung (ca. 1720-1800) Mit dem Begriff,,Aufklärung" wird eine gesamteuropäische Bewegung bezeichnet, in der das analytische und kausale Denken Eingang in alle Berieche der Wissenschaft, Kunst und Ethik fand. Kennzeichnend waren der Glaube an den Sieg der Vernunft, Fortschrittsdenken und das Ideal der Menschenrechte. Staatliche Gewalt wurde nicht mehr durch Gottesgnadentum, sondern durch eine Verfassung als Gesellschaftsvertrag legitimiert. Es wurde ein Weltbild entworfen, das dem Diesseits und dem gesellschaftlichen Fortschritt verpflichtet war. Sturm und Drang (ca. 1765-1785) In Opposition zur starken Betonung des Rationalen durch de Aufklärung entstand die Bewegung des Sturm und Drang, die nach einem gleichnamigen Drama von Friedrich Maximilian Klinger bekannt ist. Unter dem Einfluss des französischen Philosophen Rousseau wurde neben der Freiheit von Bevormundung nd Autorität due unmittelbare Empfindung zum zentralen Wert der Bewegung. Weimarer Klassik (ca. 1786-1805) Allgemein versteht man unter dem Begriff ,,Klassik" eine Epoche, in der eine bestimmte Kunst, etwa die Literatur, die Musik oder die Architektur, eine besonders hohe Qualität erreicht und damit stilbildend wirkt. Im engeren Sinn bezeichnet der Epochenbegriff ,,Weimarer Klassik" den kurzen Zeitraum des gemeinsamen Schaffens der Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller in den elf Jahren zwischen 1794 und 1805. Im weiteren Sinne beginnt die Epoche mit Goethes italienischer Reise 1786. Die kleine thüringische Residenzstadt Weimar entwickelte sich in dieser Epoche endgültig zum führenden Literarischen Zentrum Deutschlands. Verschiedene Bedeutungen von ,,Klassik" Blütezeit einer Nationalkultur Bezug auf Zeitalter der Antike ,,klassisch" = aus der Zeit der griechisch- römischen Antike stammend bzw. deren Stil nachahmend ,,klassisch" = mustergültig, meisterhaft, vorbildlich Stilbezeichnung ,,klassisch" = formal und inhaltlich nach Harmonie, Vollendung und Ausgewogenheit strebend Abgrenzung zum Sturm und Drang Sturm und Drang Subjektivität Natürlichkeit Spontaneität Impulsivität Geniekult Offenheit und Regellosigkeit Triebhaftigkeit Auflehnung Dissens 1789-1799 Französische Revolution Napoleon: Sakularisation (1803) - Auflösung des dt. Reichs (1806) nationale Bewegung preußische Reformen Befreiungskriege 1813/1814 - Restauration Romantik (ca. 1790-1830) Unter dem Begriff „Romantik“ versteht man die sch etwa zwischen 1790 und 1830 entfaltende philosophisch-literarische Bewegung, die wichtige Impulse durch die Brüder Schlegel erhielt. Im Gegensatz zur Weimarer Klassik war die Romantik nicht auf Deutschland beschränkt, sondern eine europäische Bewegung, die allerdings in Deutschland ihren Ausgang nahm und von deutschen Dichtern stark geprägt wurde. Erstmals spielten in der Romantik auch Frauen als Literaturschaffende eine aktivere Rolle (z.B. Karoline von Günderrode, Bettina Brentano). Anders als die Klassik entwickelte sich die Romantik in mehreren Phasen und hatte verschiedene Zentren und Schwerpunkte Historischer Hintergrund Zentren / Autoren Wiener Kongress 1814/1815 Deutscher Bund Unterdrückung der nationalen und liberalen Bewegung Frühromantik Hochromantik (Heidelberger Romantik) Klassik Spatromantik Allgemeingültigkeit Humanität Mäßigung Ausgleich zwischen Ratio und Emotion Begrenzung Regelhastigkeit und Gleichmaß Entsagung Ausgleich Diskurs Zentren Berlin, Jena Vertreter: Brüder Schlegel, Novalis Ideen: Kunsttheorien Zentrum Heidelberg Vertreter: C. Brentano, A. v. Arnim, Brüder Grimm Ideen: Wendungen zum Volkstümlichen (Sagen, Marchen, Lieder) -Zentren: Berlin, Schwaben Vertreter: Eichendorff, Hoffmann, Uhland/Schwab/Kerner (,,Schwabische Schule) Ideen: Widerspruch Poesie - bürgerlicher Alltag, Wiederbelebung der deutschen Vergangenheit (v.a. Mittelalter) Vormärz, Junges Deutschland, Biedermeier (ca. 1815-1848) Den Zeitraum zwischen dem Wiener Kongress 1814/1815 und der Märzrevolution 1848 nennt man Vormärz. Diese Epoche ist geprägt durch die Politik der Restauration, die das Ziel hatte, in Europa die Verhältnisse von vor der französischen Revolution wiederherzustellen. Vor diesem Hintergrund bildeten sch zwei grundsätzliche Verhaltensmuster aus: Einerseits kritisierten Anhänger der als „Junges Deutschland" bezeichneten Bewegung die bestehenden Verhältnisse z.B. in Form von Kampfschroten und Satiren und warben für eine revolutionäre Umgestaltung. Die Obrigkeit reagierte mit Zensur und der sog. „Demagogenverfolgung". Andererseits reagierten viele auf die politischen Auseinandersetzungen durch Abwendung vom politischen Tagesgeschehen und Rückzug ins Private (Biedermeier). in der Literatur standen Themen wie Familie, Heimat, einfaches Leben im Vordergrund. Realismus (1848-1890) Unter Realismus versteht man im weiteren Sinn eine literarische Darstellungsform, die die reale Welt möglichst objektiv („realistisch") wiedergeben will. Enger gefasst bezeichnet der Begriff die Eiche des „bürgerlichen“ bzw. „poetischen Realismus“ ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Allerdings weisen bereits die Strömungen des ,,Jungen Deutschland" und die Werke der Biedermeierzeit Merkmale realistischen Erzählers auf. Geprägt wurde der bürgerliche Realismus von einer Zeit des Fortschrittsglaubens und des gesellschaftlichen Umbruchs. Neben den Adel trat das Großbürgertum, der Mittelstand wuchs und war getragen von selbstständigen Handwerkern und Angestellten. In der unteren Gesellschaftsschicht entstand die Arbeiterschaft, die vielfach am Rad des Existenzminimums lebte. Gleichzeitig lösten sich bisher gültige Wertmaßstäbe langsam auf. Die Bedeutung des Religiösen ging zurück und es fehlten immer stärker allgemein verbindliche Werte, Eine Folge dieser Umbrüche war der Rückzug in den persönlichen Bereich, der überschaubare Gebiete eröffnete. wichtige Themen des Realismus gesellschaftliches Zusammenleben bzw. Rückzug des Einzelnen ins Persönliche / Private Beschreiben des psychologischen Innenlebens der Figuren (psychologischer Realismus) historische Stoffe um Stil des Historismus Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Positivismus, Atheismus und Darwinismus naturalismus (ca. 1880-1900) Der Naturalismus entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Gegenbewegung zu einer als angepasst und affirmativ empfundenen Literatur des Realismus und fußte auf dem Positivismus nach dem nur das als existent anerkannt wird, was sich unbezweifelbar und nach exakten naturwissenschaftlichen Methoden feststellen lässt. Kunst = Natur - X Strömungen der Jahrhundertwende (ca. 1890-1910) Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wird allgemein als Beginn der Moderne gesehen. Der Aufbruch in die Moderne erfolgte unter einer Vielzahl von Bezeichnungen und Tendenzen. unterschiedliche, zum Teil gegensätzliche Strömungen tauchten mitunter gleichzeitig auf. Somit kann das pluralistische Nebeneinander der Stilrichtungen als einziges gemeinsames Merkmal der Moderne bezeichnet werden. im Folgendenwerden die wichtigsten dieser Stilrichtungen vorgestellt. Impressionismus; Der Begriff stammt aus der Malerei, Kunst des rucks Ästhetizismus Symbolismus Neuromantik Expressionismus (ca.1905-1925) Auch der Expressionismus nahm in der Materie seinen Ausgang. Der innere Antrieb des Künstlers sollte die Gestalt des Kunstwerks bestimmen und die Oberflächlichkeit der objektiven Wirklichkeit durchdringen. Das entscheidende Kriterium war nicht die Schönheit, sondern die Wahrheit. Dazu bedurfte es neuer Ausdrucksformen, welche die Malerei durch zunehmende Abstraktionen bis hin zur Entgegenständlichung zu erreichen versuchte, Parallel dazu erweiterten die Autoren die grammatischen Möglichkeiten der Sprache, die nicht mehr nur als Träger des Inhalts, sondern gleichzeitig auch als Material gesehen wurde, das nach bildlichen oder klanglichen Gesichtspunkten geformt wurde. wichtige Themen des Expressionismus Zivilisationskritik an der festgefahrenen bürgerlichen Welt Großstadt als Ort der Beschleunigung Anonymität und Entfremdung des Menschen durch die Massengesellschaft Generationenkonflikt: Ablehnung der Welt der Väter durch die Generation der Söhne Kritik an der Prüderie und am reinen Nützlichkeitsdenken der bürgerlichen Gesellschaft Dadaismus (ca. 1916-1922) In der Form der literarischen Parodie, des Kabaretts und des Manifests kämpfte diese kurzlebige Strömung durch Verneinung aller bisherigen formalen Normen gegen die bürgerliche Gesellschaft und den Krieg als deren Konsequent an. Lautmalerei und das Spiel mit dem Schriftbild wiesen den Weg zur konkreten Poesie. neue Sachlichkeit (1920-1933) In Opposition zur pathetisch übersteigerten Ausdrucksweise des Expressionismus entstand in den Zwanzigerjahren die betont unaufgeregte und um genaue Sprache bemühte ,,Neue Sachlichkeit". Man verwendete neue Ausdrucksformen wie Reportage, Collage oder Textmontage. Wirksamkeit, Nützlichkeit und Realitätsnähe waren die wichtigsten Kriterien der sogenannten Gebrauchsliteratur, Leidenschaftslos und nüchtern war der Blick auf Liebe, Glück und Erfolg. Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg Unabhängig von der stilistischen Ausrichtung war die Auseinandersetzung mit der Katastrophe des Ersten Weltkriegs zentrales Thema der Literatur während der Weimarer Republik Auf der einen Seite standen Autoren, die das Frontleben als antibürgerliches Erweckungserlebenis, als Bewährung echter männlichkeit und Kameradschaftlichkeit feierten, zB. Ernst Jünger mit In Stahlgewittern, auf der anderen Seite radikale Pazifisten, zB. Erich Maria Remarque mit Im Westen nichts Neues

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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RICHTUNGEN DER LYRIK Naturlyrik Dabei handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für alle Formen der Lyrik, deren Zentralmotive Naturerscheinungen (Landschaft, Wetter, Tier- und Pflanzenwelt) sind und die auf dem Erlebnis der Natur aufbauen. Ursprünglich häufig religiös als Gottes Schöpfung interpretiert, wird die Natur seit dem Sturm und Drang zunehmend in einen Gegensatz zur menschlichen Zivilisation gesetzt. Politische Lyrik Sie verfolgt ein bestimmtes politisches Ziel durch Aufklärung, Agitation und Anklage. Da sie vor allem verständlich sein will, ist sie eher einfach aufgebaut und weist eine eingängige sprachliche Gestaltung mit Parolen, Refrain und Reimen auf. Liebeslyrik Liebeslyrik als Gefühlspoesie ist diejenige Richtung, auf welche die Kategorien der Subjektivität, der Stimmung und des Erlebnisses in besonderem Maße zutreffen. Großstadtlyrik Großstadtlyrik war eine zu Beginn des 20. Jahrhunderts, vor allem im Expressionismus, beliebte Form, in der die Großstadt als Sinnbild der Moderne dient. Behandelt werden Aspekte wie die Stadt als Ort gesteigerter Lebensintensität, aber auch Anonymität, Vermassung, soziales Elend und das ohnmächtige Individuum. Gedankenlyrik Die Inhalte kreisen im Allgemeinen um die großen Fragen aus Philosophie, Theologie und Anthropologie. Ihren Höhepunkt fand die Gedankenlyrik in der weltanschaulich- philosophischen Lyrik der Weimarer Klassiker. Gebrauchslyrik Unter Gebrauchslyrik versteht man Gedichte, deren Produktionsabsicht auf einem Anlass beruht (Kirchenlied, Gebetsspruch, Geburtstagsständchen, Poesiealbum-Spruch, Hochzeitsgedicht, usw.) Die Gestaltung des Textes hat für Autor und Hörer/Leser keinen Selbstwert. Die ästhetische ,,Verpackung" ist zweitrangig, wenngleich jedoch nicht unerwünscht. Exillyrik Unter Exillyrik versteht...

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man die Auseinandersetzung von Autoren, die aufgrund von Verfolgung und Ausgrenzung in ihrer Heimat freiwillig oder unfreiwillig ins Ausland emigriert sind, mit ihrer besonderen Lebenssituation. Thematisiert werden in den Werken z.B. Argumente für und gegen den Gang ins Exil, damit verbundene Befürchtungen und Ängste und schließlich die besondere Problematik des Lebens in der Fremde, zb.B. Heimweh, Entwurzelung oder Identitätsverlust. Besonders schwer wiegt für Dichter bei der Emigration in ein Land mit einer anderen Muttersprache natürlich der Verlust des ,,Werkzeugs Sprache" Untergattungen Ballade Sonett Hymne Elegie Lied Ode Lyrik Richtungen naturlyrik Politische Lyrik Liebeslyrik Gro Batadtlyrik - Gedankenlyrik Gebrauchslyrik Exillyrik Untergattungen der Lyrik Ballade mehrstrophiges, erzählendes Gedicht mittelalterlich-märchenhafte, antike oder zeitgenössische Stoffe dramatische Entwicklung der Handlung pointierten Schluss Sonett Barock (Hintergedanke: chaotische Lebenswelt durch strenge Form ,,bändigen") 14 Verszeilen, 2 Vier-Vers-Strophen (Quartette), 2 Drei-Vers-Strophen (Terzette) meist fünfhebiger Jambus, während Barockzeit der Alexandriner Hymne Preis- und Lobgesang Begeisterung wird ausgedrückt freie Rhythmen keine formale Regelmäßigkeit, kein Reimschema, keinen Strophenbau verwandt miut der Ode, diese allerdings weniger feierlich Elegie Distichen (Verspaar, das aus einem Hexameter und einem Pentameter besteht) traurige, klagende und sehnsuchtsvolle Themen - (Volks-) Lied strophische Gliederung, zum Singen geeignet Reime und schlichte Sprache Ode strophische Gliederung reimlos Antike Versmaße (ab 18.Jahrhundert auch freie Rhythmen) weihevoller, enthusiastischer Ton Barock (1600-1720) Die zeit des Barocks war geprägt durch den 30-jährigen Krieg, der ein verwüstetes Land hinterließ, und tödliche Krankheiten wie die Pest. Die Bevölkerung Mitteleuropas wurde stark dezimiert. Es herrschte das Bewusstsein vor, dass der Mensch und alle weltliche Pracht vergänglich und damit alles irdische Streben vergeblich und nutzlos sei (Vanitas- Gedanke). Daraus folgerte man einerseits, dass allein die Hinwendung zum Jenseits dem Leben einen Sinn gebe (memento mori), andererseits girte man jedoch auch nach Lebensgenuss und Sinnenfreude und strebte nach prunkvoller Repräsentation (carpe diem) Barocke Gegensatzpaare Verherrlichung des Diesseits Sinnenlust Schein Erotik Körper Leben Irdisches Vielfalt des Lebens Verherrlichung des Jenseits Christliche Tugend Wirklichkeit Askese Seele Vergänglichkeit Göttliches Einheit der göttlichen Ordnung Aufklärung (ca. 1720-1800) Mit dem Begriff,,Aufklärung" wird eine gesamteuropäische Bewegung bezeichnet, in der das analytische und kausale Denken Eingang in alle Berieche der Wissenschaft, Kunst und Ethik fand. Kennzeichnend waren der Glaube an den Sieg der Vernunft, Fortschrittsdenken und das Ideal der Menschenrechte. Staatliche Gewalt wurde nicht mehr durch Gottesgnadentum, sondern durch eine Verfassung als Gesellschaftsvertrag legitimiert. Es wurde ein Weltbild entworfen, das dem Diesseits und dem gesellschaftlichen Fortschritt verpflichtet war. Sturm und Drang (ca. 1765-1785) In Opposition zur starken Betonung des Rationalen durch de Aufklärung entstand die Bewegung des Sturm und Drang, die nach einem gleichnamigen Drama von Friedrich Maximilian Klinger bekannt ist. Unter dem Einfluss des französischen Philosophen Rousseau wurde neben der Freiheit von Bevormundung nd Autorität due unmittelbare Empfindung zum zentralen Wert der Bewegung. Weimarer Klassik (ca. 1786-1805) Allgemein versteht man unter dem Begriff ,,Klassik" eine Epoche, in der eine bestimmte Kunst, etwa die Literatur, die Musik oder die Architektur, eine besonders hohe Qualität erreicht und damit stilbildend wirkt. Im engeren Sinn bezeichnet der Epochenbegriff ,,Weimarer Klassik" den kurzen Zeitraum des gemeinsamen Schaffens der Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller in den elf Jahren zwischen 1794 und 1805. Im weiteren Sinne beginnt die Epoche mit Goethes italienischer Reise 1786. Die kleine thüringische Residenzstadt Weimar entwickelte sich in dieser Epoche endgültig zum führenden Literarischen Zentrum Deutschlands. Verschiedene Bedeutungen von ,,Klassik" Blütezeit einer Nationalkultur Bezug auf Zeitalter der Antike ,,klassisch" = aus der Zeit der griechisch- römischen Antike stammend bzw. deren Stil nachahmend ,,klassisch" = mustergültig, meisterhaft, vorbildlich Stilbezeichnung ,,klassisch" = formal und inhaltlich nach Harmonie, Vollendung und Ausgewogenheit strebend Abgrenzung zum Sturm und Drang Sturm und Drang Subjektivität Natürlichkeit Spontaneität Impulsivität Geniekult Offenheit und Regellosigkeit Triebhaftigkeit Auflehnung Dissens 1789-1799 Französische Revolution Napoleon: Sakularisation (1803) - Auflösung des dt. Reichs (1806) nationale Bewegung preußische Reformen Befreiungskriege 1813/1814 - Restauration Romantik (ca. 1790-1830) Unter dem Begriff „Romantik“ versteht man die sch etwa zwischen 1790 und 1830 entfaltende philosophisch-literarische Bewegung, die wichtige Impulse durch die Brüder Schlegel erhielt. Im Gegensatz zur Weimarer Klassik war die Romantik nicht auf Deutschland beschränkt, sondern eine europäische Bewegung, die allerdings in Deutschland ihren Ausgang nahm und von deutschen Dichtern stark geprägt wurde. Erstmals spielten in der Romantik auch Frauen als Literaturschaffende eine aktivere Rolle (z.B. Karoline von Günderrode, Bettina Brentano). Anders als die Klassik entwickelte sich die Romantik in mehreren Phasen und hatte verschiedene Zentren und Schwerpunkte Historischer Hintergrund Zentren / Autoren Wiener Kongress 1814/1815 Deutscher Bund Unterdrückung der nationalen und liberalen Bewegung Frühromantik Hochromantik (Heidelberger Romantik) Klassik Spatromantik Allgemeingültigkeit Humanität Mäßigung Ausgleich zwischen Ratio und Emotion Begrenzung Regelhastigkeit und Gleichmaß Entsagung Ausgleich Diskurs Zentren Berlin, Jena Vertreter: Brüder Schlegel, Novalis Ideen: Kunsttheorien Zentrum Heidelberg Vertreter: C. Brentano, A. v. Arnim, Brüder Grimm Ideen: Wendungen zum Volkstümlichen (Sagen, Marchen, Lieder) -Zentren: Berlin, Schwaben Vertreter: Eichendorff, Hoffmann, Uhland/Schwab/Kerner (,,Schwabische Schule) Ideen: Widerspruch Poesie - bürgerlicher Alltag, Wiederbelebung der deutschen Vergangenheit (v.a. Mittelalter) Vormärz, Junges Deutschland, Biedermeier (ca. 1815-1848) Den Zeitraum zwischen dem Wiener Kongress 1814/1815 und der Märzrevolution 1848 nennt man Vormärz. Diese Epoche ist geprägt durch die Politik der Restauration, die das Ziel hatte, in Europa die Verhältnisse von vor der französischen Revolution wiederherzustellen. Vor diesem Hintergrund bildeten sch zwei grundsätzliche Verhaltensmuster aus: Einerseits kritisierten Anhänger der als „Junges Deutschland" bezeichneten Bewegung die bestehenden Verhältnisse z.B. in Form von Kampfschroten und Satiren und warben für eine revolutionäre Umgestaltung. Die Obrigkeit reagierte mit Zensur und der sog. „Demagogenverfolgung". Andererseits reagierten viele auf die politischen Auseinandersetzungen durch Abwendung vom politischen Tagesgeschehen und Rückzug ins Private (Biedermeier). in der Literatur standen Themen wie Familie, Heimat, einfaches Leben im Vordergrund. Realismus (1848-1890) Unter Realismus versteht man im weiteren Sinn eine literarische Darstellungsform, die die reale Welt möglichst objektiv („realistisch") wiedergeben will. Enger gefasst bezeichnet der Begriff die Eiche des „bürgerlichen“ bzw. „poetischen Realismus“ ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Allerdings weisen bereits die Strömungen des ,,Jungen Deutschland" und die Werke der Biedermeierzeit Merkmale realistischen Erzählers auf. Geprägt wurde der bürgerliche Realismus von einer Zeit des Fortschrittsglaubens und des gesellschaftlichen Umbruchs. Neben den Adel trat das Großbürgertum, der Mittelstand wuchs und war getragen von selbstständigen Handwerkern und Angestellten. In der unteren Gesellschaftsschicht entstand die Arbeiterschaft, die vielfach am Rad des Existenzminimums lebte. Gleichzeitig lösten sich bisher gültige Wertmaßstäbe langsam auf. Die Bedeutung des Religiösen ging zurück und es fehlten immer stärker allgemein verbindliche Werte, Eine Folge dieser Umbrüche war der Rückzug in den persönlichen Bereich, der überschaubare Gebiete eröffnete. wichtige Themen des Realismus gesellschaftliches Zusammenleben bzw. Rückzug des Einzelnen ins Persönliche / Private Beschreiben des psychologischen Innenlebens der Figuren (psychologischer Realismus) historische Stoffe um Stil des Historismus Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Positivismus, Atheismus und Darwinismus naturalismus (ca. 1880-1900) Der Naturalismus entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Gegenbewegung zu einer als angepasst und affirmativ empfundenen Literatur des Realismus und fußte auf dem Positivismus nach dem nur das als existent anerkannt wird, was sich unbezweifelbar und nach exakten naturwissenschaftlichen Methoden feststellen lässt. Kunst = Natur - X Strömungen der Jahrhundertwende (ca. 1890-1910) Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wird allgemein als Beginn der Moderne gesehen. Der Aufbruch in die Moderne erfolgte unter einer Vielzahl von Bezeichnungen und Tendenzen. unterschiedliche, zum Teil gegensätzliche Strömungen tauchten mitunter gleichzeitig auf. Somit kann das pluralistische Nebeneinander der Stilrichtungen als einziges gemeinsames Merkmal der Moderne bezeichnet werden. im Folgendenwerden die wichtigsten dieser Stilrichtungen vorgestellt. Impressionismus; Der Begriff stammt aus der Malerei, Kunst des rucks Ästhetizismus Symbolismus Neuromantik Expressionismus (ca.1905-1925) Auch der Expressionismus nahm in der Materie seinen Ausgang. Der innere Antrieb des Künstlers sollte die Gestalt des Kunstwerks bestimmen und die Oberflächlichkeit der objektiven Wirklichkeit durchdringen. Das entscheidende Kriterium war nicht die Schönheit, sondern die Wahrheit. Dazu bedurfte es neuer Ausdrucksformen, welche die Malerei durch zunehmende Abstraktionen bis hin zur Entgegenständlichung zu erreichen versuchte, Parallel dazu erweiterten die Autoren die grammatischen Möglichkeiten der Sprache, die nicht mehr nur als Träger des Inhalts, sondern gleichzeitig auch als Material gesehen wurde, das nach bildlichen oder klanglichen Gesichtspunkten geformt wurde. wichtige Themen des Expressionismus Zivilisationskritik an der festgefahrenen bürgerlichen Welt Großstadt als Ort der Beschleunigung Anonymität und Entfremdung des Menschen durch die Massengesellschaft Generationenkonflikt: Ablehnung der Welt der Väter durch die Generation der Söhne Kritik an der Prüderie und am reinen Nützlichkeitsdenken der bürgerlichen Gesellschaft Dadaismus (ca. 1916-1922) In der Form der literarischen Parodie, des Kabaretts und des Manifests kämpfte diese kurzlebige Strömung durch Verneinung aller bisherigen formalen Normen gegen die bürgerliche Gesellschaft und den Krieg als deren Konsequent an. Lautmalerei und das Spiel mit dem Schriftbild wiesen den Weg zur konkreten Poesie. neue Sachlichkeit (1920-1933) In Opposition zur pathetisch übersteigerten Ausdrucksweise des Expressionismus entstand in den Zwanzigerjahren die betont unaufgeregte und um genaue Sprache bemühte ,,Neue Sachlichkeit". Man verwendete neue Ausdrucksformen wie Reportage, Collage oder Textmontage. Wirksamkeit, Nützlichkeit und Realitätsnähe waren die wichtigsten Kriterien der sogenannten Gebrauchsliteratur, Leidenschaftslos und nüchtern war der Blick auf Liebe, Glück und Erfolg. Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg Unabhängig von der stilistischen Ausrichtung war die Auseinandersetzung mit der Katastrophe des Ersten Weltkriegs zentrales Thema der Literatur während der Weimarer Republik Auf der einen Seite standen Autoren, die das Frontleben als antibürgerliches Erweckungserlebenis, als Bewährung echter männlichkeit und Kameradschaftlichkeit feierten, zB. Ernst Jünger mit In Stahlgewittern, auf der anderen Seite radikale Pazifisten, zB. Erich Maria Remarque mit Im Westen nichts Neues